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Mission Control im Riedel ROC

Das Remote Operations Center (ROC) von Riedel ist eine große Kommunikations-Leitstelle für Remote-Applikationen. Schiedsrichterfunk und Remote-Mastering-Projekte illustrieren dessen Möglichkeiten.




Lutz Rathmann, Director der Riedel-Geschäftssparte Managed Technology.

Lutz Rathmann, Director der Riedel-Geschäftssparte Managed Technology, erklärt: »IP spielt für uns in der Produktentwicklung eine wichtige Rolle, wir programmieren, steuern und bedienen viele unserer Geräte mittlerweile via IP. Da lag es für uns nahe, eine Art Mission Control zu entwickeln, die es unseren Ingenieuren erlaubt, zentral von Wuppertal aus auf die Setups in aller Welt zuzugreifen, um sie einzurichten, zu überwachen und zu warten.«

Dort wird der Schiedsrichterfunk der ersten und zweiten Bundesliga abgewickelt. Aber auch Formel-1-Kommunikation oder Remote-Mastering-Projekte werden hier realisiert. Im folgenden wird das ROC grundsätzlich und anhand von zwei realen Beispielen illustriert.

Riedel ROC

Blick ins Riedel ROC.

©DFL

Riedel 2018 zusammen mit der DFL den Bundesliga-Schiedsrichterfunk …

Der Beginn: Schiedsrichterfunk

Unter dem Dach der Managed Sports Services entwickelte Riedel Communications 2018 zusammen mit der DFL den Bundesliga-Schiedsrichterfunk mit der Riedel-Lösung Bolero S. Ausgangspunkt war Riedels drahtloses Intercom-System Bolero, das der Hersteller im Jahr zuvor auf den Markt gebracht hatte. Firmenchef Thomas Riedel erinnert sich: »Ich habe immer gesagt, dass ich kein Drahtlos-Intercom-System mehr entwickeln werde, wenn es nicht deutlich besser wird. Irgendwann hatten wir dann eine vielversprechende Idee und mussten zunächst relativ viel Geld in die Forschung investieren, um zu testen, ob diese Idee auch funktionieren würde.« Konkret ging es darum, wie man mit Reflektionen in großen Gebäuden umgeht und wie drahtlose Intercoms in großen Stadien und Hallen funktionieren. Daraus ist letztlich das neue Drahtlos-System Bolero entstanden.

©DFL

… mit der Riedel-Lösung Bolero S.

Für den Schiedsrichterfunk mussten die Entwickler bei Riedel das bereits sehr kompakte Bolero Beltpack jedoch noch weiter komprimieren, ohne an Bedienkomfort einzubüßen. Das war aber nicht die einzige Herausforderung.

Es galt, eine Lösung zu finden, die es ermöglichte, alle Stadien zentral von einem Ort aus zu bedienen, »denn natürlich wollten und konnten wir nicht an jedem Spieltag der Bundesliga Techniker in alle Stadien der Republik schicken«, so Lutz Rathmann. Diese Aufgabe sollte stattdessen das ROC übernehmen und wurde so gewissermaßen zur Remote-Kommandozentrale für den Schiedsrichterfunk.

©DFL

Riedel kann im ROC optimale Bedingungen für die Schiedsrichter schaffen.

Die Umsetzung: Vom Stadion ins ROC

Jeweils drei Bolero-Antennen sorgen in den Stadien für lückenlose Netzabdeckung. Die Signale laufen in einer Artist 32 Intercom-Matrix zusammen, die über WAN-VoIP sowohl mit dem Video-Assist-Center in Köln (Meldung) als auch dem Remote Operations Center in Wuppertal verbunden ist.

Der Bundesliga-Videobeweis wird in Köln realisiert.

Im ROC können die Ingenieure aus der Ferne sämtliche Systemkomponenten in Echtzeit kontrollieren. So kann Riedel optimale Bedingungen für die Schiedsrichter schaffen, deren Beltpacks individuell an die Bedingungen im jeweiligen Stadion anpassen und die Funktionalität und Laufzeit überwachen, währen sich die Referees aufs Spiel konzentrieren.

Seit nunmehr über zwei Jahren ist der Schiedsrichterfunk erfolgreich im Einsatz. »Doch nicht nur technisch hat er sich sehr gut etabliert. Allein in der vergangenen Saison konnten damit sehr viele Fehlentscheidungen verhindert werden, sodass wir im ROC mittlerweile auch den Schiedsrichterfunk der zweiten Liga und der Pokalspiele betreuen«, berichtet Rathmann.

Seite 1: Schiedsrichterfunk im Riedel ROC
Seite 2: Weiterentwicklung, Remote Audio
Seite 3: Technik, Perspektiven

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Autor: Christine Gebhard, Gerd Voigt-Müller

Bildrechte: DFL, Riedel

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