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Praxistest: Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Mit der Pocket Cinema Camera stellte Blackmagic vor gut fünf Jahren eine seiner ersten Kameras vor. Jetzt ist der Nachfolger verfügbar: die Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K. film-tv-video.de hat sie getestet.





Bildeinstellungen und Qualität

Vier ProRes- und drei Raw-Optionen stehen zur Verfügung.

Vier ProRes– und drei Raw-Optionen stehen zur Verfügung. Für dokumentarische Formate mit viel Material ist ProRes LT schon fast etwas üppig, in LT braucht man in UHD doch 256 GB für 92 Minuten. In normalem ProRes, das den besten Kompromiss aus Qualität und Datenrate bietet, kann man 64 Minuten aufnehmen. Bei unkomprimiertem Raw fasst eine 256-GB-Karte dann noch 17 Minuten, in Raw-4:1 41 Minuten. In ProRes gibt es drei Modi zur Aufzeichnung des Bildkontrastes. Der Log-Modus heißt »Film«, Rec709 heißt »Video« und dann gibt es noch, als Variante dazwischen, »Extended Video«. Letzteres vermag es, fast den ganzen Kontrastumfang bei einer Rec.709-ähnlichen Farbgebung und Kontrastverteilung aufzunehmen.

Es empfiehlt sich immer »Extended Video« zu wählen, wenn Log nicht gefragt ist.

Egal für welche Zwecke, es empfiehlt ich immer »Extended Video« zu wählen, wenn Log nicht gefragt ist, denn die gewonnene Dynamik ist deutlich sichtbar. Der Modus ist ein guter Kompromiss aus Blendendynamik und natürlichen Farben. Bei der Bildqualität kann die PCC4k voll punkten. In den Grundeinstellungen liefert sie saubere, scharfe Bilder. Selbst Wasserwirbel oder Blätter im Wind blieben bei ProRes 422 ohne merkbare Kompressionsartefakte. Auch das Verhalten bei Highlights hat Blackmagic hier gut in den Griff bekommen.

Log-Modus (Oben), Extended Video-Modus (Mitte) und Videomodus (unten) im Vergleich.

Generell ist das Bild eher weich als überschärft, gerade verglichen mit der Sony FS5 oder GH5. Wem das zu wenig ist, der kann im Menü das »Detail Sharpening« auf Medium oder High einstellen. Der Rolling Shutter scheint etwas stärker zu sein als bei der GH5, ist aber noch als gut einzustufen. Auch die Zeitlupen in 4K in 60p und HD in 120p sind scharf und reichen für epische Effekte bei Aufnahmen mit Menschen. Bei 120p nimmt die Kamera nur mit einem 2/3-Zoll-Sensor auf. Dieser »Windowed Mode« kann nicht auf das etwas größere 16mm-Format angepasst werden. Dennoch können so S16mm-Objektive oder sogar 2/3-Zoll-Zooms verwendet werden. Bei letzteren wird die chromatische Aberration aber ein Problem werden.

 

 

Seite 1: Die Eckdaten
Seite 2: Anschlüsse und Handhabung
Seite 3: Menü/Display, Außen, ISO und Lowlight mit Videos
Seite 4: Bildeinstellung, Qualität
Seite 5: Ton, DaVinci Resolve
Seite 6: Für wen, Fazit

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Autor: Christoph Harrer

Bildrechte: Christoph Harrer, Nonkonform

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