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Geschlechterdarstellungen in Fernsehen und Film

Die bislang umfassendste Studie zur Ermittlung von Geschlechterdarstellungen in deutschen TV- und Kinoproduktionen ging schon durch die Medien. Wirklich Unerwartetes zeigt sie nicht, ein Blick in die Studie der Universität Rostock lohnt allemal.

Wer sich noch einmal bestätigen lassen möchte, dass Frauen auch im Jahr 2017 in deutschen TV- und Kinofilmen meist junges und schmückendes Beiwerk spielen dürfen, kann das hier im Detail nachlesen. 

Geschlechterdarstellungen in Fernsehen und Film

Das Institut für Medienforschung der Universität Rostock führte die Studie durch.

Als Grundlage für die Studie dient eine detaillierte Analyse von über 3.000 Stunden TV-Programm aus dem Jahr 2016 und über 800 deutschsprachigen Kinofilmen aus den letzten sechs Jahren. Dabei wird die Rolle von Frauen und Männern sowohl in fiktionalen Produktionen und Unterhaltungsformaten, als auch deren Platzierung und Darstellung als Experten oder Expertinnen bei journalistischen und dokumentarischen Beiträgen untersucht. Ziel war es, die charakteristische Darstellung weiblicher und männlicher Rollen in audiovisuellen Medien zu ermitteln. Die letzte repräsentative Untersuchung in Deutschland liegt über 20 Jahre, in Bezug auf Kinderfernsehen über zehn Jahre zurück.

Dr. Maria Furtwängler

Dr. Maria Furtwängler arbeitet als Schauspielerin und ist mit dem Verleger Dr. Hubert Burda verheiratet. Hubert Burda Media gibt unter anderem »Bunte«, »Focus«, »Playboy« und »Superillu« heraus.

Initiiert hat die Untersuchung die Schauspielerin Dr. Maria Furtwängler: »Es ist wichtig zu verstehen, welches Geschlechterbild mit der enormen Wirkungsmacht des Fernsehens und Kinos transportiert wird. In anderen Ländern wird schon viel getan, um die Darstellung von Frauen und Männern auf Bildschirm und Leinwand wissenschaftlich aufzuarbeiten. Hierzulande liegen uns kaum valide Zahlen vor«, begründet Maria Furtwängler den Ausgangspunkt für die Untersuchung. »Ich freue mich sehr, dass Elizabeth Prommer mit ihrem Team der Universität Rostock hier wichtige Grundlagenforschung betreibt und bedanke mich darüber hinaus herzlich bei allen Partnern und Förderern, die diese Studie ermöglicht haben.«

Die Studie »Audiovisuelle Diversität? Geschlechterdarstellungen in Film und Fernsehen in Deutschland« der Universität Rostock wurde gefördert durch die ARD Degeto für die ARD, das ZDF, die Film und Medien Stiftung NRW, ProSiebenSat.1, den FilmFernsehFonds Bayern (FFF Bayern), die Filmförderungsanstalt (FFA), die Mediengruppe RTL Deutschland und die MaLisa-Stiftung. Sie wurde durchgeführt vom Institut für Medienforschung der Universität Rostock unter Leitung von Prof. Dr. Elizabeth Prommer. 

Autor: red

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