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Der G7-Gipfel im Fernsehen

Große Teile der TV-Präsenz des G7-Gipfels setzte der BR ins Bild. film-tv-video.de sprach mit Roy Singer, dem zuständigen technischen Leiter für diese Produktion.




G7-Gipfel, Übertragungswagen, BR-FÜ2 am Pressezentrum, © Roy Singer

»Der FÜ2 setzte die nationale Berichterstattung von ARD und BR um.«

Aufgaben des FÜ2

»Der FÜ2 setzte die nationale Berichterstattung von ARD und BR um«, fasst Roy Singer zusammen. »Aber fast noch wichtiger war es im Gesamtkonzept dieser Produktion, den Ü-Wagen FÜ2 als Schaltzentrale für die Vernetzung zu nutzten. Er war nicht nur wie sonst üblich als Außenstelle im Einsatz, sondern letztlich als Schaltraum.

G7-Gipfel, Übertragungswagen, BR-FÜ2, Innen, © Roy Singer

Der BR-FÜ2 wurde letztlich auch als Schaltraum genutzt.

Er wickelte die Kommandotechnik für die Schnittplätze in den Containern ab, schlug auch die Verbindung zum EVS-System des Dienstleisters im Schnittkomplex, leistete die Vernetzung des MFT-Servers und war ebenso die wichtigste Schnittstelle zum Hörfunkbereich, etwa weil hier unsere Audiokanäle de-embedded wurden und auf die Madi-Strecke zu den Hörfunkkollegen geschickt wurden.«

G7-Gipfel, Schloss Elmau, © Presse- und Informationsamt der Bundesregierung/Marvin Ibo Güngör

Kommunikation ist natürlich auch hinter den Kulissen ein großes Thema.

Intercom

Die Kommunikation — essenziell, wenn viele örtlich verteilte Aufgaben zeitgenau erledigt werden müssen — erfolgte übrigens während der Produktion des G7-Gipfels mit einem Intercom-System des Typs Artist von Riedel, wie es standardmäßig in den Produktionsmitteln des BR verbaut ist.

Eingesetzt wurde dabei etwa auch das Interface Connect IP. Das bietet hochwertige Audio-over-IP-Schnittstellen für Intercom-Systeme und schlägt letztlich eine Brücke zwischen Artist-Sprechstellen und anderen Audioleitungen. Und darüber konnten von acht Sprechstellen im Pressezentrum aus die Mitarbeiter jeweils mit ihrem Pendant in Freimann direkt kommunizieren und es mussten hierfür keine Konferenzen aufgebaut werden.

G7-Gipfel, Übertragungswagen, Aufsagerposition am Schloss, © Roy Singer

Für den BR verlief der G7-Gipfel reibungslos, obwohl er vergleichsweise kurzfristig angesetzt worden war und neue technische Wege beschritten werden mussten.

G7-Gipfel, Schloss Elmau, © Presse- und Informationsamt der Bundesregierung/Marvin Ibo Güngör

Der zweite G7-Gipfel in Elmau mit Gastgeber Olaf Scholz lief zumindest für den BR reibungslos.

Fazit

Trotz des vergleichsweise kurzen Vorlaufs und paralleler Großprojekte gelang es dem BR, ein funktionierendes Gesamtkonzept aufzubauen. Schlüssel war die Vernetzung einzelner Funktionsbereiche mit Technologien, die vor wenigen Jahren, als 2015 schon einmal der G7-Gipfel in Elmau stattfand, noch nicht zur Verfügung standen.

Remote-Konzepte, IP-Vernetzung via Glasfaser und flexible, variable Nutzung bestehender Elemente, wie sie in der nationalen Berichterstattung eingesetzt wurden, ermöglichten es, mit weniger Personal die TV-Übertragung einer politischen Großveranstaltung zu stemmen.

Seite 1: Einleitung, Internationale Berichterstattung
Seite 2: FM3, SBGs, Live-Rucksäcke, Zwei BR-Ü-Wagen
Seite 3: Intensive Vernetzung, Aufgaben des FÜ1
Seite 4: Aufgaben des FÜ2, Intercom, Fazit

Autor: C. Gebhard, G. Voigt-Müller

Bildrechte: Roy Singer; Presse- und Informationsamt der Bundesregierung: Marvin Ibo Güngör, Matthias Balk, Steffen Kugler, Jesco Denzel, Philipp Guelland, Sandra Steins

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