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Berliner »Tatort« mit Red?

Das Drehen mit der digitalen Kamera Red One scheint bei der Vorzeigereihe der ARD ein Thema mit wachsender Bedeutung zu sein: Nun wird spekuliert, die kommende Berliner Folge der »Tatort«-Reihe werde digital produziert. Der RBB weist das als Gerücht zurück.

Nachdem der Norddeutsche Rundfunk (NDR) vor kurzem doch noch zurückgezuckt war, gibt es nun Spekulationen darüber, dass der Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) vorpreschen und als erste der ARD-Anstalten eine »Tatort«-Folge mit der Red-Kamera drehen werde.

Der NDR wollte eigentlich die nächste Folge des Hamburger »Tatorts« mit der digitalen Kamera Red One drehen, hat diese Pläne aber kurzfristig revidiert (siehe Meldung). Die Redaktion erklärte, man plane nach wie vor, künftig mit einer Red One zu arbeiten, verfüge aber derzeit doch noch über zu wenig Erfahrung in der Postproduktion von digital aufgezeichnetem Red-Material. Nun gibt es im Markt Spekulationen, die besagen, dass der NDR vom RBB überholt werde: Der nächste Berliner »Tatort« soll demnach mit einer Red One des Rental-Anbieters Cinegate realisiert werden.

Jörgen Radach, der zuständige Produktionsleiter beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), sagt dazu: »Diese Information trifft nicht zu. Wir werden den kommenden »Tatort« aus Berlin auf 16 mm drehen — und das gilt voraussichtlich auch noch für zwei weitere Folgen. Es stimmt aber, dass wir natürlich die Augen offen halten und die Entwicklungen auf dem Produktionsmarkt aufmerksam beobachten. Wir haben auch schon parallel digitale Kameras getestet — auch für einen möglichen Einsatz beim »Tatort«. In der Zukunft schließt der RBB den Einsatz digitaler Kameras bei seinen »Tatort«-Produktionen nicht aus, aber noch ist es nicht soweit.«

Der »Tatort« hat im deutschen Fernsehproduktionsmarkt eine hohe Symbolwirkung: Das seit vielen Jahren übliche Produktionsformat für die derzeit mit jeweils 1 bis 1,5 Millionen Euro budgetierten »Tatorte« ist 16-mm-Film.

Die einzelnen Folgen der ARD-Vorzeigereihe werden im unregelmäßigen Wechsel und je nach Sendergröße auch in unterschiedlicher Zahl, von den einzelnen Anstalten der ARD und dem österreichischen Broadcaster ORF (bisher knapp 40 Folgen) produziert. Früher war auch das Schweizer Fernsehen (12 Folgen) mit im Boot. In den knapp 38 Jahren seit Ausstrahlungsbeginn der Krimireihe wurden erst wenige Folgen auf Video produziert: auf Digital Betacam und einmal im Jahr 2001 auf HDCAM (siehe Meldung).

Autor: red

Bildrechte: NDR/RBB/Anngret Plehn, WDR

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