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Praxistest: DaVinci Resolve 20

DaVinci Resolve punktet mit zahlreichen neuen KI-Features, optimierten bestehenden Funktionen und erweiterten Werkzeugen – Resolve-Experte Christoph Harrer hat die Neuerungen im umfassenden Praxistest unter die Lupe genommen.





©Blackmagic Design

Edit Page.

Fazit

DaVinci bietet in diesem Update wieder eine buntere Mischung an Features, auch wenn die werbeträchtigsten unter dem Buzz-Wort KI stehen – vor allem in der Studio-Version. Dabei sind nicht alle KI-Funktionen schon wirklich nützlich oder bieten eine Zeitersparnis. Beim KI-Voice-Convert werden sich sicherlich die Geister scheiden, denn die Ergebnisse sind durchaus nicht schlecht und besser als viele KI-Stimmen auf YouTube. Eine synthetische Komponente ist den umgewandelten Stimmen aber immer anzuhören, und wegen zahlreicher Artefakte ist Voice Convert nur sehr limitiert einsetzbar, wenn die Klangqualität eine Rolle spielt.

©Blackmagic Design

Cut Page.

Die Funktion Intelliscript-KI, die aus einem Dialogscript automatisch den Dialog schneidet, ist stark verbesserungsfähig. Es gibt zwar ein Ergebnis, das das Script teilweise wiedergibt, aber in der Zeit, die man in Vorbereitung und Nacharbeit steckt, hat man den Dialog schneller selbst geschnitten. Dagegen funktioniert der automatische Schnitt von Multicam-Dateien wesentlich besser, da einfach nur auf den Sprecher und gelegentlich auf die Totale geschnitten wird. Das ist wirklich eine Zeitersparnis und benötigt nur wenig Nacharbeit.

©Blackmagic Design

Fairlight Page.

Mein absolutes Highlight der Studio-Version ist das automatische Mischen einer Timeline mit dem Audio-Assistenten. Selbst wenn man es nur als Rohmischung ansieht, erspart es durch das Aufteilen der Elemente auf einzelne Spuren und ein Mastering sehr viel Zeit. Die Mischungen sind wirklich gut, und durch Presets kann man sich schnell eine erste Mischung erstellen, die problemlos an unterschiedlichste Kunden geschickt werden kann. Selbst die beiden EBU-R128-Mischungen, die ich probiert habe, waren auf den Punkt.

©Blackmagic Design

Fusion Page.

Ebenso super ist das »Checkboard to tracks«-Feature, das Sprecher in einer Aufnahme automatisch auf unterschiedliche Spuren verteilt. Beide Funktionen sparen viel langwierige, manuelle Arbeit. In diese Kategorie gehört auch noch die Music-Edit-KI, die Musik binnen Sekunden zuverlässig auf eine gewünschte Länge kürzt oder verlängert.

Magic Mask v2 und Morph Cut v2 sind noch zwei weitere erfreuliche Verbesserungen und zwei weitere Argumente, dass sich die Studio-Version wirklich lohnt. Für das Lookdesign auf der Color-Seite gibt es neben der Magic Mask v2 diesmal nicht viel Neues. Mit dem Chroma Warper gibt es aber zumindest ein neues Werkzeug, das es schnell erlaubt, Farben und Farbspektren zu isolieren und einfach zu verändern.

Aber auch die kostenlose Variante geht nicht leer aus. Sie profitiert auch von kleinen Details wie dem, dass sich der Hintergrund im Viewer jetzt einfärben lässt, damit keine schwarzen Ränder durchschlüpfen können, oder dass PSD-Dateien endlich in Ebenen im Edit-Fenster geöffnet werden können. Die Custom Guides vereinfachen das Platzieren der Texte im Viewer, und der EQ Matcher erleichtert das Angleichen von Klangqualitätsunterschieden unterschiedlicher Aufnahmen.

Der Autor Christoph Harrer arbeitet bereits seit Jahren mit DaVinci Resolve.

Zudem hat jetzt auch die Cut-Seite ein einfaches, aber praktisches Voice-over-Werkzeug und einen eigenen Mischer. Die Cut-Seite entfernt sich mit all diesen Möglichkeiten langsam in Richtung intuitiver Bedienung wie bei iMovie. Trotzdem ist der Lernaufwand noch gering und angesichts der Funktionsfülle noch ein guter Kompromiss. Das neue Keyframe-Fenster mit dem Curve Editor erleichtert das Arbeiten und Animieren mit Keyframes erheblich.

Es gibt immer etwas zu verbessern, vor allem an der Nutzerfreundlichkeit, doch DaVinci Resolve ist nicht nur das beste kostenlose Schnittprogramm auf dem Markt, Resolve Studio hat alle Mitbewerber mittlerweile weit hinter sich gelassen und ist auch vom Preis-Leistungs-Verhältnis her einzigartig. Die offiziellen Anforderungen an den Rechner sind relativ hoch, vor allem wenn es um die Echtzeitdarstellung von Color-Nodes und Effekten geht – aber mit einem 1000-Euro-Laptop läuft Resolve 20 durchaus.


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Autor: Christoph Harrer

Bildrechte: Christoph Harrer, Blackmagic Design

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