Virtual Reality: 24.06.2022

BR: Virtual Reality Projekt »München 72«

Virtuell begehbare Dokumentation der Olympischen Spiele von 1972.

Keyvisual, © BR/Hannah Wiesner/Tim Hilbrand
BR ließ eine virtuell begehbare VR-Doku zu München 72 erstellen.

Die Olympischen Sommerspiele 1972 in München jähren sich in diesem Jahr zum 50. Mal. Was als fröhliches Sportfest der Nationen begann, wurde überschattet von dem furchtbaren Attentat auf die israelische Nationalmannschaft. Was damals geschah, wird jetzt in einer virtuell begehbaren Dokumentation erfahrbar, die der Bayerische Rundfunk  (BR) zum Jubiläum der Olympischen Spiele und des Gedenkens an das Olympiaattentat in München veröffentlicht.

BR, München 72, © BR/Annick Buhr
Maskottchen Waldi als Avatar.

In der virtuellen Realität werden Originalaufnahmen aus Rundfunk und Fernsehen sowie Fotos des israelischen Olympiateams mit 3D-Gegenständen aus der damaligen Zeit kombiniert und in ein frei interpretiertes München 1972 platziert. Zu erleben ist »München 72« in der Virtual-Reality-Umgebung »VR Chat« mit einem Windows-PC und gängigen VR-Brillen. Start des Projekts ist am Freitag, 1. Juli 2022. Weitere Informationen gibt es hier

BR, München 72, © BR/Annick Buhr
Eine Sportlerumkleide im Look von München 72.
Über den Inhalt

Die Nutzerinnen und Nutzer können in fünf aufeinander aufbauenden Welten die Ereignisse von damals chronologisch durchlaufen:

BR, München 72, © BR/Annick Buhr
Im Spiegel der Umkleide sieht der Spieler seinen Avatar.

Die Erzählung beginnt mit der Ankunft in einer typischen Sportler-Umkleide, in der man aus drei verschiedenen Avataren auswählen und diese anziehen kann.

BR, München 72, © BR/Annick Buhr
Auf dem virtuellen Olympiaturm.

Danach betritt man die Aussichtsplattform eines frei interpretierten, virtuellen Olympiaturms, wo Musik, Sounds und Archivmaterial die Atmosphäre des Eröffnungstages widerspiegeln.

BR, München 72, © BR/Annick Buhr
Auf dem virtuellen Olympiaturm gibt es eine Tartan-Bahn.

Anschließend kann man mit einem Aufzug in einen Olympiapark fahren, der den Zeitraum der »heiteren Spiele« vom 27. August bis 4. September 1972 erzählt.

BR, München 72, © BR/Annick Buhr
Der virtuelle Olympiapark ist mit Archivmaterial hinterlegt.

Original-Video- und -Audiomaterial geben die Stimmung eines gelösten, fröhlichen Festes wieder, während es im virtuellen Raum Ausstellungen zu sportlichen Höhepunkten, dem Designer Otl Aicher, der u. a. die Piktogramme für die Olympischen Spiele entwarf, der israelischen Olympia-Mannschaft und weitere Highlights zu entdecken gibt.

BR, München 72, © BR/Annick Buhr
Litfaßsäule mit Plakaten von realen Veranstaltungen zum 50. Jahrestag der Olympischen Spiele in München.

Mit dem Verlassen dieser Sport- und Spielwelt betreten Nutzerinnen und Nutzer den dunklen Teil der Geschichte.

BR, München 72, © BR/Annick Buhr
Originalfotos des Geschehens zum Anschauen in der virtuellen Realität.

In einem engen Zimmer erzählen Radio- und Fernsehbeiträge, was im Olympischen Dorf passiert ist:

BR, München 72, © BR/Annick Buhr
Ein Zimmer, in dem im virtuellen Raum die Geschehnisse um das Olympiaattentat erzählt werden.

Elf israelische Sportler wurden von einem palästinensischen Terrorkommando überfallen.

BR, München 72, © BR/Annick Buhr
Im virtuellen Sportler-Zimmer ist Archivmaterial hinterlegt.

Die Verhandlungen mit den Geiselnehmern scheinen aussichtslos. Durch Originalaufnahmen wird nach und nach klar, dass »die heiteren Spiele« Geschichte sind.

BR, München 72, © BR/Annick Buhr
Im virtuellen Stau nach Fürstenfeldbruck.

Eine Treppe führt weiter ins Dunkel und hinaus in einen Stau, an dessen Ende die Erkenntnis steht: Der Befreiungsversuch in der Nacht vom 5. auf den 6. September 1972 endet mit dem Tod aller Geiseln, eines Polizisten und von fünf Terroristen. Der Rundgang endet mit einer virtuellen Reminiszenz an den Erinnerungsort an die Opfer des Terroranschlags im Olympiadorf.

BR, München 72, © BR/Annick Buhr
Die Olympische Fackel als Avatar.
Wie funktioniert »München 72«?

»München 72« ist auf der Plattform »VR Chat« zu sehen, einer Social-VR-Anwendung, die es Nutzerinnen und Nutzern erlaubt, mit ihren Avataren verschiedene virtuelle Welten zu besuchen. Die Ausstellung ist in deutscher und englischer Sprache zu sehen.

Die Virtual-Reality-Plattform kann sowohl mit einem leistungsfähigen Windows-PC besucht werden, an den gängige VR-Brillen angeschlossen sind, als auch ohne VR-Brille. Geladen wird die Plattform »VR Chat« kostenlos über die Computerspiel-Vertriebsplattform »Steam«.

Bildrechte
BR/Hannah Wiesner/Tim Hilbrand, BR/Annick Buhr

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