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Ausstieg in Babelsberg

Mit dem Jahreswechsel sind Charlie Woebcken und Christoph Fisser aus dem Vorstand der Studio Babelsberg AG ausgeschieden.

Europas größter Studiokomplex hat seit 1912 eine wechselvolle Geschichte.

Der Ausstieg geschah laut dem Unternehmen »auf eigenen Wunsch und in bestem Einvernehmen«. Der Vorstand besteht nun aus Andy Weltman (Vorsitzender), Andre Bleeker (Finanzen) und Ashley Rice.

Für den Vorstand des US-Eigentümers TPG betonte Andy Weltman, dass Woebcken und Fisser »die Position von Babelsberg als einer der weltweit führenden Filmproduktionsstandorte maßgeblich ausgebaut« haben. Ashley Rice stellte ihre »professionelle Unterstützung … während des Übergangs zur Integration mit Cinespace Studios« heraus.

Brachten Babelsberg international zur Geltung: Carl Woebcken (r.) und Christoph Fisser.

Woebcken und Fisser hatten das 1912 gegründete Traditionsstudio in Potsdam-Babelsberg 2004 übernommen und an die Börse gebracht. Trotz etlicher Aufs und Abs war es ihnen gelungen, das Unternehmen weit über die Grenzen Deutschlands zu profilieren und zahlreiche internationale Großproduktionen in die Medienregion Berlin Brandenburg zu holen. Dazu trugen u.a. die Erweiterungen des Geländes auf 173.000 Quadratmeter mit 21 Ateliers und Außenanlagen wie der nun zweiten »Berliner Straße« bei. Ende 2021 verkauften sie die Studio Babelsberg AG an den US-Immobilieninvestor TPG Real Estate Partners. 2023  wurde das Unternehmen der TPG-Tochter Cinespace Studios zugeordnet. Dank der Potsdamer Ateliers, weiterer in Chicago und Toronto sowie den erst im September 2023 erworbenen EUE/Screen Gems Studios in Atlanta und Wilmington sieht sich Cinespace als »einer der größten Studiobetreiber der Welt«.

2023 war für die deutsche TPG-Dependance allerdings kein erfolgreiches Jahr. So gab es auch scharfe Kritik an den Neu-Babelsbergern: Im August 2023 sagte z.B. Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff (der das Studio vor Woebcken/Fisser für Vivendi leitete) im RBB: »Die Gefahr, dass man das Studio Babelsberg aushungern oder an die Wand fahren will, besteht.« Dem war die Forderung von Weltman nach neuen Förderungen vorausgegangen.

Wie weiter mitgeteilt wird, wollen Woebcken und Fisser der Branche als unabhängige Produzenten treu bleiben. Woebcken wird auch zukünftig als Vorstand Politik des VTFF aktiv sein.

Bildrechte: Studio Babelsberg.

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