Licht, Messe, Video: 05.10.2016

IBC2016-Video: Remote Phosphor Leuchten von BB&S

Remote Phosphor heißt eine noch relativ junge Technologie für die Lichterzeugung und nun kommen auch erste Filmleuchten auf den Markt, die darauf basieren. Im Video stellt Gerald Heise von BB&S die Technologie und einige Produkte vor.

B_IBC16_BBS_Remote_Phos
BB&S aus Dänemark hat Remote Phosphor Leuchten im Programm.

Die Remote Phosphor Technologie (RPT) ist insgesamt betrachtet nicht mehr ganz neu, sondern wurde schon vor ein paar Jahren vorgestellt. Wurde sie bislang aber eher in anderen Bereichen eingesetzt, kommen nun auch die ersten Filmleuchten auf den Markt, die auf dieser Technologie basieren. Hersteller sind etwa Cineo aus den USA und BB&S aus Dänemark.

Im Video erläutert Gerald Heise von BB&S die Remote-Phosphor-Technologie und zeigt kleine Softlights, die auf dieser Technologie basieren.

 

B_IBC16_BBS_Remote_Phos_Prinzip
Das Grundprinzip: Blaues Licht regt Phosphorschichten zum Selbstleuchten an.

Und so funktioniert RPT: Das Leuchtmittel ist eine mit Phosphor beschichtete Scheibe, diese Scheibe leuchtet auf der ganzen Fläche in einer bestimmten Farbtemperatur. Sie steckt wie ein Filterscheibe vorne in der Leuchte, sie filtert aber nicht etwa das Licht einer dahinterliegenden Lichtquelle, sondern sie leuchtet selbst, wenn sie dazu angeregt wird.

Um nun die Phosphorschicht zum Leuchten anzuregen, wird sie von hinten mit blauem LED-Licht bestrahlt. Die Farbtemperatur des von der Leuchte abgegebenen Lichts hängt von der Phosphormischung auf der Frontscheibe ab.

B_IBC16_BBS_Area_48_1
Area 48 heißt die Studioleuchtenserie von BB&S.

Das anregende Licht von hinten wird also nicht durchgelassen, es dient nur dazu, die Phosphorschicht zum Selbstleuchten anzuregen.

Das Licht der LEDs ist von der Wellenlänge her betrachtet immer gleich, die Frontscheibe entscheidet darüber, mit welcher Farbe/Farbtemperatur die Leuchte strahlt. Das LED-Licht hat also stets nur die Funktion, Energie zum Leuchtmittel zu transportieren.

Der Vorteil dieser indirekten Konstruktion besteht darin, dass die RPT-Leuchten ein Licht mit einem kontinuierlichen, linearen Spektrum abgeben — ganz anders als klassische LED-Leuchten, die nur ein Linienspektrum erzeugen.

B_IBC16_BBS_Area_48_2
Flächenstrahler mit weichem Licht und stabiler Farbtemperatur.

RPT-Leuchten können also ein sehr weiches, flächenhaftes Licht mit einem sehr hohen CRI, also einer ausgeglichenen Farbwiedergabe und einer stabilen Farbtemperatur bereitstellen.

Die Konstruktion der Leuchtengehäuse und die Platzierung der blauen LEDs in diesem Gehäuse erfordern spezifisches Knowhow, um eine gleichmäßige Anregung der Phosphorschicht zu erreichen. Außerdem muss konstruktiv sichergestellt werden, dass die energiereiche, hochfrequente Strahlung der blauen LEDs nicht direkt in die Augen von Menschen fallen kann, denn diese kann zu Netzhautschäden führen.

Verschiedene Leuchten von BB&S verfügbar

B_IBC16_BBS_Area_48_Handheld
Neu: Kompakte RPT-Leuchte von BB&S.

BB&S — oder ausgeschrieben Brother, Brother & Son — hat verschiedene Leuchten entwickelt und nun im Angebot, die auf RPT basieren.

B_IBC16_BBS_Area_48_DSLR
Mit einem Magic Arm kann die RPT-Leuchte platziert werden,

Das sind dimmbare Studioleuchten, die mit 48 V betrieben werden und mit diversen Frontscheiben bestückt werden können.

Dabei ist weißes Licht mit verschiedenen Farbtemperaturen möglich, aber auch farbiges Licht kann direkt in der Phosphorschicht erzeugt werden. Diese Leuchten hören auf den Namen Area 48.

Ganz neu stellte BB&S zur IBC2016 kleine dimmbare RPT-Kameraleuchten vor.

 

Autor
red
Bildrechte
Nonkonform
Schlagwortsuche nach diesen Begriffen
Licht, Messe, Video
Teracue Qvest Media FAST LTA Rohde&Schwarz Ihse EVS Arvato Systems BPM Adobe