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Kann man mit Prosumer-Kameras Greenscreen-Produktionen umsetzen?

film-tv-video.de hat praktisch ausprobiert, ob man mit Kameras für 2.000 bis 5.000 Euro eine Greenscreen-Produktion umsetzen kann. Das Ergebnis barg durchaus Überraschungen.






Übersicht der Greenscreen-Bilder.

So schlugen sich die Kameras

Den reinen Raw-Vorteil der Blackmagic-Kamera wollten wir auch »herausrechnen« können, also drehten wir zusätzlich auch in ProRes. Damit konnten wie die PCC6K dann auch ohne Raw-Funktionalität mit den anderen Kameras vergleichen.

Es empfiehlt sich beim Greenscreen generell, mit höherer Framerate und oder kürzerer Verschlusszeit zu drehen, wenn man schnelle Bewegungen im Bild hat. Sonst entstehen durch die Bewegungsunschärfe halbdurchlässige Bereiche, die das Keyen erschweren. Hier muss man natürlich auch bei der Auswahl der Kamera überlegen, was genau man vorhat.

Die durch die schnellere Verschlusszeit verlorene Bewegungsunschärfe wird dann in der Post wieder hinzugerechnet.

Während die Blackmagic PCC6K in 4K auch 50P/4:2:2/10 Bit schafft, geht das bei der Panasonic S1H nur im S35-Crop bei 4:2:0. Die GH5 nimmt 4K bei 50P nur in 8 Bit auf. Unser »Vergleichsmodell« A7S2 beherrscht 50P nur in HD. Wählt man diese geringere Auflösung, bieten hier die GH5 und S1H 50P/ 4:2:2/10 Bit.

DaVinci Resolve

DaVinci Resolve enthält Chromakey-Werkzeuge.

Postproduction, erster Überblick

In der Post haben wir das Material sowohl in DaVinci Resolve wie auch in After Effects geladen, hier haben wir mit Keylight gearbeitet.

Adobe, After Effects

Mit After Effects stehen ebenfalls zahlreiche Chromakey-Tools zur Verfügung, unter … anderem auch das Plug-In Keylight.

Die Video-Files sollten vor dem Keyen entrauscht werden, dadurch verbessert sich der Key ungemein. Den Unterschied kann man gut sehen, wenn man in DaVinci den Node und in After Effects die Unterkomposition mit der Entrauschung aus und an klickt, und den Key dabei beobachtet.

After Effects, Keylight

… anderem auch das Plug-In Keylight.

Einen wirklich großen, augenfälligen Unterschied beim Keyen sieht man sofort: 10-Bit-Material kann man sehr viel einfacher bearbeiten, der Key wird auf Anhieb sauberer. Das kann natürlich im Grunde kaum überraschen, ist aber in seiner Deutlichkeit letztlich doch noch unerwartet.

Wenn man die Reihenfolge der anderen Kameras betrachtet: Die Blackmagic-Kamera lieferte auch im ProRes-4:2:2-Format auf Anhieb die besten Ergebnisse. Aber in diesem Format sind die S1H und die GH5 noch dicht dahinter.

Bei der S1H waren wir etwas überrascht, rauschte sie doch deutlich mehr als die Blackmagic und GH5. Allerdings war auch noch nicht die mittlerweile aktuellste Firmware auf der Kamera. Möglicherweise hat sich hier noch etwas verändert.

Die GH5 zeigte im Vergleich zu den beiden »größeren« Kameras mehr Artefakte an den Kanten.

Mit den Files der Sony A7S2 hatten wir — wie erwartet — am meisten zu kämpfen, aber auch hier ließen sich noch ganz ordentliche Keys ziehen — mit viel mehr Aufwand, aber es ging. Wichtigster Faktor ist hier ganz sicher die 8-Bit-Begrenzung.

Bildtechnisch hat es die Blackmagic PCC6K den Testern beim Keyen am einfachsten gemacht: Das Material war leicht und schnell zu Keyen.

Seite 1: Einleitung, Test-Setup, Vorbemerkungen
Seite 2: Preisfrage, Parameter/Einflussgrößen
Seite 3: Balance der Parameter
Seite 4: Kameras und Objektive, Test im Greenscreen-Studio
Seite 5: Zwischenwertung, erste Keying-Ergebnisse
Seite 6: Einzelkritik, Fazit, Danksagung

Autor: Juan García, Sas Kaykha, Nonkonform

Bildrechte: Juan García, Sas Kaykha, Christoph Harrer, Nonkonform, Archiv

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