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CreatiF Center: Umfrage zu KI und Kino
Eine internationale Studie des CreatiF Centers der HFF München zeigt: Das Bewusstsein für den KI-Wandel ist in der Filmbranche längst angekommen – die Kompetenz noch nicht.

Die AI on Cinema Experts Group unter Leitung von Prof. Slansky hat gemeinsam mit dem CreatiF Center der HFF München den Report »Disruptions Ahead? The Impact of AI on Cinema« veröffentlicht.
Basis der Studie sind Antworten von 240 Filmschaffenden aus 37 Ländern – Professionals, Lehrende und Studierende – zu ihren KI-Erfahrungen, Erwartungen und Wünschen an die Branche.
Das zentrale Ergebnis ist eindeutig: Fast alle Befragten sind überzeugt, dass KI den professionellen Filmproduktionsprozess tiefgreifend verändern wird.
Gleichzeitig liegt der Durchschnittswert bei der Selbsteinschätzung zur vorhandenen KI-Erfahrung branchenweit knapp über »keine Erfahrung«. Die Lücke zwischen wahrgenommenem Veränderungsdruck und tatsächlichem Kompetenzstand ist somit erheblich.
Deutschland: Motiviert, aber unerfahren
40 Prozent der Befragten kommen aus Deutschland. Deutsche Filmschaffende schätzen ihre KI-Erfahrung leicht unterdurchschnittlich ein, zeigen sich aber überdurchschnittlich motiviert, KI künftig einzusetzen. Die Bereitschaft ist vorhanden – es fehlen die passenden Lernformate.
Studierende skeptischer als Professionals
Besonders auffällig: Studierende stehen KI deutlich skeptischer gegenüber als Professionals und Lehrende, ihre Bereitschaft zum KI-Einsatz liegt merklich darunter.
Die Studie wertet das als klaren Auftrag an die Ausbildungsinstitutionen: Filmhochschulen müssen KI aktiv in ihre Curricula integrieren – weder als Bedrohung noch mit unkritischer Begeisterung, sondern als erlernbare Kompetenz.
Ebenfalls interessant: Die Altergsruppen 30-39 und 50-59 haben sich innerhalb der Umfrage schon am meisten mit KI beschäftigt.
Betroffene Bereiche
Produzenten sehen die Entwicklungen im KI-Bereich sehr positiv, während Profis aus den Bereichen VFX davon ausgehen, dass sie unter den KI-Entwicklungen eher leiden werden. Auch Schauspieler fühlen sich laut Studie der KI-Entwicklung eher ausgeliefert.
Praxis vor Theorie
Auf die Frage nach der gewünschten Unterstützung antworten die Befragten klar: Zugang zu KI-Software und -Tools, Trainings und Workshops sowie technischer Support stehen ganz oben.
Das CreatiF Center der HFF München entwickelt nach eigenen Angaben genau solche praxisnahen Formate an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Bildung.
Die Ergebnisse der Studie wurden in einer FKTG-Veranstaltung durch zwei der fünf Autoren – Simon von der Au und Professor Slansky – erstmals öffentlich vorgestellt. Der vollständige Report »Disruptions Ahead? The Impact of AI on Cinema« steht hier zur Verfügung.
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