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VTFF kritisiert die Kürzung der Filmförderung scharf

Der Verband kritisiert den Schlingerkurs der Bundesregierung: Im Haushaltsentwurf für 2027 wurde die für 2026 auf 250 Millionen Euro aufgestockte Filmförderung wieder um 36 Millionen Euro gekürzt.
©VTFF

VTFF-Chef Achim Rohnke (links) kritisiert die Entscheidung der Bundesregierung.

Mit Unverständnis und großer Enttäuschung reagiert der Verband Technischer Betriebe Film & Fernsehen (VTFF) auf die Kürzung der Filmförderung durch die Bundesregierung. Aufgrund der globalen Sparauflagen über alle Bundesministerien hinweg sei zudem damit zu rechnen, dass die Gesamtsumme für die Filmförderung am Ende bei rund 200 Millionen Euro liegen werde. Die Kürzungen seien ein fatales Signal für die heimische Film- und Fernsehwirtschaft und ein Schlag für die internationale Reputation des Filmstandorts Deutschland, so VTFF-Geschäftsführer Achim Rohnke.

Mitte vergangenen Jahres hatten sich der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien (BKM) Wolfram Weimer und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil darauf geeinigt, ab 2026 rund 250 Millionen Euro jährlich für den Filmstandort Deutschland bereit zu stellen – nahezu eine Verdoppelung der Fördermittel für den Deutschen Filmförderfonds (DFFF) und den German Motion Picture Fund (GMPF). Jetzt setzt die Bundesregierung wieder den Rotstift an und kürzt die wirtschaftliche Förderung auf rund 200 Millionen Euro runter.

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Der VTFF beklagt den Schlingerkurs der Bundesregierung.

»Der Schlingerkurs der Bundesregierung ist rational kaum noch nachvollziehbar. Nach dem Aufbruchsignal kommt jetzt der Sparhammer«, so VTFF-Chef Achim Rohnke. Diese Form der Politik sei das Gegenteil einer zukunftsfesten Rahmensetzung, die Vertrauen und Investitionsbereitschaft in den Produktionsstandort Deutschland schaffe. Sie erzeuge Frust und Verunsicherung in der (internationalen) Film- und Fernsehindustrie, vor allem aber bei den technisch-kreativen Dienstleistern, die dringend auf mehr Aufträge und höhere Auslastung angewiesen sind. »Viele der zumeist kleinen und mittleren Dienstleister stecken in der Krise. Wir erleben seit Jahren eine Insolvenzwelle«, so Rohnke.

Das Zusammenstreichen der Fördermittel beeinträchtige auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Filmstandorts Deutschland. »Die komplizierte deutsche Förderpolitik ist ausländischen Partnern ohnehin schwer vermittelbar«, so Rohnke. »Jetzt müssen Investoren aus dem Ausland erleben, dass zugesagte Fördergelder einmal mehr nicht zur Verfügung stehen. Das kostet Investitionen und schädigt die Reputation der heimischen Film- und Fernsehindustrie.«

Der VTFF-Geschäftsführer fordert die Politik auf, das Zusammenstreichen der Filmförderung auf dem weiteren parlamentarischen Weg zu korrigieren. Rohnke: »Der Haushaltsentwurf kann in dieser Form nicht im Deutschen Bundestag beschlossen werden.«

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