Investition: 23.07.2007

BFE modernisiert BR-Studio Franken

Der Bayerische Rundfunk (BR) hat das Mainzer Systemhaus BFE mit der Modernisierung der rund 15 Jahre alten Technik des Landesstudios in Nürnberg beauftragt.

Unter den mehr als zwanzig Studios der ARD nimmt die fränkische Niederlassung des Bayerischen Rundfunks in Nürnberg laut BR eine besondere Stellung ein: Sie vertritt ein Gebiet, das etwa die Größe Hessens aufweist, aber nicht den Status eines Bundeslandes besitzt. Während der laufenden Baumaßnahmen muss der Betrieb des Funkhauses sichergestellt sein — so eine der Anforderungen des Auftraggebers — weshalb laut BFE eine detaillierte Planung der Bauabschnitte erforderlich war.

Zuerst wird demnach die bestehende Technik des MAZ– und Hauptschaltraums von BFE in einen provisorisch hierfür genutzten Raum umgebaut. Dann werden Geräte und Anbindungen der Bild- und der Tonregie in vom BR bereitgestellte Container umgesiedelt.

Im nächsten Schritt können dann die Renovierungs- und Umbaumaßnahmen wie etwa die neue Akustikdämmung realisiert werden. BFE liefert und installiert anschließend höhenverstellbare Regietische und Monitorwände aus dem hauseigenen neuen Möbelprogramm und die benötigten Gestelle für Geräteeinbauten.

Abschließend erfolgt der Rückbau des Equipments in die erneuerten Räume, hierbei tauscht BFE bestehendes Equipment gegen moderne Technik aus. Generell werden dabei laut BFE Komponenten verwendet, die einen Migrationspfad in Richtung zukünftiger hochauflösender Produktion eröffnen.

In der Bildregie kommt im Studio Franken des BR künftig ein Bildmischer des Typs MVS-8000 von Sony im Zusammenspiel mit einer Viking-Kreuzschiene von Network zum Einsatz. Die Signalverarbeitung wird durch Lynx-Modular-Equipment und kleinere Leitch-Kreuzschienen ergänzt. Zur Steuerung aller Kreuzschienen wird das von BFE entwickelte Steuersystem KSC installiert. Ein 4-Kanal-Server für maximal 3 x 72 Stunden HD-Material kommt von Omneon (D-Vertrieb: Netorium). Das auf dem Server gespeicherte Material wird in geringerere Qualität auf einem Low-Res-Server gespiegelt, hierbei handelt es sich um ein Dell-PC-Cluster mit 3 TB Speicherplatz. Die Bildanzeige übernehmen große TFT-Displays von Penta in Verbindung mit Multiviewer-Systemen von Evertz.

Die neue Tonregie bietet Dolby-E-Funktionalität und basiert auf einer Aurus-Konsole von Stagetec in Verbindung mit einer Nexus-Kreuzschiene vom selben Hersteller. Je ein ProTools- und ein Sadie-System erlauben Tonnachbearbeitung direkt in der Regie.

Autor
red

Bildrechte
BR, Archiv

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