Audio: 23.09.2008

IBC2008: Sennheiser mit Digitalmodul, Ansteck- und Studiomikro

Sennheiser zeigt mit dem MKE 1 ein Ansteckmikrofon, das bei Musicals, Live Shows und im Broadcast-Bereich eingesetzt werden kann. Außerdem werden das Digitalmodul MZD 8000 und das Studiomikrofon MKH 800 Twin vorgestellt.

Ansteckmikrofon MKE 1

Sennheiser zeigt mit dem MKE 1 ein kleines Ansteckmikrofon mit Kugelcharakteristik, das sowohl bei Musicals, bei Live Shows als auch im Broadcast-Bereich seinen Einsatz finden soll. Durch eine neue Schutzmembran ist es laut Sennheiser schweißgeschützt. Eine spezielle Gaze und eine zusätzliche Schutzkappe soll es weitgehend vor Feuchtigkeit sein. Das körperschallarme, Kevlar-verstärkte Kabel mit integriertem Knickschutz soll dem MKE1 die Robustheit verleihen. Es hat einen Kapseldurchmesser von 3,3 mm, einen Grenzschalldruckpegel von 142 dB und soll laut Hersteller durch seinen vollen, natürlichen Klang mit geringem Raumanteil punkten. Im Lieferumfang sind neben dem Mikrofon noch eine kleine Frequenzgangskappe, eine Multifunktionskappe und drei Schminkschutzkappen enthalten.

Digitalmodul MZD 8000

Das aufschraubbare Digitalmodul MZD 8000 macht aus den bisher analogen Mikrofonmodellen MKH 8020 (Kugel), MKH 8040 (Niere) und MKH 8050 (Superniere) digitale Mikrofone. Das Digitalmodul wird anstelle des XLR-Moduls an den Mikrofonkopf geschraubt. Die Digitalwandlung findet dabei direkt hinter dem Mikrofonkopf statt, die Audiosignale werden nach AES 42-Standard übertragen. Kaberverluste, Störungen durch Einstreuungen und klangliche Einbußen durch nicht optimal angepasste Analog-/Digital-Wandler sollen damit der Vergangenheit angehören, so Sennheiser. Das MZD 8000 Modul ist zweikanalig aufgebaut und wandelt das Signal mit 24 Bit und einer Samplingrate von bis zu 192 kHz. Weiterhin ist ein DSP-Baustein eingebaut, über den sich per PC- Steuersoftware und AES 42-Interface Mikrofoneinstellungen wie Trittschallfilter, Dämpfung und Limiter ferneinstellen lassen. Das Interface stellt außerdem Phantomspeisung und Wordclock zur Synchronisierung der Mikrofone zur Verfügung. Die Mikrofone können alternativ auch durch eine externe Wordclock synchronisiert werden, so der Hersteller.

Studiomikrofon MKH 800 Twin

Sennheisers neues Studiomikrofon MKH 800 Twin basiert auf dem HF-Kondensatormikrofon MKH 800, ist aber mit einer Doppelkapsel im Mikrofonkopf bestückt, sodass am Mikrofonausgang zwei Tonsignale separat zur Verfügung stehen. Damit muss die Richtcharakteristik nicht vor der Aufnahme am Mikrofon eingestellt werden, sondern kann unter Abhörbedingungen am Mischpult ferneingestellt und korrigiert werden. Dies ist auch noch in der Post-Produktion möglich. »Mit der stufenlos einstellbaren Richtcharakteristik können Tonmeister und Aufnahmetechniker ohne großen Aufwand neue Einstellungen probieren und den Klang am Mischpult optimieren«, erläutert Sebastian Schmitz, Sennheiser-Produktmanager für Mikrofone. »Alle Übergangsformen zwischen den einzelnen Richtcharakteristiken sind möglich.« Die Signale der beiden hochlinearen Gegentaktwandler werden separat ans Mischpult geführt; durch die Änderung der entsprechenden Fader-Einstellung und Signalphase wird die Richtcharakteristik erzeugt. Der Übertragungsbereich reicht bis 50.000 Hz, was das Auflösungsvermögen für komplexe akustische Details erhöhen soll, besonders bei hochwertigen digitalen Audioformaten mit hohen Sampling-Raten. Die gewählte Richtcharakteristik bleibt über den gesamten Frequenzbereich weitgehend gleichmäßig, so der Hersteller. Durch die kompakte Bauform soll sich das MKH 800 Twin unauffällig plazieren lassen, was besonders für Filmton und Live-Aufnahmen wichtig ist.

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Autor
red
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