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Arriscan XT digitalisiert in Berlin

Die Berliner Postfactory hat den nach eigenen Angaben weltweit ersten Arriscan XT in Betrieb genommen. So kann das Unternehmen seine Workflows optimieren und die hohen Ansprüche an die Digitalisierung und Restaurierung von Filmen aus den Archiven besser erfüllen.
ArriscanXT Postfactory

Höhere Qualität, schnellere Scans: Der Arriscan XT bei der Postfactory in Berlin-Kreuzberg.

Erreicht wurde das durch ein Upgrade, das den bewährten Arri-Scanner der ersten Generation auf den XT-Level hebt. Kern der neuen Ausstattung ist der Fullgate-Sensor der Arri Alexa XT, erläutert Geschäftsführer Jens-Theo Müller. Dessen höhere Empfindlichkeit ermöglicht es u.a., hohe und tiefe Dichten für HDR gleichzeitig zu scannen. Das optische System ermöglicht variable Vergrößerungsmaßstäbe, um ungewöhnliche Bildgrößen oder geschrumpften Film optimal abzubilden.

Postfactory

Retusche-Arbeitsplatz der Postfactory.

Postfactory

Grading eines Archiv-Projektes am Baselight.

Die diffuse und hochleistungsstarke LED-Lichtquelle reduziert die Sichtbarkeit von Schrammen, ohne Wärme zu erzeugen. Das ist eine der Voraussetzungen für das Scannen leicht entzündlicher Nitro-Filme. Das vorhandene Archivgate kann weitergenutzt werden. Stark beschädigtes Material kann Bild für Bild im
Einzelschrittverfahren digitalisiert werden. Neue Mechanik-Komponenten und eine neue Processing Unit sowie Anpassungen der Serverstruktur der Firma tragen dazu bei, die Scangeschwindigkeit mehr als zu verdoppeln. In der Schlussphase der Installation wurden die für unterschiedliche Filmstocks vorhandenen Look-Up-Tables überarbeitet.

Erste Projekte mit dem Arriscan XT zeigen, dass sich der hohe Aufwand gelohnt hat, kommentiert Müller. U.a. wurden in Berlin-Kreuzberg die Kinofilme »Taxi zum Klo«, »Dieses Jahr in Czernowitz« (für Salzgeber), »Verbotene Liebe« (Eurotape/DEFA-Stiftung) und die »Winfried Junge-Reihe« (DEFA-Stiftung) digitalisiert und bearbeitet. Über den Arriscan XT wurden auch auf Film gedrehte Werbespots für Levis und Zalando in die digitale Postproduktion übernommen.

Postfactory

Blick in den Maschinenraum der Postfactory.

Die PostFactory bietet nach Angaben von Müller als einzige Dienstleister in Berlin den kompletten Workflow für die hochwertige Filmrestaurierung von der Filmwäsche über das Scanning und die Restaurierung und zur DCP-Ausspielung sowie alle Post-Services an. Neben der DEFA-Stiftung, dem Bundesarchiv und der Stiftung Deutsche Kinemathek beauftragen auch Produzenten und Verleiher diese Dienstleistungen.

Bildrechte: Postfactory.

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