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Oscar-Nominierung für »Die Fälscher«

In der Kategorie »Fremdsprachiger Film« ist die deutsch-österreichische Koproduktion »Die Fälscher« für den Oscar nominiert.

»Die Fälscher« entstand als Koproduktion von Magnolia Film in Hamburg, der Aichholzer Filmproduktion in Wien und Studio Babelsberg in Potsdam. Die Dreharbeiten hatten im Frühjahr 2006 in Babelsberg, Monte Carlo und Wien stattgefunden. Der Regisseur Stefan Ruzowitzky schrieb das Drehbuch nach den Erinnerungen des Zeitzeugen Adolf Burger.

Ruzowitzkys Film schaffte es nun als einer von fünf Filmen in die Endauswahl für den Auslands-Oscar, für den sich insgesamt 63 nicht englischsprachige Produktionen beworben hatten. Neben »Die Fälscher« sind im Rennen: der Israeli Joseph Cedar mit »Beaufort«, der Kasache Sergei Bodrow mit »Mongol«, der polnische Altmeister Andrzej Wajda mit »Katyn« und der Russe Nikita Mikhalkov mit »12«. Damit sind die Träume vom Oscar für Fatih Akins »Auf der anderen Seite« geplatzt.

Die Geschichte von »Die Fälscher« beruht auf realen Ereignissen aus der Zeit des Nationalsozialismus: Im Konzentrationslager Sachsenhausen wurden Häftlinge gezwungen, US-Dollars und englische Pfundnoten zu fälschen, um die britische Wirtschaft zu schwächen.

DoP Benedict Neuenfels und Regisseur Stefan Ruzowitzky drehten 20 Tage auf dem Filmgelände in Babelsberg, wo Teile des KZ Sachsenhausen rekonstruiert wurden. Die Postproduction fand ebenfalls bei Studio Babelsberg statt. Dabei wurden unter anderem auch das Sound-Design, Foleys und die finale Mischung von der Crew um Mischtonmeister Tobias Fleig und die Sound-Designerin Tatjana Jakob in Babelsberg realisiert. Die Musik hat Marius Ruhland aus München komponiert.

Karl Markovics spielte die Hauptrolle (Sorowitsch), August Diehl einen der Fälscher (Burger). Weitere Rollen wurden von Devid Striesow (Nazi-Scherge Herzog), August Zirner (Häftling Dr. Klinger) sowie von Marie Bäumer (Aglaia) und Dolores Chaplin (die Rothaarige) als Gäste übernommen.

»Mit dieser Nominierung hat nach »The Pianist« und »Der ewige Gärtner« erneut ein Film Made in Babelsberg die großartige Chance, den international begehrtesten Filmpreis zu erhalten. Für uns ist diese Anerkennung ein Grund mehr, uns auch weiterhin mit all unseren Kompetenzen für deutsche und europäische Kinofilme zu engagieren«, erklärt Studio-Babelsberg-Vorstand Christoph Fisser und erläutert, dass »ein Teil der Finanzierung für die Produktion «Die Fälscher« aus Referenzmitteln der Filme »The Pianist«, »In 80 Tagen um die Welt« und »Sahara« realisiert werden« konnte.

An der Finanzierung des mit 4,2 Millionen Euro budgetierten Projekts waren neben Studio Babelsberg Motion Pictures auch ZDF und ORF beteiligt. Gefördert wurde das Projekt von der Film Förderung Hamburg, dem Medienboard Berlin-Brandenburg, dem Film-Finanzierungs-Fonds Hessen-Invest, der FFA, dem Österreichischen Filminstitut, dem Filmfonds Wien, dem Land Oberösterreich und dem Land Niederösterreich.

Technische Oscars

Eine Meldung über die sogenannten »technischen Oscars«, bei denen die Preisträger schon feststehen und unter denen sich in diesem Jahr zahlreiche Preisträger aus Deutschland befinden, finden Sie hier.

Autor: red

Bildrechte: Petro Domenigg

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