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Technische Glanzleistung bei Luxemburgs Thronübergabe

Über drei Tage liefen bei TV Skyline in der zentralen Remote-Regie im Ü7 die Signale von 12 Veranstaltungsorten und 134 Kameras zusammen. Das Ergebnis war eine Produktion der Superlative.



©TV Skyline

Am Champ de Glacis.

Show-Event der Extraklasse

Die große Party, die am Samstagabend in Luxemburg Stadt auf dem Champ de Glacis und der Großherzogin-Charlotte-Brücke stattfand, bildete nicht nur aus technischer Sicht den Höhepunkt der Veranstaltung.

©TV Skyline

Diverse Kräne waren im Einsatz.

Auf einer großen Showbühne fanden Darbietungen statt, und zahlreiche Prominente säumten die Brücke und roten Teppich. »Dafür hatten wir noch einmal alles an Technik aufgefahren. Mit insgesamt 40 Kameras inszenierten wir diese große Show« erläutert Julian Reeh.

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Auch eine Drohnenshow fehlte nicht.

Drohnen, Steadicam, eine Towercam und ein statischer Kran, sowie PTZ-Kameras, iPhones, eine Beautycam und Dolly-Kameras lieferten die Bilder für diese Mega-Show zu. Der Ü11, der an der Brücke platziert war, produzierte und lieferte diese Bilder dann an den Ü7 zur Distribution zu.

Eine Drohnenshow bildete den Höhepunkt dieser großen Party.

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Die beleuchtete Großherzogin-Charlotte-Brücke.

»Die Verbundenheit zwischen der großherzoglichen Familie und der Bevölkerung war an jeder Stelle dieser Produktion spürbar«, resümiert Kis. »Diese besondere Stimmung visuell einzufangen, war unsere größte Herausforderung.«

Übertragungstechnik: Glasfaser, Funk und mehr

Für die Bildübertragung der Kameras setzte TV Skyline auf einen Mix verschiedener Technologien. »Wo immer möglich, haben wir auf kabelgebundene Glasfaserverbindungen gesetzt – die bieten einfach die stabilste und qualitativ beste Übertragung«, erklärt Reeh. Doch gerade in der verwinkelten Altstadt war dies nicht überall realisierbar.

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Showelemente, perfekt in Szene gesetzt.

Hier kamen moderne Funktechnologien zum Einsatz. »Wir haben mit verschiedenen Frequenzbereichen gearbeitet und auch ein privates 5G-Netzwerk aufgebaut. Das nutzten unter anderem fünf iPhone-Kameras und eine Beauty-Kamera, die einen Kilometer entfernt war«, so Reeh.

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Mobile Einsätze.

Besonders kritisch war die Frage der Latenz – der Verzögerung bei der Bildübertragung. Aufwändige Tests im Vorfeld stellten sicher, dass alle Übertragungswege synchron liefen.

Kommunikation für 184 Mitarbeiter

Die Koordination von 184 Mitarbeitern über die gesamte Vorbereitungs- und Produktionszeit hinweg erforderte ein ausgeklügeltes Organisationssystem. Die Kommunikation zwischen allen Beteiligten lief über ein Riedel-Intercom-System mit mehreren Kanälen.

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Kommunikation spielte eine zentrale Rolle.

»Jedes Team hatte seinen eigenen Kanal, aber die Regisseure und technischen Leiter waren auf einem Master-Kanal verbunden, über den in Echtzeit koordiniert wurde«, beschreibt er das System. Zusätzlich gab es einen Backup-Kommunikationskanal für den Fall eines Systemausfalls.

Die 184 Personen waren dabei in verschiedene Teams aufgeteilt: Kameraleute, Tonassistenten, Beleuchter, Techniker für die Übertragungsstrecken, Rigger für die Kabelverlegung, Sicherheitspersonal und Koordinatoren. »Jeder hatte seine klar definierte Rolle, und wir hatten im Vorfeld mehrere Durchläufe gemacht, um sicherzustellen, dass jeder weiß, was in welcher Situation zu tun ist«, betont Reeh die Bedeutung der Vorbereitung.

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Die TV Skyline Cloud Interkom Lösung unterstützte die herkömmliche Interkomstruktur und konnte auch an abgelegenen Orten Aufnahmeleiter jederzeit ins das Gesamtkonzept integrieren.

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Flight Cases waren dezent platziert.

Sicherheit auf höchstem Niveau

Die Anwesenheit internationaler Königshäuser, Staatsoberhäupter und hochrangiger Regierungsvertreter machte die Sicherheit zu einem zentralen Aspekt der Produktion. »Wir stimmten uns eng mit den luxemburgischen Sicherheitsbehörden und auch mit den Sicherheitsdiensten der angereisten Staatsgäste ab«, erklärt Reeh.

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Ausblick

Würde TV Skyline bei einer zukünftigen royalen Großproduktion etwas grundlegend anders machen?

©TV Skyline

Hoch hinaus: Scorpio-Kran.

»Die Grundstruktur würden wir sicher so beibehalten«, sagt Reeh. »Aber die Technologie entwickelt sich rasant weiter, und beim nächsten Mal sind dann vielleicht noch mehr drahtlose Übertragung und cloudbasierte Lösungen im Einsatz.«

Auch das Thema KI-gestützte Bildoptimierung und automatische Kamerasteuerung sieht Reeh als zukunftsweisend: »Wir experimentieren bereits mit Systemen, die automatisch die optimale Kameraposition wählen oder die Bildqualität in Echtzeit optimieren. Bei der nächsten großen Produktion werden solche Technologien vermutlich eine größere Rolle spielen.«

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Unterwegs zur nächsten Produktion.

Fazit

Nach einen Wochenende Live-Produktion, 134 Kameras und 184 beteiligten Personen bleibt vor allem eines: Die Erinnerung an ein historisches Ereignis, das TV Skyline fehlerfrei produzierte. »Laurent Schiltz und sein Team haben einen tollen Job abgeliefert. Das ist keine Selbstverständlichkeit, zumal alle anderen Produktionen bei uns unvermindert weiterliefen. Dafür sind wir sehr dankbar«, bilanziert Robert Kis.

Seite 1: Produktionskonzept, Eckdaten
Seite 2: Kameratechnik
Seite 3: Übertragung, Kommunikation, Sicherheit

Autor: C. Gebhard

Bildrechte: TV Skyline

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