Kamera, Test, Top-Story, Video: 06.11.2019

Praxistest mit Demo-Video: Panasonic S1H

Die DSLM Lumix S1H von Panasonic mit Vollformat-Sensor bietet im Videobereich 6K-Aufzeichnung mit 24p. film-tv-video.de hat sie in der Praxis getestet.



S1H, Panasonic, Kamera, © Sas Kay, Nonkonform
Statusübersicht der Parameter und Modi.
Custom-Menü und Bedienelemente

Zumindest derjenige, der sich mit Panasonic-Geräten wie der GH5 schon auskennt, findet die Menüs und Bedienelemente einigermaßen vertraut, man findet sich schnell zurecht mit der Kamera. Alles ist relativ durchdacht und logisch angeordnet. Zudem kann man die Aufnahmeformate der Kamera im Menü nach Auflösung, Framerate und so weiter sortieren und im Anschluss zusätzlich ein persönliches Menü mit allen als relevant eingestuften Einstellungen erstellen. Zudem kann man in einem Menü festlegen, welche Funktionen man auf die F-Buttons legen will.

Postproduction

Im Schnitt habe ich in DaVinci Resolve bewusst auf die LUT verzichtet, die V-Log zu Rec709 beschneidet, und habe stattdessen meinen hauseigenen RCM-Workflow benutzt.
Und was soll ich sagen: Das Material lässt sich wirklich gut graden, und vor allem bricht auch etwa bei härterem Einsatz von RGB-Kurven das Video nicht gleich auseinander.

S1H, Panasonic, Kamera, © Sas Kay, Nonkonform
Man sollte sich natürlich im Klaren darüber sein, dass man in der S1H ein richtiges Produktionstier vor sich hat.
Fazit

Die S1H hat mich persönlich voll überzeugt. Auch Kleinigkeiten, wie das Pinhole neben dem Stativgewinde, der rote Rec-Rahmen, die Funktionstasten oder der vordere Rec-Knopf zeigen, dass Panasonic hier mitgedacht hat und auf die Nutzer hört.

Man sollte sich natürlich im Klaren darüber sein, dass man gerade mit den S-Objektiven sozusagen ein richtiges Produktionstier vor sich hat. Auf Messen, Hochzeiten und dergleichen geht dies mit Sicherheit irgendwann auf die Ausdauer der Kamerafrau oder des Kameramanns.

S1H, Panasonic, Kamera
Die S1H hat Sas Kaykha persönlich voll überzeugt.

Auf der anderen Seite bringt die Kamera schon alles mit, was man braucht: einen guten Sucher, ein hilfreiches Display, einen leistungsfähigen Akku. Schaut man in die nächsthöhere Kameraklasse, sind dies meist Dinge, die man separat dazukaufen oder erst dranschrauben muss. Insofern haben wir hier also eine voll ausgestattete, kompakte Produktionskamera, die perfekt für Dokus, Werbung und auch szenisches Drehen als B-Cam zur VariCam und dergleichen fungieren kann.

Es bleibt wie immer spannend, welche Hersteller sich noch in diese Nische wagen werden – Canon legt mit der neuen 1D X MkIII mit interner Raw-Aufnahme jedenfalls schon vor. Allerdings sind Codec und Aufnahmeformate nicht alles, wie wir ja bei der S1H von Panasonic wunderbar sehen können: Es geht um das Gesamtkonzept.

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Custom-Menü, Bedienelemente, Postproduction, Fazit

 

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Autor
Sas Kaykha/Nonkonform, Archiv
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