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Broadcast Defense 6: Konsequentes 24/7-Monitoring

24/7-Monitoring ersetzt keine grundlegende Absicherung von Systemen und ist kein Garant dafür, dass jeder Vorfall verhindert wird. Es reduziert jedoch die Zeitspanne zwischen Entstehung eines Vorfalls und dessen Erkennung erheblich. Darum geht es in Teil 6 unserer Broadcast-Defense-Serie.




Stimme der Branche: Wie viel ist noch echt?

Ein Video, das nie gedreht wurde. Eine Stimme, die nie gesprochen hat. Was vor wenigen Jahren noch aufwendige Fälschung war, lässt sich heute in Minuten erzeugen, und für das menschliche Auge oft kaum noch von echtem Material unterscheiden. Für Sender, Produktionsfirmen und Nachrichtenredaktionen wird die Frage nach der Echtheit von Inhalten zunehmend drängender.

Riedel Networks hat die Experten von Security4Media gebeten zu erklären, warum Content-Authentizität für Medienunternehmen gerade jetzt an immer mehr Bedeutung gewinnt. Ein zentraler Baustein dafür ist der Standard C2PA. C2PA, so die Experten von Security4Media, steht für die Coalition for Content Provenance and Authenticity und die von ihr entwickelte technische Spezifikation. Ziel ist es, die Herkunft und Authentizität digitaler Medieninhalte nachvollziehbar zu machen.

©C2PA

Angesichts der zunehmenden Verbreitung generativer KI werde es immer schwieriger, zwischen authentischen und KI-generierten Inhalten zu unterscheiden. Der zentrale Gedanke von C2PA laute daher: Vertrauen entsteht nicht durch die Bewertung eines Inhalts, sondern durch eine nachvollziehbare und überprüfbare Herkunft.

Technisch basiert C2PA im Kern auf einer kryptografisch signierten Sammlung von Metadaten, den sogenannten Content Credentials. Diese werden mit einem Zertifikat verknüpft und mit einem privaten Schlüssel signiert. Die Metadaten begleiten den Inhalt entlang seines gesamten Lebenszyklus und dokumentieren seine Entstehung sowie spätere Bearbeitungsschritte. Dadurch lassen sich Inhalte ihrer Quelle zuordnen, Produktions- und Bearbeitungsprozesse transparent darstellen und auch KI-generierte Inhalte kennzeichnen.

©Riedel Networks

it-sa Expo & Congress.

Diese Entwicklung bringt aus Sicht der S4M-Experten sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich: KI-generierte Inhalte eröffnen große Chancen für Innovation, Kreativität und Effizienz. Gleichzeitig erhöhen sie das Risiko von Desinformation und Vertrauensverlust, wenn die Herkunft von Inhalten nicht mehr nachvollziehbar ist. Entscheidend werde daher sein, Innovation mit Transparenz zu verbinden. Standards wie C2PA könnten helfen, die Herkunft und Integrität digitaler Inhalte sichtbar zu machen und so Vertrauen in das digitale Medienökosystem zu stärken. Sie erfordern allerdings, über die gesamte Bearbeitungskette eingesetzt zu werden. Das ist für viele Medienunternehmen aktuell noch eine große Herausforderung.

Genau hier setzt auch die Arbeit der Security4Media selbst an: Der Verband will Medienhäuser, Technologieanbieter und Experten zusammenbringen, um Sicherheit, Transparenz und Vertrauen in digitale Medien zu fördern. Im Bereich Content Authenticity unterstützt der Verband die praktische Umsetzung von Standards wie C2PA durch Zusammenarbeit, fördert den Wissensaustausch und stellt Werkzeuge für die Einführung entsprechender Technologien bereit, mit dem Ziel, Mitglieder dabei zu unterstützen, die Herkunft und Integrität digitaler Inhalte nachvollziehbar zu machen und Vertrauen in digitale Medien zu stärken.

©it-saAuf der diesjährigen it-sa Expo & Congress vom 27. bis 29. Oktober wird Riedel Networks gemeinsam mit der Security4Media Association als Mitaussteller vertreten sein. Wer sich näher für die technischen Hintergründe und das Thema Content-Authentizität interessiert, kann sich am Stand in Halle 7A, Stand 7A-722, mit den anwesenden Experten austauschen. Weitere Informationen und kostenlose Messetickets gibt es hier.

Seite 1: Basiswissen 24/7-Monitoring
Seite 2: Angriffstyp des Monats: KI-Crawler
Seite 3: Sicherheitsvorfall des Monats: KI-Crawler bei der Versicherung
Seite 4: Stimme der Branche: Wie viel ist noch echt?

Autor: Riedel Networks, red

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