Messe, Report, Top-Story: 10.09.2011

IBC2011: So berichtet film-tv-video.de aus Amsterdam

Mit täglichen News berichtet film-tv-video.de in Wort und Bild von der IBC2011 in Amsterdam — auch mit kurzen Videos. Diese werden mit kompakten Setups in HD produziert. Das Equipment ist dieses Mal weitgehend gleich wie schon bei der NAB2011, die Abläufe sind etwas verändert.

Der prinzipielle Ablauf der Messeberichterstattung von film-tv-video.de ist ganz einfach: Tagsüber sammelt das dreiköpfige Team Infos und Bilder bei Pressekonferenzen und an den Messeständen. Nach Messeschluss wird das Material dann mit Laptops bearbeitet, die Videos, Fotos und Texte anschließend vom Hotel aus auf die Server geladen und über das Content-Management-System Typo3 in die Website film-tv-video.de eingepflegt. Und wenige Stunden später beginnt dann der nächste Messetag…

Solange die Messe läuft, wird während der IBC2011 die Textberichterstattung im Vordergrund stehen. Die Postproduktion der Videoclips von der IBC2011 wird  überwiegend im Nachgang der Messe erfolgen. Die Gründe hierfür: Die IBC findet zum großen Teil am Wochenende statt und in dieser Zeit sind die Zugriffe bei film-tv-video-de deutlich geringer — die Videos sollen aber natürlich den maximalen Zuspruch erreichen, da sie aufwändiger und teurer zu produzieren sind. Außerdem liegt Amsterdam in der gleichen Zeitzone, in der auch die meisten Leser von film-tv-video.de wohnen: die Mühe, um drei Uhr morgens Ortszeit drei Clips hochzuladen, zahlt sich also ebenfalls deutlich weniger aus, als wenn man das in Las Vegas während der NAB tut.

Bereits seit der NAB2008 produziert film-tv-video.de seine Videoreports von den großen Messen bandlos — mit wechselndem Equipment und verschiedenen Workflows. Bei der aktuellen IBC2011 kommt ein ähnliches Setup zum Einsatz wie bei der vergangenen NAB. Wahrscheinlich gehen schon während der laufenden Messe einzelne Videos online, das Gros folgt aber aus den oben genannten Gründen direkt im Anschluss an die Messe. Die Clips stehen direkt bei film-tv-video.de zur Verfügung und zusätzlich im Youtube-Channel — dort auch in verschiedenen Auflösungen bis 720p.

Die Berichterstattung in diesem Umfang wäre ohne Sponsoren nicht möglich, die durch die Buchung von Logos in den Beiträgen und/oder durch die Bereitstellung von Equipment dazu beitragen, dass die Redaktion ihre Messeberichte produzieren kann.

Video-Setup

Bildmaterial für die Videoreports wird mit drei kompakten Setups gedreht: Dabei geht zum zweiten Mal der Canon-Camcorder XF 100 an den Start. Er bringt unter anderem XLR-Buchsen und einige weitere, interessante Profi-Features mit (mehr Infos). Aufgenommen werden mit diesem Camcorder während der IBC2011 720p-Signale mit einer Datenrate von 35 Mbps in einem Format, das XDCAM EX ähnelt. Als Speichermedium dienen passende CF-Karten mit unterschiedlichen Speicherkapazitäten (32 und 16 GB). Diesen Camcorder stellt die Magic Multi Media GmbH zur Verfügung. Ein Einbein-Stativ von Manfrotto und die LED-Leuchte Fillini aus dem Bestand von film-tv-video.de komplettieren dieses Setup.

Zweites Setup ist ein iPhone4 im Filmadapter Owle Bubo. Das iPhone wird in diesen Adapter eingelegt, der zwei Haltegriffe und einen Weitwinkel-Objektivvorsatz mitbringt. Zum Owle Bubo gehört auch ein Zusatzmikro. Aufgenommen wird mit dem iPhone in 720p30. Den iPhone-Adapter stellt der deutsche Owle-Vertrieb Schnittpunkt zur Verfügung. Ein einfaches Einbeinstativ sorgt bei Bedarf für mehr Stabilität bei der Aufnahme, die LED-Flächenleuchte MicroPro von Litepanels bringt Licht in die Aufnahmesituation.

Für spontane, unvorhergesehene Aufnahmen steckt noch ein ultrakompakter Camcorder des Typs Zx3 aus der Play-Familie von Kodak in der Messetasche. Der sieht aus wie ein Handy, kann aber unter anderem 720p30-Sequenzen in H.264 kodiert als mov-Dateien auf SDHC-Speicherkarten aufnehmen.

Audio-Setup

Der Ton wird abhängig von der Drehsituation per Handmikro (Rode NTG2 oder Beyerdynamic MCE87) oder mit einer Sennheiser-Funkstrecke abgenommen (EW 100G2). Der Sennheiser-Kopfhörer HD 380 Pro dient zur Tonkontrolle. Da bei den iPhone-Movies und den Kodak-Play-Aufnahmen der Ton meist unbefriedigend ist, wird hier teilweise ein separater Audiorecorder von Olympus eingesetzt: ein LS-11. Dieser Audiorecorder nutzt SDHC-Karten als Speichermedium. Das komplette Audio-Equipment stammt aus dem Bestand von film-tv-video.de.

Speicherkonzept

Das Rohmaterial des Canon-Camcorders, sowie von iPhone, Play und Audiorecorder, wird nach Drehschluss zuerst auf eine der mitgeführten Festplatten übertragen und von dort aus mit dem Laptop geschnitten. Parallel wird ein Backup dieser Platte auf eine weitere Harddisk hergestellt.

Wenn die vorhandenen Speicherkarten beim Dreh nicht ausreichen sollten, können die darauf gespeicherten Daten auch tagsüber rechnerunabhängig kopiert werden. Hierfür kommt eine Nexto Extreme von Nextodi zum Einsatz. Diese Platte ist mit Kartenslots für SD- und CF-Medien, eingebautem Akku und einem einfachen Display ausgerüstet. Wird die Speicher-Karte eingesteckt, lässt sich das Material simpel und schnell von der Karte per Tastendruck auf die Nexto Extreme überspielen.

Postproduktion

Die Postproduktion erfolgt vor Ort mit Final Cut Pro (FCP) auf Laptops des Typs MacBook Pro. Als Festplatte für die Postproduktion dient jeweils eine Rugged-Firewire-Platte von Lacie. Für Backups und um die Projekte zu sichern, stehen kompakte USB-Platten und die Nexto Extreme zur Verfügung. Zurück in München wird ein stationärer Mac mit kleinem Raid für den Schnitt genutzt.

Das 720p-Material des XF 100 kann FCP über ein Plug-In verarbeiten, das Canon mit dem Camcorder ausliefert. Die iPhone-Aufnahmen liegen als mov-Dateien in 720p (bis 30P) vor, sie können von FCP direkt verarbeitet werden, das gleiche gilt für die Kodak-Play-Aufnahmen.

Das Kodieren und den Upload der fertigen Clips beschleunigt der USB-Stick Turbo.264 HD von Elgato. Mit der zugehörigen Software können das Kodieren und der Upload auf Youtube automatisiert werden.

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Autor
Christine Gebhard, Gerd Voigt-Müller
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