Objektiv: 17.06.2019

S7/i- und Anamorphic/i-Objektive kombiniert im Netflix-Einsatz

Kameramann Vanja Černjul verwendete S7/i- und Anamorphic/i-Objektive von Cooke in der neuen Netflix-Produktion »The Perfection«.

Filmszene, The Perfection, © Netflix
Szenenfoto aus »The Perfection«.
Cooke, Objektiv, S7/i
Cooke-Linsen wurden verwendet für »The Perfection«.

Der kroatische Kameramann Vanja Černjul drehte den vor kurzem angelaufenen Horrorfilm »The Perfection«, eine Netflix-Produktion über zwei Cellistinnen. Dazu erzählte er: »’The Perfection’ verlangte nach unterschiedlichen Looks für verschiedene Teile dieser Geschichte. Wir wollten, dass die einzelnen Teile der Story schon während des Drehs einen jeweils einzigartigen, organischen Look erhalten — etwas, was schon direkt am Set entsteht.«

»Vieles davon wurde schon durch die Beleuchtung und die Locations transportiert, aber wir wollten auch noch eine weitere, visuelle Ebene optisch hinzufügen. Nach den ersten Tests mit diversen verschiedenen optischen Systemen entschieden wir uns, Cooke-Linsen der Anamorphic/i- und S7/i-Familien zu kombinieren. Wir wählten diese beiden Objektivsysteme rein für den Look aus, den sie uns ermöglichten — nicht wegen der Sensorabdeckung oder dem Seitenverhältnis

Filmszene, The Perfection, © Netflix
Szenenfoto aus »The Perfection«. »Wir wählten diese beiden Objektivsysteme rein für den Look aus.«
Vanja Černjul
Vanja Černjul drehte auch »Crazy Rich Asians« schon mit Panasonics Varicam Pure, damals allerdings mit Vantage-Objektiven.

Černjul drehte den größten Teil des Films in Uncompressed-4K-Raw, mit einer Varicam Pure von Panasonic. Diese Kamera bietet einen S35-Sensor. Das erwünschte Seitenverhältnis von 2,39:1 wurde per Cropping umgesetzt. Bei den sphärischen S7/i-Objektiven wurden Bildteile oben und unten abgeschnitten, bei den Anamorphic/i-Optiken wurde seitlich gecroppt.

Filmszene, The Perfection, © Netflix
Szenenfoto aus »The Perfection«. Das Material wurde mit einer Varicam Pure in 4K-Raw gedreht.
Cooke, Objektiv, Anamorphic/i
Anamorphic/i und S7/i sind aus Sicht von Vanja Černjul »Teile desselben Universums«.

»Als Teil der visuellen Struktur des Films drehten wir bestimmte Szenen mit den S7/i-Objektiven im VistaVision-Format«, erläuterte Černjul. »Mit diesem Ansatz konnten wir mehrere Looks kreieren, die sich immer noch wie Teile desselben Universums anfühlten — verbunden durch die runde und kinoartige Abbildung durch die Cooke-Objektive.«

Černjul kannte den Look der Cooke-Objektive, denn er hat bereits etliche Produktionen mit Cooke-Linsen eingesetzt, darunter »Orange is the New Black« und »Marco Polo«.

Filmszene, The Perfection, © Netflix
Szenenfoto aus »The Perfection«. Vanja Černjul begeistert »die runde und kinoartige Abbildung durch die Cooke-Objektive«.
Cooke, Objektiv, Anamorphic/i
Vanja Černjul dreht auch andere Produktionen schon mit Anamorphic/i-Objektiven.

»Meine Lieblingslinsen waren früher die Cooke 5/is. Ich liebe deren Dimensionalität und die sanfte Qualität des Flare«, sagte Vanja Černjul.

Cooke, Objektiv, S7/i
S7/i-Objektive von Cooke werden bei vielen Filmen und Serien eingesetzt.

Andere Filme, die in jüngerer Zeit mit diversen Cooke-Objektiven gedreht wurden, sind: »Vice«, »Bohemian Rhapsody«, »A Star Is Born«, »Venom«, »Call Me By Your Name«, »Stan and Ollie«, »Motherless Brooklyn«, »Darkest Hour«, »Mark Felt: The Man Who Brought Down the White House«. Serien sind: »Game of Thrones«, »Midsomer Murders«, »Orange is the New Black« und »Fargo«.

Bildrechte
Netflix (4), Panasonic (1), Cooke (4)

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