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Praxistest: Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K

Mit der Pocket Cinema Camera stellte Blackmagic vor gut fünf Jahren eine seiner ersten Kameras vor. Jetzt ist der Nachfolger verfügbar: die Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K. film-tv-video.de hat sie getestet.





Für wen?

Viel Kamera für wenig Geld.

Die Blackmagic PCC4K bietet eine hohe Bildqualität zu einem kleinen Preis. Sie ist definitiv eine kleine Filmkamera, mit der man Spielfilme, Imagefilme und Werbespots drehen kann. Der MFT-Sensor reicht aus für schöne Unschärfen und bietet viele Objektivoptionen. Wer Kurzfilme in hoher Qualität drehen will, kann mit etwas Zubehör selbst für große Leinwände produzieren. Sicherlich wird die Kamera in einigen Actionfilmen als Crashcam geopfert werden.

Für dokumentarisches Filmen gibt es Einschränkungen, die sich aber mit Zubehör alle umschiffen lassen. Dann ist es aber auch vorbei mit einer kleinen Kamera. Als B-Kamera für Interviews oder Totalen kann sie selbst ohne Zubehör schon sinnvoll eingesetzt werden. Als Alternative zur DSLR/M empfiehlt sie sich vor allem wegen der besseren Aufnahmeformate, der 12-Bit-Zeitlupe bis 120 Bilder und des XLR-Eingangs. Wer also auf die Fotografie verzichten kann, der wird von der PCC4K mehr haben als von der Panasonic GH5s. Wer nur Videoaufnahme machen will, für den gibt es jetzt meist noch drei Gründe, stattdessen zu einer DLSR/M zu greifen: die niedrige Datenrate, um die Materialflut in Griff zu bekommen; der interne Bildstabilisator oder der Vollformatsensor für maximale Unschärfe.

Fazit

Die Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K ist in dieser Baugröße die bisher ausgereifteste Kamera aus dem Hause Blackmagic Design. Das Menü und die Schaltelemente ermöglichen eine sehr schnelle Bedienung, auch für dokumentarisches Arbeiten. Das Menü ist sinnvoll gegliedert, und man findet auch wegen des großen, scharfen Displays schnell, was man braucht. Die Bildqualität ist hervorragend, und auch bei der Lichtstärke ist die Kamera jetzt in der oberen DSLR-Klasse.

Alle wichtigen Mängel wie fehlende ND-Filter, kein Audio-Limiter und das starre Display lassen sich mit dem entsprechenden Zubehör umgehen. Angesichts der stark gesteigerten Lichtempfindlichkeit und der durchdachten Bedienung ist die PCC4K sicherlich die beste Kamera, die Blackmagic Design momentan auf dem Markt hat. Trotz aller Nachteile – mehr »Filmkamera« gibt es momentan nicht fürs Geld.

Seite 1: Die Eckdaten
Seite 2: Anschlüsse und Handhabung
Seite 3: Menü/Display, Außen, ISO und Lowlight mit Videos
Seite 4: Bildeinstellung, Qualität
Seite 5: Ton, DaVinci Resolve
Seite 6: Für wen, Fazit

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Autor: Christoph Harrer

Bildrechte: Christoph Harrer, Nonkonform

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