Branche: 11.07.2003

HDCAM bei Siemens-Imagefilm

Jürgen Martin drehte für Siemens einen aufwändigen 12minütigen Imagefilm in HDCAM.

Mit dem Imagefilm will der Immobilienbereich von Siemens potenzielle Investoren für ein aufwändiges Bauvorhaben im Süden Münchens begeistern. Gedreht wurde mit dem Sony-Camcorder HDW-F900.

Eine Besonderheit des Films ist die Verknüpfung des aktuellen HD-Materials mit Archivmaterial, das als 35-mm-Film, auf Betacam-SP sowie Digital-Betacam-Kassetten vorlag. Damit sich dieses Material stimmig mit den neu gedrehten Szenen verbinden ließ, wurde es bei TaurusMediaTechnik ins HD-Format konvertiert, also auf 1080 Zeilen und progressive Bildfolge gewandelt. So ließen sich in der Postproduktion die unterscheidlichen Video- und Filmaufnahmen harmonischer kombinieren. Weiter erfolgte ein aufwändiges Color Matching mit einem 2K-DaVinci-System. Die Bearbeitung des SD-Materials mit Hilfe eines Defocus-Boards rundete das Ergebnis ab.

Technisch aufwändig war unter anderem auch eine Kamerafahrt durch ein etwa 1,5 x 1,5 m großes Acryl-Modell des Projekts. Hierfür versah Kameramann Jürgen Martin die HD-Kamera mit einem Schnorchelobjektiv und führte es mit Hilfe eines Magnum-Dollies mit Ausleger auf Präzisionsschienen durch die Straßen und Anlagen des Modells.

Kameramann Jürgen Martin, der bereits zuvor Erfahrung mit dem HDCAM-Format gesammelt hatte, resümiert: »Meine positive Grundeinstellung zu HD 24P hat sich wieder bestätigt. Ich habe in den letzten Jahren viel auf Standard-Video gemacht, aber wenn man einmal auf HD gedreht hat, ist es schwer, zu Video zurück zu wechseln. Mit HD kann man wieder so arbeiten wie mit Film. Man kann ganz andere Bilder machen, insbesondere, weil man in der Totalen wieder Details sieht.«

Autor
red
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