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HDV: Neues Consumer-HD-Format

Canon, Sharp, Sony und JVC haben einen gemeinsamen Vorschlag für die Basis-Spezifikationen eines neuen High-Definition-Formats für den Consumer-Bereich vorgelegt.
B_0503_JVC_HDCC_wJVC prescht vor: Der neue Consumer-HD-Camcorder bietet HD auf DV-Bändern. Er nimmt das HDV-Format schon vorweg.

Das neue Consumer-HD-Format trägt den vorläufigen Namen »HDV« und sieht die Aufnahme und Wiedergabe von High-Definition-Video mit einer DV-Videokassette vor. Die Auflösung soll dabei wahlweise auf 1080 oder 720 Zeilen einstellbar sein. »HDV« soll aus Herstellersicht dazu beitragen, die Entwicklung von HD-Produkten für den Endverbraucher zu vereinheitlichen. Die vier Unternehmen planen, die Festlegung der Spezifikation des Formats bis September 2003 ab zu schließen.

In Japan hat die Einführung der digitalen HD-Fernsehübertragung via Satellit im Dezember 2001 die Erwartungen der Verbraucher hinsichtlich hochauflösender Fernsehbilder erhöht. Für Dezember 2003 ist die digitale terrestrische Ausstrahlung in HD geplant, wovon zusätzliche, starke Impulse erwartet werden. Die Tendenz zu HD auf der Consumer-Seite zeigt sich in Japan und den USA auch in den steigenden Verkaufszahlen von High-Definition-Fernsehgeräten. HD-Videorecorder im D-VHS-Format sind dort schon verfügbar, auch das Blu-ray-Format soll schon bei der Markteinführung auch HD beherrschen.

Da HDV das selbe Kassettenformat, die selbe Bandgeschwindigkeit sowie den selben Spurabstand verwendet wie das Consumer-Videoformat DV, können bei der Geräteproduktion zahlreiche mechanische Teile, nahezu das gesamte Laufwerk, vom DV-Format übernommen werden. Zudem wird es dadurch für die Hersteller möglich, HDV-Produkte zu entwickeln, die mit DV kompatibel sind.

Beim HDV-Format werden sowohl die Video- als auch die Audio-Daten bei der Aufzeichnung mittels MPEG-Encoding komprimiert. Für Videosignale ist eine Kodierung gemäß MPEG-2 jeweils über mehrer Bilder hinweg vorgesehen (Interframe Compression), was die Aufzeichnung und Wiedergabe von HD-Video mit einer Datenrate erlaubt, die der des DV-Formats entspricht, wo ja jeweils nur innerhalb eines Bildes komprimiert wird (Intraframe Compression). Audiosignale sollen dem HDV-Vorschlag nach mit einer Abtastfrequenz von 48 kHz und 16-Bit-Quantisierung digitalisiert und gemäß MPEG-1 Audio Layer II komprimiert werden.

Ein erstes Gerät, das quasi schon im HDV-Format arbeitet, obwohl dieser Standard noch gar nicht verabschiedet ist, stellte JVC zur NAB2003 vor. Weitere Infos dazu finden Sie hier.

Weitere technische Eckdaten des geplanten HDV-Formats können Sie als PDF-File herunterladen. Klicken Sie dazu bitte hier.

Autor: red

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