Editorial, Kommentar: 22.04.2016

Offener Himmel

War in den vergangenen Jahren in den Pressekonferenzen, Präsentationen und an den Ständen der Hersteller sehr viel die Rede von Cloud-Lösungen, hat sich nun sozusagen diese vorübergehende Bewölkung wieder verzogen — zumindest auf der Schlagwortliste ist die Cloud weit abgesunken.

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Diesem Slogan würden sicher viele gern folgen. Die Frage ist nur: Wie?

Ist die Cloud vielleicht schon so normal, dass man sie gar nicht mehr thematisieren muss? Sind Cloud-Technologien quasi schon überall der Standard? Eher nicht: Gibt es also einen anderen Grund weshalb so wenig über Cloud-Lösungen gesprochen wird?

Fast scheint es so, als habe sich eine Erkenntnis Bahn gebrochen, die man in etwa so zusammenfassen kann: So etwas wie die Cloud gibt es gar nicht. Das ist nur der Computer von jemand anderem. Und möchten Sie ihre wichtigsten Daten einfach auf dem Computer von jemand anderem ablegen?

So kam schließlich der Begriff von der »Private Cloud« in die Welt: Verschiedene, dazu berechtigte Personen können zwar von verschiedenen Orten auf die benötigten Daten zugreifen und damit arbeiten, aber gespeichert werden sie stets auf eigenen Systemen. Das erscheint offenbar vielen Anwendern jenseits des Consumer-Bereichs doch als die sicherere Methode für den Umgang mit den eigenen Daten.

So hat sich die Cloud-Idee zumindest im Medienbereich in den vergangenen Jahren nach und nach etwas verändert. Das ist sicherlich kein Endzustand, aber momentaner Stand der Dinge — zumindest was die Ankündigungen und Bekanntmachungen während der NAB2016 angeht.

Autor
Christine Gebhard, Gerd Voigt-Müller

Bildrechte
Nonkonform

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