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Sky Sport DACH Forum 2025

Von datengetriebenen Insights über Cloud-basierte Workflows bis hin zu KI-personalisiertem Content – Technologie soll helfen, Produktionen effizienter und Fan-Erlebnisse intensiver zu machen.


Fan Engagement

In der Runde »FanTech & the new wave: Investors & established players on customer engagement« diskutierten der SportsTech-Gründer Rohn Malhotra, Ido Ratzo von WSC Sports und Yannick Ramcke von OneFootbal. Letzterer betonte, dass Geschwindigkeit beim Erstellen von Content häufig wichtiger sei, als einen zu 100% perfekten Inhalt zu liefern.

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Ido Ratzo, Yannick Ramcke und Rohn Malhotra.

Er betont auch, dass der Markt fragmentierter geworden ist, und somit auch die Content-Produkte vielfältiger werden müssen. Das sieht auch Ido Ratzo sehr, der zudem einen steigenden Anspruch sieht, skalierbar arbeiten zu können. 

»Stickiness zu einer Plattform ist wichtiger als perfekter Content.« – Rohn Malhotra

Eine weitere Erkenntnis der Panel-Teilnehmer: Große Plattformen bleiben Zugpferde und Gatekeeper. Chancen liegen in Nischen, neuen Formaten und kreativen Distributionspartnerschaften.

Gefragt nach den Top-Trends der nächsten fünf Jahre antwortete das Panel: Mehr Vertical/Phone-first Content, Live-Shortform (ohne Live zu kannibalisieren), und aktive Teilhabe statt passivem Konsum (Interaktion, Co-Creation, Gamification).

Smart Content Production

Im Panel Smart Content Production diskutierten Verena Göttl, Dyn Media, Holger Ensslin von DMC Germany, Daniel Url von der Fonn Group und Carsten Ruppel von der DFL über neue Produktionsformen.

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Alessandro Reitano mit Carsten Ruppel, Verena Göttl, Daniel Url und Holger Ensslin.

Alexander Walkenhorst, ehemaliger Volleyball-Profi und Gründer der Produktionsfirma Spontent, gab zum Kickoff einen kurzen Überblick, wie sein Unternehmen mit vergleichsweise einfachen Mitteln Sport für Dyn Media und andere Anbieter produziert.

Die Runde diskutierte, ob so die Zukunft der Sportberichterstattung aussieht, war sich aber einig, dass es aufs jeweilige Produkt ankomme. Covid habe die Branche in Bezug auf die Produktionsformen vorangebracht, befand Carsten Ruppel.

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AI kann helfen, mehr Output zu generieren.

Holger Ensslin betonte, dass man neue Dinge ausprobieren muss, weil das Nutzerverhalten in Kombination mit den Kosten eben einen gewissen Druck ausüben.

Verena Göttl findet, dass Entscheidungen für AI oder Automation dort getroffen werden, wo sie echten Aufwand sparen. Das sieht auch Holger Ensslin so, der berichtet, dass DMC seit 2018 den Output massiv gesteigert habe, und das mit gleicher Personalstärke – dank Automatisierung, zentraler Quellenaufbereitung und anschließender plattformspezifischer Veredelung.

»Technik ermöglicht Tempo und Skalierung, den Unterschied machen Redaktion und Mut.«

Für Daniel Url von der Fonn Group ist klar, dass der Story- bzw. Event-zentrische Produktionsansatz die Zukunft dominieren wird. Fonn arbeite bei seinen Softwareprodukten Saga und Mimir ganz bewusst nicht mit Roadmaps in der Entwicklung, sondern richtet sich in der Entwicklung immer an den aktuellen Anforderungen der Kunden.

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Auch zum Netzwerken blieb Zeit.

Url glaubt, dass KI-Funktionen wie Transkription oder Face Recognition perspektivisch Commodity AI werden, also Standardumfang, für den man nicht mehr extra bezahlen werden. Kreativer KI bescheinigt er hingegen durchaus einen (Bezahl-)Markt.

