Kamera: 27.04.2001

NAB2001: Cineline-Camcorder und eine 3D-Kamera von JVC

JVC kündigt D9- und DV-Camcorder für Cine-Applikationen an und stellt gemeinsam mit 3DV eine 3D-Videokamera auf Basis des Modells KY-D29 vor.

Den DV-Camcorder GY-DV700 wird es künftig auch in einer Cineline genannten Variante mit der Typenbezeichnung GY-DV700WCL geben. Dieser Camcorder ist laut Hersteller für jene Filmemacher optimiert, die mit DV drehen möchten, aber dennoch einen typischen Filmlook wünschen. Zu diesem Zweck haben die JVC-Ingenieure naxch eigenen Angaben die Gammakurven und Farbmatrizen des DV-Camcorders so angepasst, dass das Bild farblich und auch in Bezug auf die Schärfe filmähnlicher und weniger »videolastig« wirkt.

Der GY-DV700WCL ist mit 2/3-Zoll-IT-CCDs bestückt, von 16:9- auf 4:3-Aufzeichnung umschaltbar und bietet einen B4-Objektiv-Anschluss, auf den die meisten Profi-Objektive passen, darunter auch HD-Prime-Objektive, 16:9-Objektive, sowie gängige 2/3-Zoll-Standardobjektive.
Weitere Funktionen: Der Camcorder bietet Black-Stretch/Compression, Zebra, einen Eingang für Genlock und Timecode sowie eine IEEE-1394-I/O für die direkte digitale Ausgabe des komprimierten DV-Materials. Zudem ist der Camcorder mit der Super-Scene-Finder-Funktion ausgestattet, die ähnliche Funktionalität bietet wie Sonys ClipLink. Der GY-DV700WCL ist in den USA ab sofort zum Nettopreis von 11.000 Dollar verfügbar.

Auch im digitalen Halbzoll-Format D9 gibt es einen neuen JVC-Camcorder: Der DY-90 wird künftig ebenfalls in einer Cineline-Version als DY-90WCL angeboten. Auch bei diesem Camcorder wurde laut JVC in die Signalverarbeitung eingegriffen, um bei der Aufzeichnung einen Filmlook zu erzielen und vom typischen Videolook wegzukommen. Grunddaten des Camcorders: drei 2/3-Zoll-CCD-Chips, 16:9/4:3-Aufzeichnung mit 50 Mbps im D9-Format. Im Unterschied zum DY-90 lassen sich mit dem DY-90WCL aber auch HD-Objektive einsetzen. Der Camcorder wird in den USA zum Nettopreis von 22.000 Dollar angeboten.

Ebenfalls neu: JVC stellt gemeinsam mit der israelischen Firma 3DV Systems eine weiterentwickelte Variante von deren 3D-Kamera-Technologie Z-Cam vor. Dabei wurde die JVC-Kamera KY-D29 um die spezielle 3DV-Hardware ergänzt, die zu jedem Pixel auch eine Entfernungsinformation liefert, wodurch Live-Compositing und 3D-Aufnahmen möglich sind. Die 3DV-Hardware soll als Add-On für die KY-D29 erhältlich sein.

Autor
red
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