3D-Software, 8K, Compositing, Grading, Postproduction, Signaltechnik, Technology: 05.06.2019

Neuer Mac Pro — ab Herbst 2019

Lange Zeit war Sendepause, aber ab Herbst 2019 soll es einen neuen Mac Pro geben.

Apple stellt im Jahr 2019 erstmals wieder einen neuen Mac Pro und ein Profi-Display vor.

Viele Jahre war der Mac Pro die Lieblings-Hardware von Medienschaffenden. Dann hat Apple diesen Markt aber jahrelang stark vernachlässigt. Nun zur aktuellen Entwicklerkonferenz gibt Apple wieder Lebenszeichen: Laut dem Unternehmen ist der neue Mac Pro »eine komplett überarbeitete, revolutionäre Workstation für professionelle Nutzer« und passend dazu gibt es das Pro Display XDR, laut Apple »das beste Pro-Display der Welt«. Beides soll ab Herbst 2019 bestellbar sein.

Neue Technologien, neuer Look.

Die Preise, die Apple aufruft sind — wie üblich — alles andere als günstig. Der neue Mac Pro beginnt laut Apple bei rund 6.000 US-Dollar, das Pro Display XDR beginnt bei rund 5.000 US-Dollar, der Pro-Ständer liegt bei rund 1.000 US-Dollar und der VESA-Mount-Adapter bei rund 200 US-Dollar.

Der neue Mac Pro …

Der neue Mac Pro wurde laut Hersteller für maximale Leistung entwickelt und soll sich sehr flexibel konfigurieren lassen.

… lässt sich ruckzuck ..

Er verfügt über Xeon-Prozessoren auf Workstation-Niveau mit bis zu 28 Kernen, ein leistungsstarkes Speichersystem mit einer Kapazität von 1,5 TB, acht PCIe-Erweiterungssteckplätzen und einer imposanten Grafikarchitektur.

Im gleichen Zuge wird Apple Afterburner vorgestellt, eine Beschleunigerkarte, die die gleichzeitige Wiedergabe von drei 8K-ProRes-Raw-Videostreams ermöglichen soll.

 

… nackig machen.
Leistung für Programme von Blackmagic, Avid und Maxon

Mit bis zu 28 Xeon-Prozessoren, 56 Teraflops Grafikleistung und der Afterburner-Karte ist der Mac Pro sehr leistungsfähig, so Apple. Der Hersteller führt auf:

  • Blackmagic Design bietet mit ProRes 4444 erstmals auf jedem System die vollständige CPU und Multi-GPU beschleunigte 8K-Echtzeitbearbeitung, Effekte und Farbkorrektur.
  • Avid kann die Unterstützung für bis zu sechs HDX-Karten ermöglichen, was zu mehr IO, einer höheren Sprachanzahl und der Verdoppelung der Echtzeit-DSP-Verarbeitung führt.
  • Maxons Cinema 4D bietet im Vergleich zu einer Windows Workstation mit drei Nvidia Quadro RTX 8000 Grafikkarten eine um 20 Prozent schnellere GPU-Renderleistung.
Schnelle Hardware für Editing und Animation: Seit es mit Macht in Richtung 8K geht, ist mehr Power unersetzlich. Mit Afterburner auf dem neuen Mac Pro können Videoeditoren laut Apple bis zu drei Streams von 8K ProRes-Raw-Video und 12 Streams von 4K-ProRes-Raw-Video in Echtzeit dekodieren.
Aus Apple-Sicht der passende Monitor für den Mac Pro: das Pro Display XDR.
Display

Das Pro Display XDR verfügt über ein 32-Zoll-Retina-6K-Display mit P3-Farbraum und 10-Bit-Farbtiefe, 1.600 Nits Spitzenhelligkeit, ein hohes Kontrastverhältnis von 1.000.000:1 und einen extrem breiten Betrachtungswinkel. 

