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Berlinale 2016: zu 95 % durchdigitalisiert

In den letzten sechs Jahren konnten sich die Internationalen Filmfestspiele Berlin – nicht zuletzt durch die Unterstützung der Digital-Cinema-Partner – zu einem technologischen Vorreiter unter den Filmfestivals entwickeln. So wurden im Zuge der Digitalisierung des Kinos seit 2010 sukzessive alle Berlinale-Kinos per Glasfasernetzwerk mit dem Film Office der Berlinale verbunden, es wurde ein vollkommen neuer Workflow für die Prüfung und Verwaltung der angelieferten Filme etabliert und ein zentrales Speichersystem mit mehr als einem Petabyte Speicherplatz für Filmdaten eingerichtet.

Auch 2016 setzt die Berlinale diese Entwicklung fort und wird dabei erneut von Colt Technology Services, Rohde & Schwarz DVS, Arri, Dolby, Barco und Aspera unterstützt.

Eine einschneidende Neuerung ist dabei die noch intensivere Nutzung der Datenübertragungs-Software Faspex von Aspera. In Kombination mit einer 10-Gbps-Anbindung von Colt ermöglicht die Software den Filmproduktionen aus aller Welt die direkte Anlieferung der Filmdaten auf die Berlinale-Server. Ein zeitaufwändiger Versand der im Schnitt 180 GB großen DCPs (Digital Cinema Packages) auf Festplatten ist dadurch nicht mehr nötig.

Das Berlinale Film Office konnte diese Technologie bereits für die Auswahlsichtungen zur 66. Berlinale nutzen und im Vorfeld über 100 Filme im DCP-Format sicher via Internet empfangen.

Mehr als 95 % der mehr als 2.500 Vorführungen des Veranstaltungsjahres 2016 werden digital im DCP-Format gezeigt – analoge Vorführungen finden nur noch vereinzelt und überwiegend in den Sektionen Retrospektive und Hommage statt. Eine rasche Entwicklung: Erst vor drei Jahren, während der Berlinale 2013, hatte die Vorführung von DCPs die 50-%-Hürde genommen.

Weitere Neuerungen

Im Berlinale-Palast ist das Festival dank der Unterstützung von Dolby auf Filmvorführungen im immersiven Soundformat Dolby Atmos vorbereitet.

Ein weiterer Meilenstein ist in diesem Jahr der Einsatz eines 4K-Laser-Projektors von Barco im Friedrichstadt-Palast. Die neue Laser-Technologie ermöglicht es der Berlinale, die 22 m breite Leinwand mit besonders kontrastreichen und hellen Bildern zu bespielen.

Der Festivaldirektor dankt

»Die Unterstützung der Technik-Partner ist von besonderer Bedeutung für die Berlinale. Sie ermöglichen es dem Festival, zur Distribution und Projektion von Filmen auf neueste Technologie zurückgreifen zu können«, kommentiert Festivaldirektor Dieter Kosslick.

 

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Autor: red

Bildrechte: Berlinale (1), Nonkonform (2)

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