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»Tagesschau« arbeitet mit S4M-System

Das Video Production Management System (VPMS) von S4M wird nun auch für die Produktion der »Tagesschau« eingesetzt.

VPMS von S4M wird nun auch bei der Produktion der »Tagesschau« als Teil einer Gesamtlösung mit dem dort verwendeten sQ-System von Quantel eingesetzt und übernimmt dabei laut Hesteller unterschiedliche Aufgaben:

So kontrolliert das VPMS-Modul JobControl den Ingest, also die vollautomatische Aufnahme von Videomaterial, das den Sender beispielsweise über Satellit erreicht. Über dieses Modul wird auch die Video-File-Transfer-Anbindung der restlichen ARD-Anstalten an die beim NDR beheimatetet »Tagesschau«-Redaktion realisiert.

Bei der Bandausspielung für das Archiv kommt das VPMS-Modul PlayOut Control zum Zuge. Das sQ-System arbeitet zwar server-basierend, für die Archivierung setzt die »Tagesschau« allerdings nach wie vor auf Band.

Weiter unterstützt VPMS das bei der »Tagesschau« eingesetzte Quantel-Zonenkonzept. Dieses Sicherheits-Konzept basiert auf dem Einsatz von zwei sQ-Servern, die parallel betrieben werden (= zwei Zonen). Vereinfach gesagt, fungiert einer der Server als Backup-Server, der jeweils exakt den Stand des anderen Servers mit all seinen Jobs abbildet. Fällt ein Server aus, können alle Clients neu gestartet und in Zone 2 angemeldet werden, so dass rasch und ohne große Material- und Zeitverluste weitergearbeitet werden kann.

VPMS unterstützt dieses Sicherungskonzept, synchronisiert das Videomaterial und sorgt so automatisch für ständig verfügbare Backups der Videos. VPMS verwaltet also das Videomaterial über beide bei der »Tagesschau« eingesetzten Zonen hinweg, wodurch beispielsweise sowohl die Aufzeichnung als auch das Löschen von Material auf den unterschiedlichen Zonen aus einer Oberfläche heraus möglich ist.

»Tagesschau«

Die »Tagesschau« ist die erfolgreichste Nachrichtensendung des deutschsprachigen Fernsehens, die zugleich auf die längste Tradition zurückblicken kann. Premiere war Weihnachten 1952. Seit dem 3. September 1961 ist die »Tagesschau« täglich an sieben Tagen in der Woche um 20:00 Uhr zu sehen, zusätzlich gibt es mittlerweile zahlreiche »Tagesschau«-Sendungen, über den gesamten Tag verteilt. Die 20:00-Uhr-Ausgabe erreichte 2006 im Durchschnitt täglich 9,39 Millionen Zuschauer im Ersten Programm, in 3Sat, bei Phoenix und in einigen dritten Programmen. Das entspricht einem Marktanteil von 33 Prozent – mit deutlichem Abstand gegenüber jeder anderen Nachrichtensendung im deutschen Fernsehen. Produziert wird die Sendung von ARD-aktuell, einer Gemeinschaftseinrichtung der neun ARD-Landesrundfunkanstalten, die beim NDR in Hamburg angesiedelt ist.

Autor: red

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