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Erneuerung der ORF-Tonregie im Haus des Wiener Musikvereins

Mit Beginn der Konzertsaison 2025/26 verfügt der ORF im Wiener Musikverein über eine modernisierte Tonregie, die vollständig auf IP-basierter Audiotechnologie von Lawo aufsetzt.

Durch diese Erneuerung werden flexiblere Workflows bei Live-Übertragungen möglich, das Klangerlebnis von komplexen Orchesterdarbietungen wird noch präziser eingefangen und die Betriebssicherheit des Mischpultsystems für Live-Übertragungen optimiert. Die störungsfreie Funktion ist bei diesem Regieplatz besonders wichtig, da dort neben zahlreichen während des Jahres stattfindenden Produktionen und Livesendungen auch das besonders prominente »Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker« für ein weltweites Millionenpublikum abgemischt wird.

©Pixabay, geischlaeger0

Die Wahl für die Erneuerung fiel auf ein System der Firma Lawo unter anderem auch deshalb, um die Kompatibilität und Synergien innerhalb der ORF Produktionseinrichtungen zu verbessern. »Das neue System ist nicht nur eine Erneuerung, sondern auch der Einstieg in die neueste Audio-IP-Technologie, die uns bei künftigen Anpassungen und der Anbindung externer Geräte große Flexibilität eröffnet«, so Reinhard Tomek, Projektleiter im Bereich Audiotechnik beim ORF. »Die Integration in Lawos Home-Plattform ermöglicht eine deutlich einfachere Verwaltung, während Schnittstellen zu externen IP-fähigen Systemen jederzeit offenstehen«.

©Reinhard Tomek, ORF

Die erneuerte Tonregie.

Herzstück der neuen Infrastruktur ist ein mc²56 MkIII Produktionsmischpult mit 48 Fadern, betrieben an einem A-UHD Core mit einer Lizenz für 256 DSP-Kanäle. Zwei A-stage80 Stageboxen stellen die Konnektivität bereit, während die Signalarchitektur über Lawos Home-Plattform für IP-basierte Produktionsumgebungen verwaltet wird.

Das mc²56 ist mit der aktuellen Softwareversion 12.2 ausgestattet, die eine Reihe von Weiterentwicklungen beinhaltet. Besonders hervorzuheben ist der neue 7-Band-EQ mit drei dynamischen Bändern, der den Tonmeisterinnen und Tonmeistern bei komplexen Orchesterproduktionen präziseste Klangformungen erlaubt. Hinzu kommen optimierte Kanaldisplays, eine komfortablere Bedienung der Audio-Kreuzschienen über die Home API sowie die Möglichkeit, Bank- und Layer-Umschaltungen direkt über die Faderpanel-Tasten auszuführen. Bereits frühere Releases wie 10.12 und 12.0 haben den Weg zu einer noch engeren Verzahnung von Konsole, DSP und Netzwerk geebnet und dank der Home mc² DSP App auch CPU-basierte Processing-Kapazitäten verfügbar gemacht.

Von besonderem Nutzen ist zudem die vollständige Integration von Waves SuperRack V15. Umfangreiche Waves Plug-in Pakete können über das Laden in den Immersive Wrapper auch für Setups wie 5.1.4, 7.1.4 oder 9.1.4 direkt vom Pult aus genutzt werden. »Die Möglichkeit, Waves-Processing nativ im Pult zu steuern, bedeutet für die Operatoren im Livebetrieb eine erhebliche Vereinfachung«, erläutert Tomek. »Man kann komplexe Klangbearbeitungen direkt in die Workflows integrieren, ohne zusätzliche Workstations oder Umwege.«

©Co Merz

Die Münchner Philharmoniker unter der Leitung von Lahav Shani, hier bei einem Konzert im HP8 in München.

Nach der Inbetriebnahme im August folgte eine von Lawo durchgeführte dreitägige Schulung der Tonmeisterinnen und Tonmeister, bei der die neuen Funktionen praxisnah vermittelt wurden. Am 20. September 2025 feierte die Anlage ihre Premiere beim Eröffnungskonzert der Saison mit den Münchner Philharmonikern unter der Leitung von Lahav Shani. »Für die Kollegen war es trotz der neuen Technik eine ganz normale Produktion – ein gutes Zeichen dafür, dass sich das System intuitiv bedienen lässt und die Umstellung reibungslos verlaufen ist«, resümiert Tomek.

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