Rechner

Das Design des neuen Mac Pro basiert auf einem Space-Frame aus Edelstahl mit einem Aluminiumgehäuse, das sich abnehmen lässt, um einen 360-Grad-Zugang zum gesamten System zu erhalten.

Verrriegelungsrad und Tragegriffe an der Oberseite.

Der Rahmen bildet die Grundlage für Modularität und Flexibilität und verfügt über Griffe, mit denen der Mac Pro mobil wird. Das Gehäuse verfügt außerdem über ein Gittermuster, um den Luftstrom und den geräuscharmen Betrieb zu optimieren. Für Kunden, die ihren Mac Pro an Editingplätzen oder in Maschinenräumen im Rack einbauen möchten, soll es ab Herbst 2019 auch eine optimierte Version für den Rack-Einsatz geben.

Der Mac Pro verfügt über ein abnehmbares Aluminiumgehäuse, das einen 360-Grad-Zugang zum gesamten System ermöglicht.

Der Mac Pro wurde aus Sicht von Apple für Kunden entwickelt, die höchste CPU-Leistung benötigen – für Workflows wie Produktions-Rendering, das Abspielen Hunderter virtueller Instrumente oder die Simulation einer App auf einem Dutzend iOS-Geräten gleichzeitig. Zusätzlich verfügt er über leistungsstarke Xeon-Prozessoren mit bis zu 28 Kernen und 64 PCI-Express-Lanes für eine hohe Leistung und große Bandbreite. Er verbindet 300 W Leistung mit einem hochmodernen Wärmemanagement, das es dem Prozessor ermöglicht, die ganze Zeit über uneingeschränkt zu arbeiten.

Mit einer Sechskanal-Speicherarchitektur und 12 physischen DIMM-Steckplätzen liefert der neue Mac Pro eine  Speicherkapazität von 1,5 TB, die bisher umfangreichste, die je in einem Mac verfügbar war. Und mit acht PCI Express-Erweiterungssteckplätzen – doppelt so viele wie in der vorherigen Generation des Mac Pro Tower – können Profis ihr System zudem noch anpassen und erweitern.

Drei Lüfter kühlen den Mac Pro.

Für professionelle Nutzer, die 3D-Filme animieren, 8K-Szenen zusammensetzen und komplexe 3D-Umgebungen erstellen, ist die Grafikleistung wichtiger denn je.

Mac Pro Grafikoptionen beginnen mit der Radeon Pro 580X. Der Mac Pro ist verfügbar mit einer Radeon Pro Vega II mit bis zu 14 Teraflops Rechenleistung und 32 GB Arbeitsspeicher mit 1 TB Speicherbandbreite, der höchsten aller GPUs. Er ist aber auch verfügbar mit einer Radeon Pro Vega II Duo, die mit zwei Vega II Grafikprozessoren für 28 Teraflops Grafikleistung und 64 GB Speicher die leistungsstärkste Grafikkarte der Welt ist, so Apple. Der Mac Pro kann zwei MPX-Module aufnehmen, sodass Kunden zwei Vega II Duos für 56 Teraflops Grafikleistung und 128 GB Videospeicher verwenden können.

Das Apple MPX Modul bietet Thunderbolt Integration und über 500 W Leistung, beides Neuerungen für jede Grafikkarte. Und für leisen Betrieb wird das MPX-Modul durch das Wärmemanagement des Mac Pro Systems gekühlt.

Der neue Mac Pro kommt mit Afterburner mit einem programmierbaren ASIC, das bis zu 6,3 Milliarden Pixel pro Sekunde dekodieren kann. Mit Afterburner können Videoeditoren, deren Kameras für die einfache Bearbeitung eine Konvertierung von nativen Dateiformaten in Proxies erfordern, nun native Formate direkt von der Kamera aus verwenden und bis zu drei Streams von 8K ProRes-Raw-Video und 12 Streams von 4K ProRes Raw-Video in Echtzeit dekodieren, wodurch Proxy-Workflows praktisch entfallen.