Praxistest: DJI RS 5-Gimbal
Mit dem RS 5 hat DJI einen neuen Gimbal vorgestellt. film-tv-video.de hat ihn getestet.

Daten
Den RS 5 gibt es in zwei Sets: Das »normale« mit nur dem Gimbal und Zubehör für 569 Euro (UVP brutto) sowie die Combo, die zusätzlich noch eine Tasche, das RS Enhanced Intelligent Tracking Module sowie den elektronischen Aktentaschengriff für 719 Euro (UVP brutto) beinhaltet.

Der RS 5 Gimbal hat eine maximale Nutzlast von 3 kg, die von den Vorgängern bekannte automatische »Zusammenklappung« (Automatic Axis Locks) sowie mit Teflon beschichtete Arme. Und hier mache ich auch direkt auf die meiner Meinung nach beste Neuerung aufmerksam: Es gibt jetzt an jeder Achse Rändelschrauben, die ein extrem genaues Ausbalancieren ermöglichen.

Neben der bekannten Dual Layer Quick Release Plate kann die Kameraplatte auch per Schnellverschluss sekundenschnell wieder zum vertikalen Drehen umgebaut werden, indem die horizontale Gimbalplatte einfach um 90 Grad gedreht montiert wird.
Über Bluetooth können Shutter und Digitalzoom von unterstützten Kameramodellen gesteuert werden. Das ist insofern praktisch, als dass man sich jetzt das USB-C-Kabel spart.
Weiterhin neu ist das Fast Charging, welches die Ladezeit gegenüber z.B. dem RS 4 um 60% reduziert. Zusätzlich kann man den Gimbal jetzt per V-Mount oder Powerbanks mit Strom speisen. Die interne Batterie wurde auch verbessert, so soll der RS 5 jetzt 13:45 Stunden laufen, beim RS 4 waren es noch 12.

Neu in der Combo ist der Aktentaschengriff mit Steuerungsoptionen für den Gimbal. Bis auf das Rad sind alle Funktionen auch hier vorhanden.

Die Combo beinhaltet neben der Tasche weiterhin auch das Tracking-Modul.
Dieses ist vom RS 4 bereits bekannt und soll RavenEye ersetzen (tut es nicht).
Per Magnetverschluss wird das kleine Modul am Gimbalarm angebracht. Auch hier braucht man keine Kabelverbindung. Mit seiner integrierten Weitwinkelkamera kann dieses Modul Objekte tracken. Entweder markiert man das Objekt auf dem kleinen Bildschirm am Gimbal oder lässt das Motiv erkennen – das geht jetzt bei Menschen, Autos, Tieren und allen möglichen weiteren Objekten.

Trackt man etwa eine Person, wird diese bis zu 10 Meter weit erkannt. So kann man z.B. einem Interviewpartner durch eine Menschenmenge folgen. Wie auch beim Autofokus von DSLR Kameras merkt sich das Modul die Person oder das Objekt, auch wenn diese mal aus dem Bild verschwinden. Zusätzlich lässt sich das Framing noch einstellen, das dann auch so beim Tracking beibehalten wird.

Interessant ist die virtuelle 4. Achse. Sie wird auf dem Display dargestellt und zeigt an, ob man den Duckwalk richtig macht oder wie ein Hase durch die Gegend springt.
Um auch bei schnellen Bewegungen noch mitziehen zu können, wurde der maximale Motor-Output um 50% erhöht, die Stabilisation läuft in der 5. Generation. Das habe ich beim Test auch direkt gemerkt.
Testvideo des neuen RS 5-Gimbals.
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