Verena Göttl glaubt, dass es in Zukunft skalierbare Produktionsmodelle braucht mit flexiblen Möglichkeiten, um unterschiedlichste Kanäle bespielen zu können.

Das Fazit der Runde: Smart Content Production heißt: Ziele klar definieren, Workflows standardisieren, dort automatisieren, wo es zählt – und gewonnene Zeit in relevantes Storytelling investieren.

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Shure präsentierte das digitale Array-Mikrofon DCA901.

Sponsor Shure präsentierte das digitale Array-Mikrofon DCA901. Anders als bei statischen Richtmikrofonen oder Parabolmikrofonen ermöglicht das DCA901 die digitale Steuerung der Aufnahmebereiche in Echtzeit. Traditionelle Arbeitsweisen in der Rundfunk- und Medienproduktion kann die neue Technik grundlegend verändern.

How technology is driving sports transformation

Im Gespräch mit Cristina Gomila, Sky, Managing Director of Content Technology & Innovation, diskutierte Alessandro Reitano die Frage, wie Technologie den Wandel im Sport vorantreibt.

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Cristina Gomila, Sky.

Gomila erläuterte, dass Sky schrittweise Workflows in die Cloud verlagert habe, z. B. temporäre Kanäle für Events, Fast Channels. Mit Sky Sports+ wurden demnach 50 % mehr Live-Inhalte ohne Preiserhöhung für Kunden möglich – und das mit gleicher Ressourcenbasis.

Aus ihrer Sicht ist es aber nicht die Technik, die für tiefgreifenden Wandel sorgen wird.

 Dafür müssen Produktionsdaten/Metadaten end-to-end bis ins Gerät der Nutzer fließen; Grafik/Engines, virtuelle Studios und GenAI werden als Gestaltungsmittel verstanden.

»You have to know your customer« – Christine Gomila

Ihre Prognose für die kommenden Jahre lautet: Technologie soll unsichtbar werden – nahtlos, schneller, nutzerzentriert. Ziel ist eine klare, User-first-Story: alles dient einem besseren Fan- und Zuschauererlebnis.

What’s next

Mit einem Panel zum Thema »Global roadmaps: What’s next from leagues and broadcasters« ging der Event zu Ende. Thomas Schöneich von der EHF (Europäische Handballföderation) und remote zugeschaltet Mike Davies von Fox Sports, Barney Carleton von der NBA und Prashant Khanna von Jiostar diskutierten dazu mit Alessandro Reitano diverse Ansätze der Produktionswelt.

»The more you make it look like a video game, the better«Mike Davies, Fox Sports

Man wolle bei Fox Sport coole Dinge sehen, sich visuell unterscheiden, aber gleichzeitig den »Bar-Test« bestehen, also auch die Besucher einer lauten Bar mit dem Programm erreichen.

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Der 10. Sky Sport Summit bot ein vielseitiges Programm.

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Nah und fern: Teilnehmer des letzten Panels.

Die EHF setzt hingegen auf traditionellere Produktionsweise, denkt aber an KI als Hebel für individualisierte Ausspielungen.
Prashant Khanna setzt auf snackable Content und neue Formate, etwa Kids Club, und betont die vier »Is«. Demnach müssen Produktionen intuitiv, immersiv, interaktiv und inklusiv sein.

Für Barney Carleton stehen Personalisierung und besseres Audio im Fokus. Man setze mit Hilfe von AWS aber auch eine Technologie ein, die per KI Bewegungen aktueller Basketballer über das Archiv mit Moves älterer Spieler abgleiche – um so eine Brücke zwischen den Generationen zu schlagen.

Seite 1: Innovation, Cloud, Closer tot he Game
Seite 2: Fan Engagement, Smart Production, Ausblick

Autor: Christine Gebhard

Bildrechte: Nonkonform

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