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NAB2005: Neuer Filmrecorder Definity

Es muss nicht immer Laser sein: Digital Film Systems präsentiert mit »Definity« einen preisgünstigen neuen Filmrecorder auf LCD-Basis.

Der Filmrecorder Definity kann Intermediate Film mit einer Geschwindigkeit von 3 Sekunden pro Frame belichten, bei Negativfilm erreicht er 1,6 Sekunden pro Frame.

Herzstück des Filmrecorders ist ein HD-LCD-Panel, das liegend im größeren der beiden Gehäuse des Filmrecorders montiert ist. Dieser Schirm stellt nach einander die drei Farbauszüge (RGB) eines jeden Filmbilds in Schwarzweiß mit 15 Millionen Pixels dar (zum Vergleich: 4K-Bilder bestehen, je nach Seitenverhältnis, aus rund 12 Millionen Bildpunkten). Der Schirm deckt laut Hersteller einen extrem hohen Dynamikbereich ab, kann also auf dem Filmmaterial einen hohen Kontrastumfang reproduzieren. Im Strahlengang zwischen dem Schirm und dem Bildfenster der pin-registrierten 35-mm-Kamera, die oben montiert ist, wird ein Farbfilter jeweils passend zum dargestellten Farbauszug gedreht. Als Bildfenster ist das Vistavision-Format vorgegeben. Der Hersteller betont auch besonders die sehr hohe Bildstabilität die mit Definity erreicht werde.

Laut Digital Film Systems ist die Farbstabilität der LCD-Quelle sehr hoch, zudem biete der Recorder zahlreiche Kalibrierungsmöglichkeiten – so könne der Operator unterschiedlichste Filmtypen, Datenformate oder Lab-Prozesse auswählen, um damit den digitalen Daten-Input für eine optimale Ausgabe auf Film zu übersetzen.

Digital Film Systems konnte schon zwei der Definity-Filmrecorder in die Schweiz verkaufen: Einer steht bei Schwarzfilm, ein weiterer bei Online Video in Zürich.

Digital Film Systems wurde im Jahr 2002 von Nigel Varian in Irland gegründet. Die grundlegende Technik des Filmrecorders Definity stammt jedoch aus Deutschland: Dort hatte die Firma CCG die Filmrecorder-Division von Agfa übernommen und war damit zum Marktführer in der Entwicklung und Produktion von Einzelbild-Filmrecordern geworden. Gemeinsam mit Nigel Varian wurde dann die vorhandene Technologie auf die Bewegtbildbelichtung übertragen – so ist der Filmrecorder Definity entstanden, der nun in Deutschland produziert wird.

Mit einem ungefähren Netto-Verkaufspreis von 180.000 Euro ist Definity wesentlich günstiger als andere Filmrecorder, verlangt dem Anwender aber aus Herstellersicht dennoch keine Kompromisse in puncto Bildqualität ab und ist wegen des niedrigeren Anschaffungspreises wesentlich wirtschaftlicher zu betreiben.

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Autor: red

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