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Drei Emmys für deutsche TV-Produktionen

Dreifacher Erfolg für deutsche Produktionen bei der Verleihung der International Emmy Awards in New York: Christiane Paul, »Deutschland '83« und »Krieg der Lügen« ausgezeichnet.
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Die Auszeichnungen für TV-Produktionen von außerhalb der USA vergibt die International Academy of Television Arts & Sciences mit Sitz in New York.

Die amerikanische TV-Branche vergibt jährlich Emmys in ganz verschiedenen Kategorien, darunter auch für TV-Produktionen von außerhalb der USA.

In diesem Jahr wurde dabei die Schauspielerin Christiane Paul für die Hauptrolle in der ARD-Produktion »Unterm Radar« als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Mit »Deutschland ’83« prämierte die International Academy of Television Arts & Sciences zudem eine RTL-Serie, die auch in den USA gelaufen war. Der dritte Preisträger aus Deutschland ist mit »Krieg der Lügen« ein Dokumentarfilm über die Vorgeschichte des Irakkriegs von 2003, der als Studentenprojekt an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg begann.

Im vergangenen Jahr hatte es keine Emmy-Nominierung für Produktionen aus Deutschland gegeben, in diesem Jahr wurden hingegen fünf deutsche Produktionen, Darstellerinnen und Darsteller nominiert, von denen die drei Genannten die Trophäe dann auch tatsächlich gewinnen konnten.

Weitere Infos zu den Preisträgern

Christiane Paul überzeugte die Jury durch ihre Darstellung einer Richterin, deren Tochter unter dem Verdacht steht, an einem Bombenanschlag in Berlin beteiligt zu sein. »Unterm Radar« wurde von Regisseur Elmar Fischer im Auftrag von WDR und Degeto realisiert, es handelt sich also um eine ARD-Produktion. Den ganzen Film gibt es auch bei Youtube: hier.

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Im deutschen Fernsehen leider unter Wert gelaufen, aber nun mit einem Emmy prämiert: RTL-Serie »Deutschland ’83«.

»Deutschland ’83« ist eine Fernsehserie, die vor dem Hintergrund des kalten Kriegs und des gesellschaftlichen Umfelds der 80er-Jahre in Deutschland handelt. Erzählt wird die Geschichte eines DDR-Grenzsoldaten, der als Spion in die Bundeswehr eingeschleust wird, um Nato-Geheimnisse auszukundschaften. Die Grundidee der Serie basiert teilweise auf realen Ereignissen um einen DDR-Topspion mit dem Decknamen Topas. UFA Fiction produzierte die Serie, die ab Ende November 2015 in Deutschland bei RTL lief (mehr Infos). Produzenten waren Jörg Winger und Anna Winger, Regie führten Edward Berger und Samira Radsi.

Als Abschlussarbeit an der Filmakademie in Ludwigsburg konzipierte Regisseur Matthias Bittner seinen Dokumentarfilm »Krieg der Lügen«, in dessen Zentrum der Informant Rafed Ahmed Alwan steht, bekannt unter dem Decknamen »Curveball«. Dessen Informationen gingen über die Tische diverser Geheimdienste und schafften es schließlich in die Rede von US-Außenminister Colin Powell über Massenvernichtungswaffen im Irak. Der Film ist eine Produktion der Zischlermann Filmproduktion in Koproduktion mit SWR, BR, FFL und der Filmakademie Baden-Württemberg.

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