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NAB2010: So produziert film-tv-video.de
Seit der NAB2008 produziert film-tv-video.de seine Videoreports von den großen Messen bandlos (mehr Infos zur ersten bandlosen Berichterstattung). Zur NAB2009 nutzte die Redaktion ein Remote-Production-Konzept mit File-Transfer von Originalmaterial aus Las Vegas und Bearbeitung in Deutschland. In diesem Jahr wird erneut bandlos produziert, aber wieder vor Ort geschnitten. Die ganze Produktion erfolgt mit verschiedenen VJ-Setups in HD und auch die fertigen Clips können Sie auf Wunsch in HD sehen.
Videoreport-Setup
Die aufwändigeren Videoreports werden mit einem GY-HM100 von JVC aufgezeichnet (Test). Eine Besonderheit dieses Camcorders besteht darin, dass er auf die weit verbreiteten SD-Speicherkarten ein HD-Signal so aufzeichnen kann, dass sich die Daten mit dem Schnittprogramm Final Cut Pro von Apple direkt verarbeiten lassen. film-tv-video.de zeichnet Mov-Dateien im Raster von 720 x 1.280 Bildpunkten in 50p auf 16-GB-Speicherkarten auf. Den Camcorder stellt JVC zur Verfügung, das weitere Equipment dieses Setups stammt aus dem Bestand von film-tv-video.de.
Der Ton wird abhängig von der Drehsituation per Handmikro (Rode NTG2) oder mit einer Sennheiser-Funkstrecke aufgezeichnet (EW 100G2). Ein Sennheiser-Kopfhörer, ein Einbein-Stativ von Manfrotto und eine LED-Flächenleuchte des Typs MicroPro von Litepanels komplettieren das Equipment.
Falls die drei 16-GB-Speicherkarten für das Material eines Drehtags nicht ausreichen sollten, können unterwegs rechnerunabhängig Kopien erstellt werden: Hierfür dient eine Nexto Extreme von Nextodi. Diese Platte ist mit zwei Kartenslots, eingebautem Akku und einem einfachen Display ausgerüstet. Wird die SDHC-Karte eingesteckt, lässt sich das Material simpel und schnell von der Karte per Tastendruck auf die Platte überspielen. Im Normalfall sollten die SD-Speicherkarten ausreichen, in diesem Fall wird das Rohmaterial erst nach Drehschluss auf die Nexto Extreme kopiert.
Shortcut-Setup
Für die einfacheren »Shortcuts« werden zwei andere, weitgehend gleiche Setups eingesetzt. Als Camcorder wird ein Legria HF200 von Canon verwendet, ein simples Tisch-Dreibeinstativ und ein Weitwinkelkonverter sind hierbei als Kamerazubehör im Einsatz. Aufgenommen wird in 1080i50, kodiert im AVCHD-Codec mit einer Datenrate von 24 Mbps auf SDHC-Speicherkarten. Bei den Shortcut-Setups gibt es jeweils einen separaten Audiorecorder. Beim einen Setup ist das ein H2 von Zoom, beim anderen ein ICR-XPS01 aus der Xacti-Familie von Sanyo.
Alle Bilder und Töne werden bei diesen Setups nach Drehschluss als Rohdaten auf Rugged-Firewire-Platten von Lacie gesichert.
Postproduktion
Die Postproduktion erfolgt mit Final Cut Pro auf Laptops des Typs MacBook Pro. Zwei davon verfügen über einen SD-Kartenslot, beim dritten kommt ein Adapter zum Einsatz, um das Material von den SD-Karten einzuspielen. Die JVC-Aufnahmen können direkt und ohne weitere Konvertierung in Final Cut Pro verarbeitet werden. Das mit den Canon-Camcordern aufgenommene Material wird für die weitere Bearbeitung per Log & Transfer in Final Cut pro importiert, dabei wird das Material in ProRes 422 Proxy gewandelt. Dieser noch relativ neue Apple-Codec arbeitet mit einer niedrigeren Datenrate von rund 45 Mbps, bläst also die Rohdaten beim Umkodieren nicht so weit auf wie die anderen Apple-Codecs. Das erhöht die Arbeitsgeschwindigkeit und die Qualität reicht bei dem gewählten Workflow völlig aus.
Als Festplatte für die Postproduktion dient jeweils eine Rugged-Firewire-Platte von Lacie (orange), für Backups und um die Projekte zu sichern, stehen kompakte USB-Platten zur Verfügung.
Das Kodieren und den Upload der fertigen Clips beschleunigt der USB-Stick Turbo.264 HD von Elgato.



Autor: red
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