Branche: 07.06.2011

DSDS: Superstar-Finale aus den MMC Studios

Wie schon die zehn DSDS-Studio-Shows der 8. Staffel, wurde auch das Finale im Auftrag von Grundy Light Entertainment live aus dem MMC-Studio 30/31 im Kölner Medienzentrum Coloneum übertragen.

B_0611_DSDS_1Sarah Engels auf der DSDS-Bühne im MMC-Studio 30/31.

Bei der HD-Produktion der Final-Show von »Deutschland sucht den Superstar« führte Volker Weicker Regie. Insgesamt wurden dabei 13 Kameras eingesetzt, davon fünf Grass-Valley-Kameras des Typs LDK 8000 auf Pumpstativen, zwei LDK-8000-Handkameras, zwei LDK 8000 mit Abakus-Stadium-Objektiv und 11fach-Objektiv für die Totalen, eine Spidercam und zwei Sportscams. Die Bildsignale wurden in der HD-Regie 11 der MMC an einem Grass Valley Kayenne (3,5 M/E) gemischt.

Zuspielungen erfolgten über einen Summit-Server und eine XDCAM-MAZ, der Highlight-Schnitt über zwei EVS-Server. Für die Aufzeichnung standen acht XDCAM-MAZen zur Verfügung. Der Wiederholungsschnitt wurde in der Edit 5 bei MMC mit Avid-Schnittsystemen realisiert.

Das Bühnenbild realisierte die Ausstattungsabteilung von MMC nach einem Entwurf von Wieder Design. Wie schon bei den Inszenierungen der einzelnen Show-Acts, wurde der hohe Innovationsgrad auch im Bereich der Show-Technik gehalten. So wurde bei der 8. Staffel von DSDS die Medientechnik nochmals massiv aufgerüstet. Die Medien-Bänder der Vorjahre wurden durch eine geschlossene Fläche aus Barco Mitrix-Modulen ersetzt, die hinter der zentralen I-Lite-6 Videowand den gesamten Bühnenhintergrund abdeckte. Seitlich wurde diese Fläche durch vertikal angeordnete Mistrip-Streifen ergänzt.

Die alten Positionen von Band und Kandidatenlounge wurden durch zwei vertikal geteilte und kinetisch auffahrbare O-Lite-Wände besetzt. Durch die drei vorderen LED-Flächen und die dahinter angeordnete Mitrix-Wand wirkte die Bühne noch tiefer als in den vergangenen Jahren. Die O-Lite-Bestückung der Türme und des zentralen Rings oberhalb der I-Lite-Wand blieb weitestgehend unverändert. Die Bespielung aller Flächen erfolgte über Martin-VPUs.

Für den Showlichtbereich zeichnete wie schon in den vergangenen Jahren Manuel da Costa von Mo2 Design verantwortlich. Auch beim Showlicht gab es im Vergleich zum Vorjahr etliche Neuerungen. So wurden die Mistrip-Streifen der Mediendecke im Publikumsbereich durch LED-Stripes ergänzt, die auch hinter und neben der gesamten Tribüne angebracht waren.

Zusätzliche Moving-Lights an Alu-Rohren wurden rund um den gesamten Zuschauerblock positioniert und machten es möglich, das Set aus allen Richtungen aufzunhemen. In der Decke kamen Moving Lights von Martin und Robezum Einsatz. In den beiden Türmen, die eine Moderationsplattform auf der einen und einen Kandidatenbereich auf der anderen Seite beherbergten, wurden flächenbündig und damit unsichtbar GLP-Impressions eingebaut.

Teilweise wurden Balladen hinsichtlich Lichtstimmung auf Club-Atmosphäre reduziert, und dazwischen gab es bombastische Opening-Songs mit Lichtgewitter und spektakulären Laser-Inszenierungen zu sehen. Die komplexe Matrix im Bühnenhintergrund wurde an der unteren Kante von Novaflowern flankiert, ebenso wie die gesamte Mitrix-Wand und die seitlichen Mistrips.

Im Bereich Beschallung und Tontechnik wurde vorwiegend auf dem Vorjahreskonzept aufgebaut. Durch den Wegfall der Live-Band wurde im Bereich des Saaltons aber auf das PM1D-System der Vorjahre verzichtet – stattdessen wurde mit dem von der MMC neu erworbenen Soundcraft Vi1 gearbeitet. Die Zuführung der Signale erfolgte teilweise über die eingebaute Rocknet-Karte und entsprechende Input-Units.

Für den Monitor-Sound wurde auf Basis des letztjährigen Setups wieder ein Yamaha PM1D eingesetzt. Als Havariesystem wurde ein LS 9/16 vorgehlaten, die Anbindung der Systeme erledigte eine DME 64. Für die Einmessung des gesamten Sets wurde mit Smaart Live gearbeitet.

Autor
red

Bildrechte
© RTL / Stefan Gregorowius

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