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IBC2008: Apple fehlt, aber Final Cut Pro ist überall

Apple hat keinen Stand während der IBC2008, ist aber dennoch über viele seiner Produkte präsent — teilweise sogar mehr als je zuvor.

Wenn man über die IBC2008 läuft, kann man phasenweise den Eindruck gewinnen, dass Final Cut Pro (FCP) mittlerweile fast schon so etwas wie ein Standard-NLE-System darstellt. Mit Autodesk und Quantel lassen sich sogar Firmen auf diese Apple-Software ein, die ihre eigenen Systeme deutlich oberhalb des üblichen Einsatzgebietes von FCP, also am High-End der Postproduction positionieren.

Natürlich sehen Autodesk und Quantel Apples FCP nicht als Konkurrenten für ihre iQs, eQs, Flames und Smokes, sondern als Ergänzung am unteren Ende. Unabhängig davon, ob diese Betrachtungsweise gerechtfertigt ist oder nicht, gibt es ganz offenbar großen Druck von der Anwenderseite, Brücken zu schaffen. Und auf diesen Druck reagieren die Unternehmen.

So zeigt Quantel an seinem Stand die Integration von FCP in Quantel-Infrastrukturen: FCP kann dabei direkt mit Material auf einem sQ-Server arbeiten, Projekte können zwischen Postproduction-Systemen von Quantel und FCP ausgetauscht werden (siehe auch Quantel-Meldung).

Auch bei Autodesk, wo man FCP als Offline-Editor betrachtet, hat man die Brücken zu Apples NLE-Software verbessert. Die Integration und das Interfacing mit FCP sei via XML leichter und besser möglich, als mit Avid-Systemen, ist von Autodesk zu hören. Zwar sind Avid-Systeme in den Märkten, in denen die Systems-Division von Autodesk unterwegs ist, unverändert dominant was das Offline-Editing betreffe, aber FCP werde immer wichtiger, sagt etwa Maurice Patel von Autodesk. Auch in anderen Bereichen spielt FCP eine wachsende Rolle: So fragen Interessenten, die sich für das Newsroom-System OpenMedia von Annova interessieren, in vielen Fällen nach, ob das System im Zusammenspiel mit FCP nutzbar sei, erklärt Michael Schüller von Annova.

Tatsächlich verweist Avid darauf, dass außer am eigenen, kleineren IBC-Stand und in der Avid-Training-Zone, noch an weiteren 50 Ständen Avid-Systeme im Einsatz seien — was eine sehr stattliche Zahl ist. Aber es stehen eben auch an sehr vielen Ständen Macs, auf denen FCP läuft — wer wollte diese alle zählen?

Dass Apple nun, wo FCP im Profimarkt wachsende Akzeptanz findet, aber nicht zur IBC kommt, ist zumindest ein bisschen verwunderlich.

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Autor: red

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