Kamera: 15.02.2006

Arri, Moviecam: Compact

35-mm-Filmkamera.

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Durch die Übernahme von Moviecam durch Arnold & Richter wurde die Produktion der „Compact“ grundsätzlich zu Gunsten der Arricam-Familie eingestellt. Wie aus Wien zu erfahren war, könnten auf Kundenwunsch noch Kameras aus vorhandenen Teilen gefertigt und geliefert werden. Ansonsten steht ein kleines Team erfahrener Moviecam Mitarbeiter bereit, um Kunden Kameras aufzurüsten. Das sogenannte „Compact Mark II“

Paket beinhalten einen Umbau auf ein verbessertes Suchersystem entsprechend der Arricam St, auch das Integriete-Video-System kann eingebaut werden. In Vorbereitung ist eine neue Kamera-Elektronic, die einige Funktionen beinhaltet, für die bisher Zusatzboxen verwendet wurden.

Die Moviecam Compact lässt sich durch ein gut durchdachtes, modulares Baukasten System von der leichten Schulter-Steadicam-Kamera zur vollwertigen Studiokamera mit 300-m-Top-Load-Magazin ausbauen. Mit einem Laufgeräusch von weniger als 20 dB(A) ist sie durchaus für Aufnahmen mit Originalton geeignet.

Die 180°-Spiegelumlaufblende ist im Kamerastillstand mechanisch in Stufen variabel von 45° bis 180°. Die 24-V-Spannungsversorgung kann per Akku oder Netzgerät erfolgen. Die quarzgeregelten Bildfrequenzen sind von 12 bis 32 B/s einstellbar. Ein Speedmodul lässt sich ansetzen , es ermöglicht im Vorwärtslauf 1 bis 50 B/s, im Rückwärtslauf 12 bis 32 B/s und kann vorgegebene Rampen fahren. Die Intervalle sind beliebig wählbar, falls gewünscht kann ein Lichtausgleich mittels Irisblende am Objektiv erfolgen, den entsprechenden Motor steuert das Speedmodul. Im Kamerakörper und den Kassetten sorgen thermostatgeregelte Heizelemente dafür, dass die Kamera bis unter 5° Celsius betriebsbereit bleibt.

Die Moviecam Compact hat in der Modellpalette des Herstellers die Moviecam Super America ersetzt, etliches Zubehör dieses Vorgänger-Modells lässt sich weiter verwenden, so etwa die 150- und 300-m-Kassetten. Neu sind leichtere Magazine aus hochfestem Kunststoff und ein 120-Meter-Steadicam-Magazin mit senkrechter Anordnung der Filmrollen, um Gewichtsverlagerung durch den belichteten Film zu vermeiden. Verschiedene Videoassist-Kameras für Schwarz/Weiß- oder Color-Ausspiegelung können angesetzt werden. Je nach Einsatz lassen sich verschiedene Strahlenteiler verwenden, etwa 50/50 % für Color-, 80/20 % für S/W- und 100 % für Steadicam-Videoassist. Die Speed-Box erlaubt es, die Kamera extern zu synchronisieren, etwa für flickerfreies Filmen mit HMI-Licht oder TV-Monitoren im Bild.

Autor
red
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