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Praxistest: Blackmagic Pocket Cinema Camera 6K

Die Pocket Cinema Camera 6K (PCC6K) von Blackmagic bietet gegenüber der PCC4K mehr Auflösung und einen größeren Sensor. film-tv-video.de hat sie ausführlich getestet.









Blackmagic, PCC6K, Totale, © Nonkonform

Im Grunde gilt für die Blackmagic PCC6K fast genau dasselbe wie für das 4K-Modell.

Wer braucht die PCC6K?

Im Grunde gilt für die Blackmagic PCC6K fast genau dasselbe wie für das 4K-Modell. Die Bildqualität ist hervorragend, der Blackmagic-Raw-Codec bietet gute Optionen zur Einstellung der Bildparameter, und die Handhabung ist für eine Kamera mit diesem Formfaktor gut gelöst.

Aufgrund des größeren Sensors und der höheren Auflösung ist sie vor allem eine gute Kamera für Kurzfilme oder Werbevideos, bei denen ein starker Unschärfe-Effekt gefragt ist. Aber auch der Rolling-Shutter-Effekt fällt etwas mehr auf — und man ist eigentlich schon fast dazu verpflichtet, in Blackmagic Raw 6K aufzunehmen.

Blackmagic, PCC6K, Totale, © Nonkonform

Als Crashcam ist die PCC6K sicherlich nur für große Produktionen gefragt.

Allerdings ist nicht nur die Kamera selbst um einiges teurer als das 4K-Modell, auch Objektive für S35-Sensoren sind in der Regel teurer und vor allem größer. Als Crashcam ist sie daher sicherlich eher für große Produktionen gefragt.

Blackmagic, PCC6K, Totale, © Nonkonform

Als B-Kamera für Interviews oder Totalen kann sie selbst ohne Zubehör schon sinnvoll eingesetzt werden.

Für dokumentarisches Filmen gibt es Einschränkungen, die sich aber alle mit Zubehör umschiffen lassen. Dann ist es aber auch vorbei mit einer kleinen, kompakten Kamera.

Als B-Kamera für Interviews oder Totalen kann sie selbst ohne Zubehör schon sinnvoll eingesetzt werden. Als Alternative zu einer DSLR/DSLM empfiehlt sie sich vor allem wegen der besseren Aufnahmeformate, der 12-Bit-Zeitlupe mit 120 fps in 2,8K und des XLR-Eingangs.

Blackmagic, PCC6K, Totale, © Nonkonform

Selbst für fotografische Zwecke kann die Pocket 6K gut genutzt werden, wenn man sich anpasst.

Selbst für fotografische Zwecke kann die Pocket 6K aufgrund der 21 Millionen Pixel und des komprimierten Blackmagic-Raw-Formats gut genutzt werden, wenn man seine Arbeitsweise entsprechend einstellt und mehr auf kurze Videoclips als auf tatsächliche Standbilder setzt.

Dabei macht die Kamera dann tatsächlich 50 Bilder pro Sekunde, etwas, was sie sogar den meisten Fotokameras überlegen macht – wäre da nicht die Sache mit dem fast unbrauchbaren Autofokus. Zudem wird mit DaVinci Resolve auch gleich das Raw-Programm mitgeliefert, das sich so auch zum »Entwickeln« von Fotos eignet.

Blackmagic, PCC6K, Totale, © Nonkonform

Wer 6K nicht braucht, braucht der trotzdem die PCC6K? Bedingt.

Wie bei der PCC4K gibt es jetzt hauptsächlich drei Gründe, stattdessen zu einer DLSR/DSLM zu greifen: die niedrige Datenrate, um die Materialflut in Griff zu bekommen, der interne Bildstabilisator und der Vollformatsensor für maximale Unschärfe.

Blackmagic, PCC6K, Totale, © Nonkonform

Dank des Touchscreens ist die PCC6K schnell eingestellt.

Fazit

Die Blackmagic PCC6K bietet für eine Kamera dieser Bauform eine gute Kombination aus schneller Bedienung und hoher Bildqualität. Dabei hilft auch, dass das Menü wirklich sinnvoll gestaltet ist und dank des Touchscreens schnell eingestellt werden kann. Das Display bietet eine gute Möglichkeit zur Bildbeurteilung in Innenräumen und wenn man keine extremen Aufnahmewinkel benötigt. Die Lichtstärke kann überzeugen und ist auch für Aufnahmen mit Zimmerbeleuchtung oder Straßenlaternen gut geeignet.

Blackmagic, PCC6K, Totale, © Nonkonform

Eine Frage ist, ob man überhaupt die Objektive besitzt, um den Auflösungsvorteil zur PCC4K wirklich nutzen zu können.

Alle wichtigen, im Test genannten Defizite, lassen sich mit dem entsprechenden Zubehör umgehen, führen dann aber auch zu einem nicht mehr so schlanken Setup. Der fehlende ND-Filter bleibt das am schwierigsten zu lösende Problem als Dokukamera.

Wer auf die 6K verzichten kann und nicht so sehr auf maximale Unschärfe in engen Räumen angewiesen ist, der bekommt mit der PCC4K eigentlich mehr fürs Geld und hat mehr Optionen für Objektive. Zudem funktioniert der Push-Autofokus bei der 4K-Variante wesentlich besser und die Objektive sind in der Regel kompakter und billiger.

Die Frage ist, ob man überhaupt die Objektive besitzt, um den Auflösungsvorteil zur PCC4K wirklich nutzen zu können.

Trotz aller Nachteile der Bauform gilt aber bei der PCC6K: Mehr »S35-Filmkamera« gibt es momentan nicht fürs Geld.

Anmerkung

Nach Ende des Tests stellte Blackmagic ein größeres Firmware-Update vor. Einige der Kritikpunkte dieses Tests sind damit teilweise schon behoben.

Seite 1: Erster Eindruck
Seite 2: Eckdaten
Seite 3: Handhabung 1
Seite 4: Handhabung 2
Seite 5: Fotokamera, Codex, Bildqualität
Seite 6: Bildqualität
Seite 7: Ton, Resolve
Seite 8: Wer?, Fazit, Anmerkung

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Autor: Christoph Harrer, Nonkonform

Bildrechte: Nonkonform (26), Harrer (35), Archiv (2)

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