Broadcast, Grafik, Live, Sport, Veranstaltung: 26.05.2016

Qvest Media liefert Equipment für Fußball-EM- und Olympia-Berichterstattung

Das Systemhaus Qvest Media ergänzt erneut den Technikpool von ARD und ZDF, den die Sender nutzen, um von der Fußball-EM in Frankreich und den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro zu berichten.

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Nach dem Endspiel ist …

ARD und ZDF werden von der diesjährigen Fußball-EM und den wenig später stattfindenden Olympischen Spielen wieder im Wechsel berichten und dabei in weiten Teilen auf gemeinsam genutztes Equipment zugreifen. Das gesamte  Broadcast-Equipment für solche Events selbst vorzuhalten, wäre natürlich — auch wegen der raschen technischen Weiterentwicklung — für die Sender nicht sinnvoll und deshalb mieten sie bei den großen Live-Events zusätzliches, ergänzendes Equipment an. Einer der Dienstleister hierfür ist Qvest Media: Das Unternehmen liefert eine vernetzte HD-Produktions- und Sendeinfrastruktur. Darüber hinaus unterstützt ein Support-Team von Qvest Media die Techniker von ARD und ZDF bei der Installation sowie dem Betrieb an den Austragungsorten.

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… ist vor den Spielen.

Für die dort von den Sendern benötigte Ausstattung mit Produktions-, Transfer- und Storage-Systemen fungiert Qvest Media als Technologiepartner. Zunächst kommt das Equipment bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich zum Einsatz, bevor es durch das Logistik-Team von ARD und ZDF per Luftfracht nach Brasilien verschickt wird.

Während des Pre-Build in Mainz steht den Sendern ein Support-Team von Qvest Media zur Seite und nimmt gemeinsam mit ARD und ZDF die technische Konfiguration der Systeme vor. Auch an den Austragungsorten arbeiten die Techniker von Qvest Media und der Sender eng zusammen: Ein Support-Team von Qvest Media unterstützt ARD und ZDF bei der Betreuung der Installation.

Überblick des von Qvest gelieferten und installierten Equipments

Qvest wird ARD und ZDF mit einem aus vergleichbaren Großsportprojekten bewährten Setup ausrüsten. Dieses besteht im Kern aus EVS- und Avid-Technik, die auf die Produktionsanforderungen der Sender zugeschnittenen ist: Zentraler Ingest, Highlight-Schnitt und Playout erfolgen mit einer EVS-Installation die 14 IP-Director-Stationen, 8 XT-Access-Systeme sowie 21 XT3-Produktionsserver mit Multicam-Software umfasst. Die XT3-Server wurden eigens für die Sportübertragungen mit neuen 10-GigE-Interfaces bestückt, sowie mit der neuesten Audio-IO-Generation ausgerüstet.

Qvest musste selbst aufrüsten, um diese Anforderungen zu erfüllen: Mit den hierfür nötigen Investitionen in weitere EVS-Server und dem Abschluss eines Major-Upgrade-Vertrags verfügt Qvest Media nun aber über einen der modernsten Pools für EVS-Technik in Europa.

Für ihre umfangreiche redaktionelle Berichterstattung und Nachbearbeitung setzen ARD und ZDF auf eine vernetzten Avid-Infrastruktur mit 28 angeschlossenen Craft-Editing-Plätzen und einem Avid-Zentralspeicher mit einer Speicherkapazität von 576 TB . Der File-Ingest in die Avid-Umgebung erfolgt wahlweise über XT-Access aus dem EVS-Netzwerk oder MOG F1000 Multiformat-Systeme. Dadurch wird den Redaktionsteams das reibungslose Einspielen und Bereitstellen von Videomaterial mittels Avid Interplay ermöglicht.

Von den nonlinearen Schnittplätzen aus (Media Composer) lässt sich das Material aus dem Isis-Produktionsspeicher abrufen und editieren, bevor es über Interplay-Transfer-Engines an die EVS-Playout-Server übergeben wird.

Auch die Ausstattung der Grafikbearbeitung steuert Qvest aus seinem Technikpool bei: Echtzeit-Grafik-Elemente werden im Rahmen der Berichterstattung mit den Tools Viz Artist und Trio von Vizrt realisiert. Diese greifen dazu auf einen voll redundanten Grafik-Hub zu.

Auch in den Bereichen Bildregie, Monitoring und Controlling stellt Qvest Media umfangreiches AV-Equipment namhafter Hersteller für die Arbeitsplätze bereit: Dazu zählen unter anderem Komponenten für die Riedel Artist Digital Matrix Intercom-Plattform zur internen Kommunikation im IBC. Die Verteilung der Bildsignale wird mit Multiviewer-Systemen von Evertz gelöst, das Monitoring mit Messgeräten von Tektronix. Darüber hinaus ergänzen MAZen und Recorder von Sony und Panasonic, sowie mehrere Highend-Formatwandler der Serien Alchemist und Kudos von Snell Advanced Media die Produktionsausstattung.

Erst EM, dann Olympia und Paralympics

Aus Brasilien werden ARD und ZDF an 17 Tagen abwechselnd live von den 306 olympischen Wettbewerben berichten, an denen rund 10.500 Sportler aus 205 Ländern teilnehmen wollen. Die Produktion der Live-Berichterstattung erfolgt überwiegend im International Broadcast Center (IBC) in Rio Barra.

Nach der Abschlussfeier der Sommerspiele am 21. August wird das Equipment noch für rund weitere vier Wochen vor Ort verbleiben und vom 7. bis 18. September 2016 bei den 15. Paralympischen Sommerspielen zum Einsatz kommen.