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Dokfest-Eröffnung am 6. Mai

Das 41. Dokfest München feiert am 6. Mai im Deutschen Theater Eröffnung mit »Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war«.
©Herbert List/Magnum Photos/OSTKREUZ Archiv

Das 41. Dokfest München feiert am 6. Mai im Deutschen Theater Eröffnung mit »Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war«.

Der hybride Film von Regina Schilling verbindet Spielszenen und dokumentarische Elemente. Die vielfach preisgekrönte Schauspielerin Sandra Hüller verkörpert die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926 – 1973). Der Film feiert seine Weltpremiere beim Dokfest München. Deutschlandweit ins Kino kommt er am 25. Juni, dem 100. Geburtstag Ingeborg Bachmanns.

In einer poetischen Spurensuche lässt Regisseurin Regina Schilling das Publikum dem Entstehen von Kunst beiwohnen: Sandra Hüller nähert sich dem Leben von Ingeborg Bachmann an einem imaginären Tag und verleiht ihren Worten eine eindringliche körperliche Präsenz. In einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Spielszenen, Archivschätzen, Interviews und Bachmanns eigenen Texten durchmisst der Film die zentralen Lebensphasen der Autorin – von der Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu den letzten Tagen in Rom. Der Weg ist gezeichnet von ihren komplizierten Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch und einem unnachgiebigen Ringen um eine eigene, radikale Sprache zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen.

©Dokfest

Adele Kohout (Festivalleitung).

Adele Kohout (Festivalleitung): »Die formalen und ästhetischen Möglichkeiten des Dokumentarfilms sind äußerst vielfältig und Regina Schillings hybrider Film lotet sie mit großer Wirkung aus. Dank der starken schauspielerischen Präsenz von Sandra Hüller bringt uns der Film Ingeborg Bachmann als Person auf besondere Weise nahe und bietet einen Zugang zu einem Œuvre, das bis heute relevant und prägnant ist. Die Filme unseres diesjährigen Festivalprogramms greifen viele ihrer Themen auf, erzählen von Einsamkeit und Verbundenheit, von zwischenmenschlichen Beziehungen, von Erfahrungen, die über Generationen hinweg wirken, und fragen nach dem Einfluss politischer Entwicklungen auf unser Zusammenleben. ‚Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar‘, ein bekannter Satz Bachmanns, könnte dieses Jahr als Motiv über unserem Festival stehen. Denn der künstlerisch wertvolle und gesellschaftlich relevante Dokumentarfilm lässt uns genauer hinsehen, sowohl auf unsere Welt als auch aufeinander. Wir freuen uns, mit diesem passenden Auftakt ins 41. Dokfest München zu starten.«

©Dokfest

Vom 6. bis zum 18. Mai findet das Dokfest statt.

Die Regisseurin Regina Schilling, geboren 1962, lebt und arbeitet in Köln und Berlin. Ihre vielfach preisgekrönten Dokumentarfilme hat sie gemeinsam mit der Produktionsfirma zero one film realisiert. Sie gewann unter anderem den Deutschen Fernsehpreis, zwei Grimme-Preise und den 3sat-Dokumentarfilmpreis bei der Duisburger Filmwoche. Zu ihren Filmen gehören »Kulenkampffs Schuhe« (2018), »Igor Levit – No Fear« (2022), »Geschlossene Gesellschaft – Der Missbrauch an der Odenwaldschule« (2011) und »Bierbichler« (2007). Ihr neuestes Werk ist eine deutsch-österreichische Koproduktion zwischen Zero One Film und Navigator Film. Der Film kommt im Verleih von Weltkino ins Kino.

»Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war« läuft in der Reihe »HerStory – Sieben Filme über furchtlose Frauen«, einer der 16 thematisch gegliederten Reihen des 41. Dokfest München. Regina Schilling ist mit ihrem Film außerdem nominiert für die Viktoria Dokinternational Main Competition, den Preis des Internationalen Hauptwettbewerbs des Festivals. 

Beim 41. Dokfest München sind rund 100 Filme in Münchner Kinos zu sehen. Das Festival beginnt am Mittwoch, 6. Mai, und endet am Montag, 18. Mai, mit einer Finissage. Online und deutschlandweit sind die Filme beim Dokfest München @home vom 11. bis 25. Mai zu sehen.

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