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»Haunted«: Arte-Dokuserie mit komplettem Blackmagic-Workflow

Mit »Haunted« hat Mineworks Film für Arte ein ungewöhnliches Dokuformat umgesetzt – produziert in 8K und vollständig über den Blackmagic-Cloud-Workflow postproduziert.
©Frank Mirbach

Frank Mirbach, Regisseur und Kameramann der Serie »Haunted«.

Mineworks Film hat für Arte die neue Dokuserie »Haunted« produziert. Das Projekt wurde von Saarländischem Rundfunk (SR) und Hessischem Rundfunk (HR) beauftragt und versteht sich als Neuinterpretation des Arte-Formats »Discoveries«. Im Mittelpunkt steht, wie Volksglauben und Legenden das heutige Leben prägen.

»Die Gespräche begannen 2022, und was letztendlich den Ausschlag gab, war das ungewöhnliche Konzept der Serie, das dem Format „Discoveries“ der Sender neues Leben einhaucht«, so Frank Mirbach, Regisseur und Kameramann der Serie.

©Frank Mirbach

Die Kathedrale von Mende – hier suchten die Menschen Trost und Schutz.

Produktion mit Ursa Mini Pro 12K

Regie und Kamera führte Frank Mirbach. Gedreht wurde von Herbst 2023 bis Sommer 2024 an Schauplätzen in Louisiana, Rumänien und Schottland. Zum Einsatz kam die Ursa Mini Pro 12K von Blackmagic Design, aufgezeichnet wurde in 8K Blackmagic Raw.

©Blackmagic Design

Bei den Dreharbeiten in Rumänien.

»Die kompakte Kamera und das intuitive Bedienkonzept haben den Aufwand für Aufbau und Licht deutlich reduziert«, erläutert Mirbach. »8K Blackmagic Raw bot einen guten Kompromiss zwischen Flexibilität in der Postproduktion und handhabbarer Datenmenge – gerade bei dokumentarischen Drehs mit vielen Locations.«

Postproduktion in der Cloud

Das Team nutzte am Set DaVinci Resolve Studio für Datensicherung und Organisation. Die Medien wurden auf ein SanDisk ProBlade-System sowie einen Blackmagic Cloud Store Mini 8TB kopiert. Von dort standen sie über die Blackmagic Cloud direkt für die Postproduktion in Deutschland bereit.

©Frank Mirbach

Die Postproduktion fand in DaVinci Resolve statt.

Proxys generierte der Blackmagic Proxy Generator automatisch. »Unsere Kamera-Originale wurden auf dem Cloud Store Mini gespeichert, wobei Proxys automatisch mit der Blackmagic Proxy Generator App generiert und dann über Blackmagic Cloud mit den Cuttern in Deutschland synchronisiert wurden«, so Mirbach. »Die Rohschnitte wurden dann in DaVinci Resolve Studio unter Verwendung dieser Proxys zusammengestellt, und wir haben sie nach Fertigstellung des Schnitts erneut mit dem 8K Blackmagic Raw verknüpft, um sie zu graden, fertigzustellen und auszuliefern.«

©Frank Mirbach

Château de la Baume – einst ein Zentrum der Jagd auf die Bestie.

Parallele Workflows

Die Postproduktion lief parallel zum Dreh. Über Blackmagic Cloud Sync und das Projekt-Sharing in DaVinci Resolve konnten Teams an unterschiedlichen Standorten gleichzeitig an denselben Projekten arbeiten. »Wir konnten Szenen austauschen, Feedback direkt im Projekt hinterlassen und so die Abstimmung erheblich beschleunigen«, berichtet Mirbach.

©Frank Mirbach

Im Château de la Baume: Soulier und Poupard rekonstruieren die Ereignisse.

Eine Sequenz im Slains Castle in Schottland zeigt, wie Mineworks Film die Stimmung aufgebaut hat. »Wir haben mit Weitwinkelaufnahmen der vom Nebel verschluckten Ruinen begonnen und diese länger als üblich gezeigt«, sagte Mirbach. »Wir haben bewusst auf Dialoge verzichtet und die Szene vom Wind und den Wellen tragen lassen. Das Warten auf die Enthüllung der Personen oder klarer Erzählanhaltspunkte schuf eine Unruhe, ohne dass ein einziger visueller Effekt eingesetzt wurde.«

Schnitt und Farbkorrektur

Den Schnitt übernahm zunächst Editor Frank Glencairn. »Tragischerweise verstarb Frank unerwartet mitten in der Postproduktion. Es war extrem schwierig, einen Ersatz für ihn zu finden. Er war nicht nur ein außergewöhnlicher Cutter, sondern auch ein enger Freund«, sagt Mirbach.

©Frank Mirbach

Ab der Louisiana-Episode führte Jonathan Fuß die Arbeit fort. »Dank Cloud-Synchronisation konnten wir nahtlos weitermachen und Franks Arbeit fortführen«, erklärt Mirbach.

Die Timeline jeder Episode wurde in DaVinci Resolve Studio mit Farbtags und Markern versioniert und beschriftet. »Anstatt uns stark auf traditionelle VFX zu verlassen, haben wir für bestimmte Effekte und Verbesserungen KI-gestützte Sequenzen verwendet«, sagte Mirbach. »Notizen und Anweisungen wurden direkt über die in Resolve integrierten Kommentarfunktionen ausgetauscht, sodass keine externen Tabellen oder manuelle Nachverfolgung erforderlich waren.«

©Frank Mirbach

 

Die Redakteure und Redakteurinnen von Arte, HR und SR überprüften die Rohschnitte in Resolve und hinterließen Timecode-Notizen für Mineworks Film. »Wir haben dann dieses Feedback in Resolve berücksichtigt und es ohne lange E-Mail-Korrespondenz umgesetzt«, merkte er an.

»Die gesamte Farbkorrektur und das Mastering wurden in DaVinci Resolve Studio durchgeführt, wobei vom Dreh bis zur Auslieferung eine vollständig native Blackmagic-Pipeline beibehalten wurde«, so Mirbach.

©Blackmagic Design

Die Bestie.

Sendetermine

Die ersten beiden 43-Minuten-Folgen – »Dracula’s Transylvanian« und »Die Bestie von Gévaudan« – sind ab dem 31. Oktober 2025 in der Arte-Mediathek verfügbar. Die 52-Minuten-Fassungen folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

 

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