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NAB2017-Video: Arri zeigt Workflow-Innovationen

Arri zeigte zur NAB2017 Neuigkeiten in verschiedenen Bereichen, darunter auch bei den Workflows: Drastisch beschleunigte Arriraw-Verarbeitung, vereinfachte Metadaten-Weitergabe vom Set an die Post und eine Look Library, mit der es viel leichter wird, bei den Kameraeinstellungen am Set den passenden Look zu finden und in die Post weiterzureichen.
Arri, Henning Rädlein, Porträt

Henning Rädlein, Head of Digital Workflow Solutions bei Arri.

Henning Rädlein, Head of Digital Workflow Solutions bei Arri, stellt im Video einen neuen Arriraw-SDK vor, der das Arbeiten mit Arriraw-Material drastisch beschleunigen wird.

Ein weiteres neues Arri-Produkt ist die Metadata Bridge, die es vereinfacht, Metadaten vom Dreh in die Postproduction zu übertragen, um dort die Bearbeitung und VFX-Erstellung deutlich effizienter zu gestalten und zu beschleunigen.

Dritte Neuheit, die im Video erläutert wird, ist die Look-Library, die es vereinfacht, am Set den jeweils passenden Look zu finden, in die Kamera zu laden und in die Postproduction zu übermitteln.


Henning Rädlein, Head of Digital Workflow Solutions bei Arri, stellt im Video die Neuheiten aus seinem Bereich vor.
Neuer Arriraw-SDK
Arri, Arriraw

Mit dem neuen SDK soll die Raw-Verarbeitung drastisch beschleunigt werden.

Mit einem neuen SDK, der es erlaubt, die Leistung moderner Grafik-Boards auszuschöpfen, wird es künftig möglich sein, auch mit Raw-Material im Format Arriraw zügig zu arbeiten.

Das könnte der Raw-Produktion zusätzlichen Schub verleihen und die Anwender in die Lage versetzen, ihr Material in der bestmöglichen Qualität zu sichten, zu bearbeiten und zu archivieren — ohne dabei unter langsamen Verarbeitungsprozessen leiden zu müssen.

Metadata Bridge

Am Set können heute zusätzlich zu den Bild- und Tondaten auch zahlreiche Metadaten erfasst werden. Ein Beispiel dafür sind die verschiedenen Lens-Data-Systeme, die es erlauben, beim Drehen die Objektivdaten wie Brennweite, Fokus und Blende parallel zum Bild festzuhalten. Auch Positions- und Bewegungsdaten von Kameras am Set können erfasst und gespeichert werden.

Probleme treten aber in der Praxis oft dann auf, wenn es darum geht, diese Daten so an die Postproduction weiterzugeben, dass sie dort sinnvoll genutzt werden können und effizienteres Arbeiten erlauben. So wird statt auf Metadaten zu bauen, oft in der Postproduction mühevoll rumprobiert, bis die VFX und die computer-generierten Bildteile perfekt mit den Originalaufnahmen verheiratet werden können.

Hier soll die Metadata Bridge von Arri Abhilfe schaffen und es erlauben, vorliegende Metadaten so in die Postproduction-Systeme zu transferieren, dass sie dort etwa als Basis für Compositing-Aufgaben genutzt werden können und diese Arbeitsschritte effizienter gestalten.

Look Library

Die Idee der Arri Look Library: Oft gibt es bei den Produktionen kein Budget für ein umfassendes On-Set Look-Management. In solchen Fällen kann Arris neue Look Library helfen. Man kann dann einen der gespeicherten Looks verwenden und das Material damit am Set vernünftig beurteilen und erste Infos über den gewünschten Look an die Post weitergeben.

Arri, Look Library

Die Look Library bietet voreingestellte Bildparameter, die direkt genutzt werden oder als Basis für eigene Looks dienen können.

Arri hat die unterschiedlichen Looks in neun Gruppen eingeteilt: Application, Black-and-White, Contrast, Environment, Film, Period, Season, Special und Tinted. Jeder dieser Looks wird in unterschiedlichen Intensitäten angeboten. Die Looks wurden von Arri Media entwickelt, und der Hersteller kündigt an, dass durchaus weitere integriert werden könnten — auch solche von Kunden.

Arri Look Library

Die Look Library bietet Looks als Orientierung und Basis an, die am Set die Effizienz steigern und Sicherheit geben können.

Es gibt auch die Möglichkeit, die Arri Looks mit iPad-basierten Tools wie etwa Pomfort Live Grade Air weiter anzupassen. Das ist dank der Funktion Camera Access Protocol möglich.

Mit einer kostenlosen App, die Arri entwickelt hat, können Nutzer die Looks ausprobieren: am Set, beim Suchen von Locations oder bei Besprechungen der unterschiedlichen Produktions-Abteilungen.

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