2026_10_Blackmagic_Leader

Anzeige

VTFF fordert Krisenfonds in Höhe von 375 Millionen Euro

Der Verband Technischer Betriebe für Film und Fernsehen (VTFF) fordert einen Krisenfonds in Höhe von 375 Mio. €, der die Gehälter, die Mieten und die Kapitaldienste für Technik und Infrastruktur bezuschussen soll.

Die technisch-kreativen Dienstleistungsunternehmen haben im Vergleich zu anderen Wertschöpfungsstufen sehr hohe Fixkosten für Hallen, Fahrzeuge, Gehälter und vor allem Technik zu finanzieren. Mit großen personellen Ressourcen, Investitionen und Know-how werden hier die Infrastruktur und eine Zukunftstechnologie vorgehalten und weiterentwickelt, die für jede Art von audiovisuellen Produktionen und für viele andere Branchen relevant sind.

Der VTFF fordert die Einrichtung eines Krisenfonds.

Dennoch fallen diese Betriebe in wenige der bisherigen Hilfsprogramme: weder unter die Maßnahmen der BKM oder der FFA für Produzenten, Verleiher und Kinos, noch unter die Zusagen der Sender oder Hilfsfonds von Streamingdiensten und nicht unter die Unterstützung für Künstler oder für Kleinstunternehmen und Solo-Selbständige. Die film- und fernsehtechnischen Betriebe sind nicht nur Kulturschaffende, sondern mindestens ebenso sehr eine Wirtschaftskraft mit über einer Milliarde € Jahresumsatz und etwa 15.000 Mitarbeitern in über 600 Betrieben (Dienstleisterstudie 2017), so der VTFF.

Daher fordert der Verband ein Hilfspaket, das so geschnürt ist, dass die technische Infrastruktur nach der Krise wiederhergestellt werden kann. Dies kann nur mit einem Krisenfonds erreicht werden. Von dem Jahresumsatz von über 1 Mrd. € sind durch die Corona-Krise Einbußen von mindestens 50% zu erwarten, wovon bis zu 75% in die Fixkosten fließen. So ergibt sich das Volumen des Ausgleichsprogramms in Höhe von 375 Mio. €, das die Gehälter, Mieten, Leasing- oder Tilgungsraten sowie krisenspezifische außergewöhnliche Belastungen bezuschussen soll.

Die technisch-kreativen Dienstleistungsunternehmen haben im Vergleich zu anderen Wertschöpfungsstufen sehr hohe Fixkosten für Hallen, Fahrzeuge, Gehälter und vor allem Technik zu finanzieren.

Die Ausgabe müsse schnell und unbürokratisch erfolgen, bevor den Unternehmen die Luft ausgehe. Nachweise der Umsatzhöhe der vergangenen drei Jahre, der ausgefallenen Produktionen und der laufenden Kosten sollten eine monatlich angepasste Auszahlung ermöglichen, bis sich das Geschäft wieder normalisiert habe. Da die Ausfälle je nach Wertschöpfungsstufe unmittelbar (z.B. Außenübertragung, Kameraverleih) oder zeitverzögert (Postproduktion, VFX) eintreten, ist ein flexibler Auszahlungsmodus notwendig, so der VTFF.

Die Tilgungs- und Zinslast als Folge einer bloßen Gewährung rückzahlbarer Darlehen würde die technisch-kreative Infrastruktur und damit den Produktionsstandort Deutschland insgesamt nachhaltig gefährden. Aufgrund kurzer Innovationszyklen und niedriger Rendite haben die Unternehmen eine dünne Eigenkapitaldecke und erfüllen häufig die Bonitätsanforderungen der Hausbanken für die aktuellen Liquiditätshilfen nicht. Damit werden besonders dynamische und innovative Unternehmen die derzeitige Krise nicht überstehen, betont der VTFF.

Dennoch müssten auch die Bedingungen der Liquiditätshilfen an entscheidenden Stellen verbessert werden. Erst mit einer 100%igen Bürgschaft durch KfW und Länderbanken, einer Senkung der Bonitätsanforderungen und einem Aufruf an die Banken zur zügigen Umsetzung werde das Instrument den Unternehmen helfen.

Der VTFF betont: »Es geht um die Rettung eines großen Spektrums an Unternehmen: um Studios für Kinofilme und Shows, um Außenübertragungsunternehmen für Sport und Kultur, um digitale Bildbearbeitung und kleine Tonstudios für alle Formate, um Ausrüstung und Ausstattung für das gesamte audiovisuelle Schaffen auf sämtlichen Auswertungsschienen und um viele qualifizierte Mitarbeiter. Jetzt wie auch nach der Corona-Krise gibt es keine Film- und TV-Produktion ohne die technisch-kreativen Dienstleister.«

2026_10_Aja_Leader

Anzeige

2026_10-Canon_rec

Anzeige

Most Popular

2026_10_Aja_rec

Anzeige

Newsletter

Keine Story mehr verpassen und
einfach den Newsletter abonnieren!

2026_10_Lawo_rec

Anzeige

PLATIN

NEP Germany
BFE
Sony Professional Europe
Clear-Com
AJA Video Systems
Adobe
TVN LIVE PRODUCTION
Mediatec
EVS
VIDI
TV SKYLINE
Riedel Communications
Broadcast Solutions GmbH
Panasonic Connect
EIZO
KST Moschkau GmbH
MoovIT GmbH
CGI Deutschland B.V. & Co. KG

Medientage München

Bei den 40. MEDIENTAGEN München vom 21. bis 23. Oktober 2026 stehen mehr als 100 Sessions, Keynotes, exklusive Masterclasses und Meetups auf dem Programm.
München
21.-23. Oktober

Logic Roadtrip

Ein Event rund um softwarebasierte Medienproduktion. Gemeinsam mit sieben Technologiepartnern wird eine durchgängige Referenzarchitektur vorgestellt, Lösungsbeiträge werden eingeordnet und Erfahrungen aus der Praxis geteilt.
Diverse
2.-5. November

FKTG-Fachtagung 2026

FKTG-Fachtagung 2026.
Wuppertal
10. bis 12. November

Hamburg Open

Hamburg Open gibt KI eine eigene Zone, widmet Kamera- und Lichttechnik die Cine & Camera Area und baut mit dem Corporate Video Village den Bereich Unternehmensvideo aus.
Hamburg
20.-21. Januar 2027

ISE 2027

Die ISE 2027 wächst über Barcelonas Gran Via hinaus, geht stärker in Richtung Content, Kreativtechnik und Bildung – und holt mit einem eigenen Studio die Broadcast-Produktion in die Unternehmenswelt. Unter
Barcelona
2.-5. Februar 2027