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5D kündigt Cyborg S an

Der englische Hersteller 5D will das Postproduktionsystem Cyborg S zum Jahresende ausliefern.
B_0500_5DCyborgCyborg S soll ab Jahresende ausgeliefert werden.

Cyborg S soll grundlegende Nachbearbeitungs-Funktionen bieten, aber auch als Vermittler zwischen unterschiedlichen Systemen von Avid, Discreet und Quantel agieren – etwa mittels Formatkonvertierungen. Damit soll der Workflow innerhalb größerer Postproduktionshäuser optimiert werden. Außerdem soll das System teure andere Systeme in einem Postproduktionshaus entlasten, indem es CPU-lastige Arbeiten und arbeitsintensive Jobs übernimmt.

Cyborg S ist modular aufgebaut und arbeitet auflösungsunabhängig. Besonders Augenmerk haben die Entwickler auf die Bedienung des Systems gelegt. So lässt sich Cyborg S mittels Pen und Wacom-Tablett bedienen und bietet interessante neue Funktionen, etwa „Clip on pen“ oder „Deck“. „Clip on pen“ bedeutet, dass ein ausgewählter Clip am Stift „hängen“ bleibt, sich also ohne weitere Zwischenschritte in das andere Softwaremodule transportieren lässt. Der Anwender muss sich also nicht durch zig verschiedene Menüs klicken, um den gewünschten Arbeitsschritt auszuführen. Das spart Zeit im Nachbearbeitungsprozess . Analog dazu lässt sich diese Funktion mittels „Deck“ auch auf mehrere Clips anwenden.

Die Software-Oberfläche des Systems wirkt rein optisch wie eine Mischung aus Quantel- und Discreet-Software und bietet in der Cyborg-S-Variante unterschiedlichste Funktionen, darunter Create, Paint & Rotoscoping, Tracker & Stabilizer, 5D Time Twister und Primatte Chromakeyer.

5D Create ist im Prinzip eine Kombination verschiedener Tools, mit denen sich Bilder und Clips bearbeiten lassen. Innerhalb des Create-Tools gibt es das Modul 5D Shape. Damit lassen sich verschiedene Layer kontrollieren, und es ist möglich, Objekte mit einfachen, spline-basierenden geometrischen Formen zu gestalten. Alles, was in 5D Create erstellt wird, lässt sich auch in den anderen Modulen des Systems verwenden, also etwa im Paint-Modul oder im Keyer.
Für Painting und Rotoscoping bietet Cyborg S ebenfalls ein umfangreiches Toolset: Neben frei definierenbaren Pinseln sind zahlreiche Effektfilter einsetzbar, die auf den 5D-NMonster-Effekten basieren, darunter Smear, dblur, defocus, sharpen und weitere.
Tracker und Stabilizer bieten Pre-Tracking-Funktionalität. Der Anwender kann dank dieser Funktion sehr schnell erkennen, ob sich ein ausgewählter Referenzpunkt tatsächlich fürs Tracking oder Stabilizing einer Szene eignet.
5D Time Twister erlaubt es, einzelne Clips in sehr guter Qualität auf eine gewünschte Länge zu stretchen. Dabei wird laut Hersteller jedes Pixel eines Bildes untersucht und auf der Basis der Vektordaten per Morphing und Warping bearbeitet.
Mit dem Primatte Linear Keyer ist präzises Blue-/Greenscreen-Keying möglich. 5D hat die Funktionalität des Primatte Keyers in die Cyborg-Oberfläche integriert, so dass sich alle entsprechenden Parameter direkt aus dieser Anwendung heraus einstellen und definieren lassen.

5D bietet Cyborg S als Komplettsystem auf der Basis verschiedener Workstations an. Zur Auswahl stehen SGI Octane MXE, SGI Octane 2, SGI 330/550 und in Kürze auch die SGI Zx10 Windows-NT-Workstation (Intergraph). Mit dem Komplettsystem soll ein hochauflösender 16:9-Monitor und ein A3-Wacom-Tablett ausgeliefert werden.

Autor: red

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