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Mehr Effizienz!

Schneller und effizienter arbeiten zu können, wünscht sich wohl jeder, der im Arbeitsleben steht: Sei es, um dadurch schneller die Welt zu retten — oder einfach nur, um sich früher in den Feierabend oder ins Wochenende verabschieden zu können.
Mehr Effizienz

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Kein Wunder also, dass einem dieses Thema auch bei der IBC an ganz unterschiedlichen Stellen begegnet: Immer scheint es darum zu gehen, Abläufe zu optimieren oder Prozesse zu vereinfachen — gleichgültig, ob das nun am Filmset, in der Postproduktion oder in den Technikabteilungen der Broadcaster ist.
 
Alles soll schnell, möglichst einfach und automatisiert vonstatten gehen. Alles muss Zeit und Arbeit sparen. Das wirft aber auch Fragen auf: Was geschieht mit der gesparten Zeit? Geht es auch mal darum, etwas Schönes, Künstlerisches zu machen — und wusste in diesem Zusammenhang nicht schon Karl Valentin: »Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.«
 
So oder so: Im Arbeitsleben der meisten Menschen geht es vorrangig um Effizienz. Und um diese möglich zu machen und zu vergrößern, gibt es unterschiedlichste Tools: Soft- und Hardware spielen dabei heute oft die wichtigste Rolle. So sollen dafür sorgen, dass wiederkehrende Aufgaben, aber auch Abläufe, die sich leicht automatisieren lassen, von Maschinen, Programmen und Algorithmen übernommen werden. Das greift mittlerweile schon in vielen Gewerken, wenngleich die Medienindustrie noch ein Stück davon entfernt ist, fabrikähnliche Optimierungsgrade zu erreichen, wie sie etwa in der Automobilindustrie schon Realität sind.
 
Ansätze hierfür gibt es aber auch im Kommunikations- und Medienbereich. Wer etwa in der ein oder anderen Hotline schon das Gefühl hatte, nicht mehr mit einem Menschen zu sprechen, sondern mit einem schwer greifbaren, undefinierbaren »Etwas«, ist vielleicht an einen Chat-Bot geraten, der die sogenannte Kommunikation mit dem Kunden übernommen hat.
 
Diese Art künstlicher Intelligenz oder kognitiver Systeme wird in Zukunft wohl auch in anderen Systemen und Lösungen eine immer wichtigere Rolle spielen – um etwa das, was der Störfaktor Mensch in den unterschiedlichen Gewerken verbocken könnte – möglichst von vornherein zu verhindern.
 
Die Industrialisierung 4.0 macht eben auch vor der Medienindustrie nicht halt, so das Resümee einiger Panels und Diskussionen der diesjährigen IBC. Broadcaster sehen hierin die Chance, sich fit zu machen für die Zukunft. Sie ahnen es: mit effizienteren Workflows, niedrigeren Personalkosten und höherem Output. Aber mit immer weniger Kunstanspruch, denn die Kunst macht halt einfach zu viel Arbeit.
 
Sie werden sehen.

Autor: C. Gebhard, G. Voigt-Müller

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