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TV To Go: Media Broadcast startet 5G Broadcast-Pilotprojekt

Media Broadcast startete in Halle (Saale) im Rahmen eines Pilotprojektes offiziell die Verbreitung von Fernsehprogrammen über 5G Broadcast.

©Nonkonform

Markus Schneider.

Ziele des Pilotprojekts

Im Rahmen des Pilotbetriebs werden unterschiedliche Systemparameter zur Optimierung des 5G Broadcast-Übertragungsweges getestet. Konkret sollen Übertragungsgeschwindigkeit und Stromverbrauch im Vergleich zu Mobilfunk getestet werden. Um möglichst viele Programme über einen 5G Broadcast-Kanal übertragen zu können, wird es auch Tests bezüglich Programmqualität und Programmvielfalt und den dafür optimalen Systemparametern geben.

Auch Katastrophenschutz-Meldungen können per 5G Broadcast verschickt werden.

In die Testszenarien werden auch Katastrophenschutzwarnungen integriert, die jederzeit über 5G Broadcast ausgesendet werden können.

Testaufbau

Das 5G Broadcast-Signal wird über die vorhandene Sendeantenne am Standort »Halle Kraftwerk« ausgesendet, über die auch das Antennenfernsehen DVB-T2 verbreitet wird.

©Media Broadcast

In Halle könnten bis zu 250.000 Einwohner mit 5G Broadcast versorgt werden.

Die bestehende DVB-T2-Infrastruktur kann auch für 5G Broadcast genutzt werden. Der vorhandene DVB-T2 Sender müsste dazu lediglich auf die neue 5G Broadcast-Technologie umgerüstet werden. Über den UHF-Kanal 40 könnten so je nach Systemkonfiguration bis zu 260.000 Einwohner in Halle portabel outdoor mit 5G Broadcast versorgt werden.

 

©Xiaomi

Xiaomi steht auf Platz 3 der Smartphone-Verkaufs-Charts.

Endgeräte

Derzeit gibt es noch keine 5G Broadcast-fähigen Endgeräte auf dem Markt zu kaufen, doch die gemeinsame Entwicklung der Technologie durch die Beteiligten aus Industrie, Netzbetreibern und Politik schreitet voran, sodass 5G Broadcast-fähige Endgeräte in Zukunft für Endverbraucher verfügbar sein werden.

©Nonkonform

5G Broadcast nutzt den Frequenzbereich von DVB-T2, in einem Regelbetrieb müssten also bisherige Anwendungen in diesem Frequenzspektrum zusammenrücken und Platz schaffen für 5G Broadcast.

Aktuell hat sich Xiaomi dazu entschieden, seine Endgeräte 5G-Broadcast-fähig zu machen. Der Hersteller Xiaomi aus China steht derzeit hinter Apple auf Platz 3 der Smartphone-Verkaufsränge, die von Samsung angeführt werden. Soll heißen: Wenn ein großer Anbieter wie Xiaomi auf dieses Pferd setzt, ist zumindest schon bald eine größere Basis potenzieller Nutzer vorhanden.

Showcase in Halle

Zum Start des Projekts sind zwei Programmplätze geplant. Ein Programmplatz wird mit dem privaten lokalen Programm MDF.1, das Magdeburger Fernsehen 1, belegt; der weitere Platz mit einem Programm der ARD.

©Media Broadcast

Beim Event erhielten die Gäste einen Eindruck vom Potenzial von 5G Broadcast. Hierfür wurden verschiedene Showcases mit 5G-Broadcast-fähigen Smartphones von Xiaomi demonstriert. Dazu gehören die Übertragung des ARD-Fernsehens und die Ausstrahlung des lokalen Fernsehsenders MDF.1 über 5G.

©Nonkonform

Der Showcase in Halle wurde mit 5G Broadcast-fähigen Smartphones von Xiaomi demonstriert. 

Außerdem wurde vorgeführt, wie eine Sportaktion vor Ort von einer Kamera gefilmt und direkt über 5G Broadcast auf die mobilen Endgeräte übertragen wird. Auch das sogenannte Seamless Switching, das nahtlose Umschalten von 5G Broadcast auf Streaming über WLAN sowie eine Katastrophenschutzwarnung über 5G Broadcast wurden demonstriert.

Mögliche Märkte

»Mit dem Start des Pilotbetriebs sind wir einen wichtigen Schritt in der Entwicklung von 5G Broadcast weiter.

©Nonkonform

Francie Petrick.

5G Broadcast hat als Übertragungsweg mehrere Vorteile und daher das Potenzial, zukünftig bei Nutzern gefragt zu sein. Die Technologie ist schon jetzt weltweit von großem Interesse, und viele Länder beschäftigen sich intensiv mit diesem Thema. In Europa finden u.a. in Italien, Frankreich, Österreich und Spanien Aktivitäten rund um 5G Broadcast statt, und die Technologie wird von uns gemeinsam auf europäischer Ebene weiterentwickelt«, sagt Francie Petrick, Geschäftsführerin von Media Broadcast.

Im Rahmen der Europameisterschaft und der Olympischen Spiele gab und gibt es ebenfalls etliche Test Cases, die das Potenzial der Technologie ausloten. Insbesondere in Frankreich ist 5G Broadcast schon ein Stück weiter. 

Resümee
©Nonkonform

5G Broadcast bietet interessante Perspektiven.

5G Broadcast bietet durchaus einige interessante Aspekte und könnte für Endkunden zur Alternative fürs Konsumieren von Streaming-Inhalten werden – wenn sie denn lineare Inhalte sehen möchten.

Eine Herausforderung besteht darin, dass sich alle beteiligten Anbieter über die Eckdaten einer möglichen Verbreitung einigen müssen, also unter anderem die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen und die Kosten für die Verbreitung geklärt werden müssen. 

Ist das geschehen, dürfte es weitere 1,5 Jahre dauern, bis 5G Broadcast in der Anwendung großflächig umgesetzt werden kann, so Media Broadcast.

Links

Rundfunkanstalten in EU unterstützen 5G Broadcast 
Feldversuch: TV auf dem Smartphone mit 5G-Broadcast
5G Broadcast als Alternative zu Streaming
Eurovision Song Contest in 5G

Seite 1: Grundlagen 5G Broadcast
Seite 2: Showcase, Märkte, Fazit

Autor: red, C. Gebhard

Bildrechte: Nonkonform, Media Broadcast

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