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Warum der richtige Workflow wichtiger ist als das beste KI-Modell

Wie gehe ich mit KI um? Wo hilft sie mir wirklich? Und wie baue ich das Ganze so zusammen, dass es nicht mehr Zeit kostet, als es spart? Sam Bacon von Adobe hat Antworten.


Trial and Error ist kein Fehler – es ist die einzig sinnvolle Methode

Auf die Frage, wie man als Kreativer diese Fülle an Werkzeugen überhaupt sinnvoll bewerten und nutzen kann, ist Sam Bacons Antwort ganz einfach: ausprobieren. Wer bereit ist, Workflows zu testen, anzupassen und bei Bedarf wieder zu verwerfen, wenn etwas Besseres kommt, wird langfristig profitieren, so Sam Bacon. Wer auf das perfekte Setup wartet, wird hingegen nie anfangen.


Sam Bacon von Adobe über Kreativität und KI.
Kommerzielle Sicherheit

Ein Aspekt, den viele kleinere Creator_innen im Alltag nicht auf dem Schirm haben, der aber erhebliche praktische Konsequenzen haben kann: Nicht jedes KI-Modell ist kommerziell sicher nutzbar. »Adobe hat seine Firefly-Modelle aber von Anfang an ausschließlich mit lizenzierten und gemeinfreien Inhalten trainiert. Das ist eine bewusste Entscheidung, die Nutzer_innen eine wichtige Garantie gibt: Wer mit Firefly generiert, muss keine Copyright-Probleme bei der kommerziellen Nutzung fürchten«, betont Sam Bacon.

Bei anderen Modellen, auch solchen, die über Drittanbieter in Adobes eigene Plattform integriert werden können, sieht das anders aus. Sam Bacon sagt: »Wer nicht genau weiß, womit ein Modell trainiert wurde, sollte es allenfalls für die Ideenfindung nutzen – nicht für finale Produktionen, die kommerziell verwertet werden.« Für Creator_innen sei das essenziell, »schließlich tragen sie die rechtliche Verantwortung für die Inhalte, die sie verwenden«, so Bacon.

Firefly Boards und vernetzte Workflows

Sam Bacon ging in ihrem Vortrag auf den Ansatz eines durchgehenden, vernetzten Workflows ein: Er beginnt im Adobe-Kosmos mit Firefly Boards – einem Bereich, der Kreativen mit KI helfen soll, Ideen zu finden, Dinge auszuprobieren und Konzepte zu entwickeln.

©Nonkonform

Adobe bietet mit Firefly Boards eine einheitliche Entwicklungsumgebung.

Von dort geht der Workflow dann nahtlos in die klassischen Adobe-Applikationen über, die die meisten Kreativen ohnehin täglich nutzen: Premiere Pro, Photoshop, After Effects.

Der Gedanke hinter der vernetzten Workflow-Idee ist simpel: Wer sich ständig mit neuen Programmen und Plattformen auseinandersetzen muss, verliert viel Energie, die besser aufgehoben ist, wenn sie in den kreativen Prozess fließt. Adobe will das mit einer einheitlichen Arbeitsumgebung verhindern.

Skalierbarkeit ist keine Frage des Budgets, sondern der Struktur

Ein Gedanke aus Bacons Vortrag, der besonders für kleine und mittelgroße Creator_innen relevant ist: Skalierbarkeit ist keine Frage des Budgets, sondern von Struktur.

»Wer seinen Workflow so aufbaut, dass Variationen, Anpassungen und Wiederverwendung von Assets von Anfang an mitgedacht sind, kann mit KI-Tools einen echten Hebel nutzen«, betont Sam Bacon.

Schweizer Taschenmesser und Alleskönner

Mit KI werden Creator_inen zu Alleskönner_innen – zumindest potenziell. »Denn wer früher Editor_in war, muss heute auch Grading beherrschen, Audio am besten auch noch, und Social Media, KI-Prompting und Workflow-Design wären auch nicht verkehrt«, beschreibt Sam Bacon. Das bedeutet aber nicht, dass Spezialist_innen verschwinden, so Bacon. Sie differenziert: »Es wird immer eine Mischung aus Generalist_innen und Spezialist_innen geben. Aber die Nachfrage nach Kreativen, die KI-Tools souverän in einen breiten Workflow integrieren können, wächst. Wer diese Fähigkeit heute entwickelt, baut einen echten Wettbewerbsvorteil auf.«

©Nonkonform

Was mit Jobs passieren wird

Was geschieht mit Jobs, die KI zunehmend übernehmen kann? Kameraleute, die weniger Aufträge bekommen, Synchronsprecher_innen, die fürchten, dass ihre Stimmen geklont werden, VFX-Spezialist_innen, deren Arbeit durch generative Tools substituiert wird. All das ist schon Realität. Sam Bacon sagt dazu: »Transformation bedeutet immer, dass Dinge wegfallen, aber auch, dass Neues entsteht. Das war bei jeder großen technologischen Veränderung so.«

Sie ist sich sicher: »KI verändert die Kreativbranche grundlegend – aber nicht so, dass menschliche Kreativität überflüssig wird. Sie verändert, wo und wie diese Kreativität eingesetzt wird. Die eigentliche kreative Arbeit – das Entscheiden, das Bewerten, das Erzählen – das bleibt menschlich.«
Seite 1: KI und Workflow
Seite 2: Sicherheit und Skalierbarkeit

Autor: C. Gebhard

Bildrechte: Nonkonform

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