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Trends der IBC2023

KI, Cloud, 5G, Virtual Production – und weitere IBC2023-Messetrends.




Cloud Production

Die Produktion in der Cloud treibt so manchem Dienstleister den Schweiß auf die Stirn, aber es gibt auch schon viele funktionierende Beispiele. Ob die aber wirklich flexibler und kostengünstiger sind, das bezweifeln sehr viele.

AWS bietet unzählige Cloud-Produktionsmöglichkeiten.

Podiumsdiskussionen und Produktdemos gab’s bei Content Everywhere.

Glaubt man jedoch den Herstellern, ist die Produktion in der Cloud nicht nur die nächste große Sache, sondern schon längst mitten im Gang und ein folgerichtiger, logischer Schritt – zumindest in bestimmten Regionen. Und in der Tat gibt es Länder, in denen sehr viele Cloud-Produktionen stattfinden. In den USA oder in Middle East etwa tut man sich leichter, Cloud-Technologien zu adaptieren. Hierzulande ist man noch etwas skeptischer, setzt sich aber durchaus mit den neuen Methoden auseinander.

Neues gab’s im Showcase Theatre zu sehen.

Was AWS mittlerweile an Möglichkeiten für Produktionen in der Cloud anbietet, ist durchaus eindrucksvoll, und erste PoCs gab es ja auch schon in Deutschland, etwa von Sky während der Special Olympics in Berlin.

IP Workflows

Viele TV-Dienstleister sind der Meinung, dass IP Workflows lediglich punktuell Sinn ergeben, nicht aber auf breiter Basis. Bevan Gibson, Group COO bei EMG, findet, dass viele Aufträge mit SDI-Technik schlichtweg einfacher und häufig auch günstiger zu produzieren seien (Video). Das bedeute jedoch nicht, dass IP-Technik keine Vorteile biete, so Gibson.

IP Processing steht bei Lawo bereits seit Jahren auf der Agenda:

Grass Valley setzt jedenfalls voll auf Software- und Cloud-Lösungen, betont die Fortschritte der eigenen AMPP-Plattform, die immer mehr Partner und auch Nutzer gewinne, so der Hersteller. Aber auch im Hardware-Bereich präsentierte der Hersteller bei der IBC2023 noch Neuheiten.

Mit Lawo gibt es einen Anbieter, der bereits seit einigen Jahren auf IP setzt und dessen Processing-Produkte wie beispielsweise Edge vielfach im Einsatz sind.

Viel Zuspruch gab’s für Riedel Horizon.

Zusehends gibt es aber auch Brückenprodukte, die IP-Strukturen mit vorhandenen Strukturen verheiraten, denn hybride Produktions-Infrastrukturen werden uns wohl noch über Jahre erhalten bleiben.

Riedel etwa stellte mit Horizon eine hybride Processing-Plattform vor, die Grenzen zwischen SDI-basierten und SMPTE-ST-2110-Infrastrukturen auflösen und weicher gestalten kann: mit einer großen Anzahl an UHD-Gateways. Wenn man auf den meist überfüllten Riedel-Stand blickte, wirkte es so, als fänden viele Kunden und Kundinnen diesen Ansatz sehr interessant und gut.

Ebenfalls spannend: Auch die Kamerahersteller bewegen sich in Richtung IP, etliche bieten Kameras an, die nicht nur SDI-, sondern auch IP-Signale ausgeben können. Das bedeutet bei Broadcast-Systemkameras auch, dass deren Basisstationen entbehrlich werden: Man muss nicht mehr zwingend eine CCU verwenden.

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Seite 4: Licht, 5G, Nachhaltigkeit, Virtual Production
Seite 5: Fachkräftemangel, Fazit, thematisch sortierte IBC-Meldungen

Autor: C. Gebhard, G. Voigt-Müller

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