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NAB2014: Arri zeigt Amira als voll funktionsfähiges Vorserienmodell

Arri wird in Kürze mit der Auslieferung der Amira beginnen, für die dem Hörensagen nach schon seit längerem eine vierstellige Zahl an Vorbestellungen vorliegt. Höchste Zeit, nochmal einen Blick auf die Kamera zu werfen. Im Video stellt Markus Dürr, Product Manager Camera Systems bei Arri, die Amira vor.

Mit der Amira hat Arri eine ENG-Kamera im Programm, die aber als SLS-Kamera konzipiert ist und den gleichen Sensor aufweist, wie die Alexa. Arri will die Amira ab Ende April 2014 zu Nettopreisen ab rund 26.000 Euro ausliefern.

Markus Dürr, Product Manager Camera Systems bei Arri, stellt im Video die Amira vor.

Basisinfos Amira

Die Amira ist das jüngste Kameramodell von Arri. Sie nutzt den gleichen Sensor wie die Kameramodelle der Alexa-Baureihe, ist aber im Unterschied zu den Alexas kompakter und eignet sich auch eher für Einsatzbereiche, in denen schnelles, sehr flexibles Arbeiten gefragt ist. Die Kamera kann HD- wie 2K-Bilder aufzeichnen. Den Dynamikumfang der Amira gibt Arri mit mehr als 14 Blenden an. Aufgezeichnet wird auf zwei CFast 2.0 Flash-Memory-Karten.

Die Amira bootet sehr schnell und lässt sich somit quasi direkt aus der Tasche einsetzen, ohne langen Setup — und sie kann auch von einem einzigen Nutzer bequem bedient werden, was sich besonders bei »Run-and-Gun«-Drehs auszahlt. Hier liegt aus der Sicht von Arri auch der grundlegende Unterschied der Amira zur Alexa: Während die Amira eher für ENG-artiges Arbeiten mit einem kleinen Team oder als Einzelkämpfer konzipiert ist, bringt die Alexa mehr Ausstattungsmerkmale für szenisches, kino-artiges Arbeiten mit und ist eher für das Arbeiten mit größeren Teams ausgelegt.

Integrierte, motorisierte ND-Filter sowie Zebra und False-Color-Tools unterstützen bei der Amira die Belichtungskontrolle, die Peaking-Funktion soll das Fokussieren erleichtern.

Die Audioeingänge sind so gestaltet, dass sie eine Einheit mit der Kamera bilden. Kein Kabel steht seitlich nach außen weg, die Audiofunktionen sind wie bei einer EB-Kamera erreichbar. Zusätzlich zu den beiden XLR-3-Pol-Eingängen gibt es auch einen 5-Pol-Eingang sowie die Möglichkeit, auch ein Bluetooth-Mikrofon zu nutzen. Unter anderem unterscheidet diese Audiofunktionalität die Amira von der Alexa.

Arri bietet die Amira in drei Konfigurationen an, die sich in ihren Software-Sets unterscheiden. Zudem kann der Kunde den Objektiv-Mount, den Akku-Anschluss und die Basiskameraplatte für seine Kamera frei wählen. Gleichgültig, für welche Konfiguration man sich anfangs entscheidet: Später soll es möglich sein, über die Arri-Website zusätzliche Funktionen freizuschalten — wahlweise temporär oder permanent.

Das Amira-Einsteigermodell wird die Aufzeichnung in Rec 709 mit dem Codec ProRes 422 und bis zu 100 fps erlauben. Sie soll sich besonders für Kunden eignen, die im Corporate-, Online- oder TV-Markt arbeiten. Das nächsthöhere Modell ist aus Herstellersicht ein echter Allrounder und bietet unter anderem Log-C, ProRes 422 (HQ) bei 200 fps, In-Camera-Grading und eine Pre-Record-Funktion. Das Premium-Modell wird Funktionen für High-End-Produktionen bieten und soll sich auch als Ergänzung zur Alexa eignen. Es wird die Aufzeichnung in ProRes 4444 und 2K mit bis zu 200 fps, sowie umfassende Color-Control am Set und in der Post mit gängigen 3D-LUTs unterstützen.

Empfehlungen der Redaktion:

03.04.2014 – NAB2014: So berichtet film-tv-video.de aus Las Vegas
19.03.2014 – Gib Gummi: Testdreh mit der Amira

Autor: red

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